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FIFA-Rat erörtert Vision für die Zukunft des Fussballs

General view prior to part II of the FIFA Council Meeting 2016 at the FIFA headquarters
© Getty Images

Der FIFA-Rat hat diese Woche am FIFA-Sitz in Zürich seine zweite Sitzung in neuer Zusammensetzung abgehalten. Über zwei Tage (13. und 14. Oktober) erörterte er mehrere Themen im Zusammenhang mit dem Bewerbungsverfahren für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™, den Frauenwettbewerben, den FIFA Football Awards 2016, dem Austragungsort des 67. FIFA-Kongresses und dem Aktionsplan "FIFA 2.0: Vision für die Zukunft". 

FIFA-Präsident Gianni Infantino eröffnete die Sitzung, indem er die neuen Mitglieder und FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura, die erstmals einer FIFA-Ratssitzung beiwohnte, herzlich willkommen hieß. Er verwies danach auf die vielen Herausforderungen, mit denen die FIFA konfrontiert sei, und deren Entschlossenheit, sich diesen zu stellen 

Zum Beleg dieser Entschlossenheit und als Grundlage für konkrete, zukunftsweisende Maßnahmen präsentierte er den Aktionsplan "FIFA 2.0: Vision für die Zukunft", der die künftige Ausrichtung der FIFA darlegt. In seiner Präsentation betonte der FIFA-Präsident, dass die FIFA damit erstmals in ihrer Geschichte einen Aktionsplan präsentiert habe, wie der Fussball wirkungsvoll gefördert, Fans und Spielern im Fussball mehr geboten und die FIFA gestärkt werden solle.

Der Präsident informierte die Ratsmitglieder ebenfalls über die anstehenden Fussballgipfel, die den Mitgliedsverbänden, Konföderationen und der FIFA eine Diskussionsplattform für strategische Fragen bieten. Hochrangige Vertreter der Mitgliedsverbände werden zu den Gipfeln eingeladen, die an sechs verschiedenen Orten stattfinden werden, wobei bei der Zusammenstellung der Gruppen auf Erreichbarkeit, Sprache und Vielfalt geachtet wird. Der erste Fussballgipfel findet diesen November in Paris (Frankreich) statt.

Nach den Präsentationen und dem anschließenden Meinungs- und Ideenaustausch unter den Mitgliedern wurden folgende Beschlüsse gefasst:

*Bewerbungsverfahren für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™: *In einer positiven Atmosphäre wurde eine mögliche Ausweitung des Teilnehmerfeldes der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ auf 40 oder 48 Teams erörtert. Auf der Grundlage einer weiteren Prüfung der verschiedenen Optionen und ihrer Folgen durch die FIFA-Administration wird der Rat bei seiner nächsten Sitzung im Januar 2017 definitiv über das Format entscheiden.

Zudem wurden die folgenden Grundsätze verabschiedet:
- Grundsatz, wonach die Mitgliedsverbände der Konföderationen, die die letzten beiden FIFA Fussball-Weltmeisterschaften™ ausgerichtet haben (d. h. UEFA und AFC), zum Bewerbungsverfahren für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ nicht zugelassen sind. Sofern keine der eingegangenen Bewerbungen die technischen und finanziellen Vorgaben erfüllt, darf der FIFA-Rat aber auch die Mitgliedsverbände der Konföderation, die die vorletzte WM ausgerichtet hat (d. h. UEFA), zulassen und das Bewerbungsverfahren für interessierte Mitgliedsverbände dieser Konföderation öffnen.

  • Grundsatz, wonach Ko-Veranstalter zum Bewerbungsverfahren für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ zugelassen sind, wobei keine konkrete Zahl festgelegt wurde, sondern im Einzelfall entschieden wird.

  • Grundsatz, wonach das FIFA-Generalsekretariat in Absprache mit der Organisationskommission für FIFA-Wettbewerbe Bewerber ausschließen darf, die die technischen Mindestanforderungen für die Ausrichtung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ nicht erfüllen.

*FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018™ - *Verabschiedung des Wettbewerbsreglements für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018™.

*Frauenwettbewerbe - *Verabschiedung des internationalen Frauenfussballkalenders 2018/2019.

  • Verabschiedung der Aufteilung der Startplätze für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™.

*FIFA Football Awards 2016 *- Austragung am Montag, 9. Januar 2017, in Zürich (Schweiz).

*67. FIFA-Kongress - *Austragung am Donnerstag, 11. Mai 2017, in Manama (Bahrain).

*Ständige FIFA-Kommissionen *Zwischenbericht zur Zusammensetzung der 9 neuen Kommissionen, die die 26 bestehenden ersetzen. Die definitiven Listen werden dem Rat nach Abschluss der vorgeschriebenen Wählbarkeitsprüfungen präsentiert.

Weitere wichtige Beschlüsse - *Bewilligung der Änderung der Daten des CONCACAF Gold Cup 2017: 7.–26. Juli statt 9.–30. Juli. *

  • Bewilligung des Antrags des japanischen Fussballverbands (JFA) auf Unterstützung durch den Solidaritätsfonds nach dem schweren Erdbeben im April 2016, das im Land viel Schaden und Leid angerichtet hat. Die Gelder helfen bei der Instandsetzung von Kunstrasenfeldern.

  • Ernennung von Bruno de Vita (Kanada) zum zweiten Vizevorsitzenden der Untersuchungskammer der unabhängigen FIFA-Ethikkommission bis zum nächsten FIFA-Kongress im Mai 2017, unter der Voraussetzung, dass er die Wählbarkeitsprüfung besteht, die von der unabhängigen FIFA-Prüfungskommission vorgenommen wird.

  • Einsetzung eines Normalisierungskomitees für den griechischen Fussballverband (HFF).

  • Der Vorsitzende der FIFA-Kontrollkommission Israel/Palästina, Tokyo Sexwale, informierte ausführlich über die jüngsten Maßnahmen und Diskussionspunkte.

Die nächste Sitzung des FIFA-Rats findet am 9. und 10. Januar 2017 statt. Der neu formierte FIFA-Rat wird fortan dreimal pro Jahr im Januar, Mai und November tagen.

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