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FIFA-Exekutivkomitee verabschiedet FIFA-Reglement zur Arbeit mit Vermittlern

Meeting of the FIFA Executive Committee at the Home of FIFA in Zurich on 20 March 2014
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Das FIFA-Exekutivkomitee hat bei seiner Sitzung am 20. und 21. März 2014 in Zürich das neue Reglement zur Arbeit mit Vermittlern verabschiedet. Damit endete ein ausgedehntes Konsultationsverfahren mit Mitgliedsverbänden, Konföderationen, Vereinen, der FIFPro und Fussballprofiligen, das 2009 lanciert worden war, als der 59. FIFA-Kongress aufgrund der Mängel am bestehenden Lizenzierungssystem eine tiefgreifende Reform des Spielervermittlersystems beschloss.

Die FIFA hat seither in Form von Arbeitsgruppen innerhalb der FIFA-Kommission für Klubfussball mit den maßgebenden Parteien der internationalen Fussballgemeinschaft ausführliche Diskussionen geführt und gefördert, um letztlich ein neues System vorzuschlagen, das in der Umsetzung und Verwaltung transparenter und einfacher ist. Alle möglichen Optionen wurden in den Arbeitsgruppen erörtert und analysiert, damit das neue System bei den wichtigsten maßgebenden Parteien gemäß den Bedürfnissen der modernen Beziehungen zwischen Spielern und Vereinen auf größtmögliche Akzeptanz stößt.

Ziel der Arbeitsgruppe war nie eine Deregulierung des Berufs, sondern im Gegenteil eine stärkere Kontrolle von Einzelpersonen, die Spieler und/oder Vereine bei der Aushandlung von Arbeitsverträgen oder Transfervereinbarungen vertreten, sowie die Verbesserung des rechtlichen Rahmens zwecks mehr Transparenz. Das neue Reglement regelt deshalb nicht mehr den Zugang zur Tätigkeit, sondern die Tätigkeit an sich: Spieler und Vereine können beliebige Parteien als Vermittler wählen, müssen sich dabei aber an bestimmte Mindestvorgaben halten.

Das neue Modell, das dem Reglement zugrunde liegt, wurde vom FIFA-Exekutivkomitee (21. März 2013) und mit überwältigender Mehrheit vom 63. FIFA-Kongress (30. und 31. Mai 2013) gebilligt. Das Reglement, das die Dienste von Vermittlern regelt, die Spieler und Vereine beim Abschluss von Arbeitsverträgen oder Transfervereinbarungen in Anspruch nehmen, legen die folgenden Mindeststandards/-anforderungen fest, die die Mitgliedsverbände anwenden und durchsetzen müssen:

  • Bei der Auswahl von Vermittlern sind Spieler und Vereine zu angemessener Sorgfalt verpflichtet.
  • Im Sinne der Transparenz muss jeder Mitgliedsverband für Vermittler ein Registrierungssystem betreiben, über das Vermittler jedes Mal registriert werden müssen, wenn sie an einer Transaktion beteiligt sind.
  • Zwingende Vermittlererklärung für natürliche und juristische Personen (Anhang zum Reglement)
  • Bestimmungen zu den Registrierungsvoraussetzungen
  • Strengere Transparenzvorschriften (Pflicht zur Offenlegung und Veröffentlichung von finanziellen Aspekten von Transaktionen, an denen Vermittler beteiligt sind)
  • Richtwerte für die Zahlungen an Vermittler (Grenzwerte für die Vergütung, keine Zahlung, wenn der Spieler minderjährig ist etc.)
  • Regelungen zu Interessenkonflikten (z. B. ordentliche Offenlegung von Informationen durch die Parteien)

Nach der Verabschiedung durch das FIFA-Exekutivkomitee tritt das neue Reglement am 1. April 2015 – anstelle des FIFA-Spielervermittlerreglements – in Kraft, sofern der 64. FIFA-Kongress im Juni 2014 den erforderlichen FIFA-Statutenänderungen zustimmt.

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