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FIFA dehnt 27 Strafen wegen Spielmanipulationen weltweit aus

FIFA headquarters in Zurich
© AFP

Die FIFA bestätigt die weltweite Gültigkeit der Strafen, die der estnische Fussballverband (EFA), der lettische Fussballverband (LFF), der schwedische Fussballverband (SVFF) und der tschechische Fussballverband (FACR) wegen Spielmanipulationen gegen 27 Spieler verhängt haben. 

Die EFA-Disziplinarkommission sperrte bei ihrer Sitzung am 5. Dezember 2014 21 Spieler für jegliche Fussballtätigkeit. Neun Sperren gelten lebenslang, zwei für sechs Jahre (bis 5. Dezember 2020), sechs für vier Jahre (bis 5. Dezember 2018), zwei für zwei Jahre (bis 5. Dezember 2016) und zwei für ein Jahr (bis 5. Dezember 2015). Einige Spieler waren von der EFA-Disziplinarkommission bereits im Dezember 2014 provisorisch gesperrt worden. Von den gesperrten Spielern sind 16 Esten, einer ist Russe und fünf haben eine nicht definierte Staatsbürgerschaft (gemäß Definition des EFA gleichbedeutend mit einer postsowjetischen Form der Staatenlosigkeit). Grund für die Sperren sind Spielmanipulationen in der estnischen Spitzenliga (Meistriliiga), im estnischen Pokal sowie in Länderspielen der U-21 Nationalmannschaft Estlands. Vier Spieler reichten gegen dieses Urteil Beschwerde ein, die am 12. Januar 2015 von der EFA-Berufungskommission jedoch abgewiesen wurde, die die ausgesprochenen Sperren damit bestätigte.

In Lettland verhängte die LFF-Disziplinarkommission am 24. Oktober 2014 gegen die lettischen Spieler Jevgēnijs Kosmačovs und Aleksandrs Vlasovs sowie die beiden Offiziellen Jevgēnijs Klopovs (Lettland) und Ivan Tabano (Moldawien) aufgrund von Untersuchungen wegen Spielmanipulationen provisorische Sperren für jegliche Fussballtätigkeit. Die beiden Spieler und ein Offizieller reichten gegen dieses Urteil Beschwerde ein, die am 21. November 2014 von der LFF-Berufungskommission jedoch abgewiesen wurde, die die ausgesprochenen Sperren damit bestätigte.

In Schweden sperrte die SVFF-Disziplinarkommission am 7. November 2014 den serbischen Spieler Adnan Ajrovic vom 12. September 2014 bis zum 11. September 2016 für jegliche Fussballtätigkeit. Grund war der Versuch, ein Spiel der zweiten schwedischen Spielklasse (Superettan) zu manipulieren. Der Spieler legte gegen das Urteil Beschwerde ein, die am 3. Februar 2015 vom obersten schwedischen Sportgericht (Riksidrottsnämnden) jedoch abgewiesen wurde.

In der Tschechischen Republik sperrte die FACR-Disziplinarkommission am 6. März 2014 den tschechischen Spieler David Placák wegen der Manipulation zweier Spiele der tschechischen Fussballliga 2013 für fünf Jahre (bis 6. Februar 2019) für jegliche Fussballtätigkeit.

Der Vorsitzende der FIFA-Disziplinarkommission hat die Gültigkeit der Strafen gemäß Art. 78 Abs. 1 lit. c und Art. 136 ff. des FIFA-Disziplinarreglements per 23. März 2015 weltweit ausgedehnt. Die Entscheide des Vorsitzenden wurden den maßgebenden Mitgliedsverbänden und der UEFA ordnungsgemäß mitgeteilt.

Die Medien werden gebeten, sich für weitere materielle Fragen zu den Entscheiden an den entsprechenden Mitgliedsverband zu wenden.

Die FIFA arbeitet bei der Bekämpfung von Spielmanipulationen eng mit ihren Mitgliedsverbänden und Interpol zusammen. Initiativen sind die Überwachung des Wettmarkts durch die FIFA-Tochtergesellschaft Early Warning System (EWS) sowie ein E-Schulungs-Ethiktool, eine Integritätshotline und -E-Mail-Adresse und ein vertrauliches Hinweisgebersystem.

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