Entwicklung

FIFA und WADA erörtern Zukunftsstrategie im Kampf gegen Doping

David Howman, Director General of WADA, Canada talks about anti-doping
© FIFA.com

Die FIFA und die World Anti-Doping Agency (WADA) trafen gestern im Home of FIFA in Zürich zusammen, um über neue Strategien im Kampf gegen Doping im Sport zu sprechen. Der Vorsitzende der Sportmedizinischen Kommission der FIFA, Dr. Michel D'Hooghe, und der Medizinische Leiter der FIFA, Prof. Jiri Dvorak, sowie andere FIFA-Vertreter kamen mit einer WADA-Delegation, der auch Generaldirektor David Howman angehörte, zu einer produktiven Sitzung zusammen.

Auf der Agenda der Gespräche stand vor allem der dritte Entwurf des Welt-Anti-Doping-Kodex, insbesondere die Themen Sanktionen und zuständige Teststellen, die zur Zufriedenheit beider Parteien gelöst wurden. Die WADA würdigte den Beitrag der Rechts- und Antidoping-Abteilungen der FIFA. Der Kodex wird die Besonderheiten von Mannschafts- und Einzelsportarten berücksichtigen.

Der neue Kodex muss noch bei der Welt-Anti-Doping-Konferenz genehmigt werden, die im November in Johannesburg stattfinden wird und bei der auch die FIFA vertreten sein wird. Wenn der überarbeitete Kodex vom WADA-Gründungsrat genehmigt wird, wird er am 1. Januar 2015 in Kraft treten.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Gespräche war die Korrelation der entsprechenden Antidoping-Statistiken der WADA und der FIFA. Die FIFA betonte die verbesserte Präsentation der WADA-Statistiken, während die WADA ihre Zufriedenheit mit den Zahlen der direkt von der FIFA und im Fussball im Allgemeinen durchgeführten Tests zum Ausdruck brachte. "Die Anti-Doping-Behörde würdigte auch die erstmalige Einführung des biologischen Profils beim jüngsten FIFA Konföderationen-Pokal", so Prof. Dvorak.

Beim Treffen wurde auch eine neue FIFA-Initiative vorgestellt. Die WADA begrüßte den Vorschlag einer gemeinsamen Konferenz zu diesem Thema. "Die Zeit ist reif für eine Änderung der Strategie im Kampf gegen Doping im Sport", sagte Prof. Dvorak. "Die WADA wurde hierzu eingeladen und bestätigte ihre Teilnahme." Die Konferenz wird gemeinsam von medizinischen Vertretern internationaler Mannschaftssportverbände, dem IOC und der Association of Summer Olympic International Federations (ASOIF) am 29. und 30 November 2013 im Home of FIFA in Zürich organisiert werden.

"Das Treffen war äußerst konstruktiv und machte das Bestreben der WADA und der FIFA deutlich, gemeinsam gegen Doping vorzugehen", so Dr. D'Hooghe.

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