Pressemitteilung

Fédération Internationale de Football Association

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Exekutivkomitee verabschiedet Verfahren für die Wahl der Ausrichter der FIFA Fussball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022™

FIFA President Joseph S. Blatter during a press conference at the Home of FIFA in Zurich on 29 October 2010
© Foto-net

Unter dem Vorsitz von Präsident Joseph S. Blatter verabschiedete das FIFA-Exekutivkomitee bei seiner Sitzung am 28. und 29. Oktober in Zürich das Verfahren für die Wahl der Ausrichter der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018™ und der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022™. Die Wahl erfolgt am 2. Dezember 2010 am FIFA-Sitz in Zürich. Das Verfahren ist wie folgt:

  • Zuerst erfolgt die Wahl für 2018, danach für 2022. Die Wahl ist geheim. Alle Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees, die befähigt sind zu wählen, können an beiden Abstimmungen teilnehmen.
  • Für das Recht zur Ausrichtung des Wettbewerbs muss ein Bewerber die absolute Mehrheit (50 % + 1) der Stimmen der anwesenden Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees erhalten.
  • Bei Gleichstand bei nur noch zwei verbleibenden Bewerbern hat der FIFA-Präsident den Stichentscheid.
  • In sämtlichen Wahlgängen, in denen keine absolute Mehrheit erzielt wird, scheidet jeweils der Bewerber mit der geringsten Anzahl Stimmen für den nächsten Wahlgang aus.
  • Herrscht in einem Wahlgang bei der tiefsten Anzahl Stimmen Gleichstand, wird in einem zusätzlichen Durchgang entschieden, welcher der ex aequo liegenden Bewerber ausscheidet.
  • Nach endgültiger Wahl der einzelnen Ausrichter werden die Karten mit dem Ergebnis in zwei Umschläge gesteckt. Diese werden von einem anwesenden Notar in die Messe Zürich gebracht, wo sie dem FIFA-Präsidenten zur Bekanntgabe übergeben werden.

Ferner wurde bei der Sitzung die Reihenfolge der Präsentationen der Bewerber für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022™ ausgelost. Den Auftakt macht am 1. Dezember um 14:00 Uhr MEZ Australien, gefolgt von der Republik Korea um 15:00 Uhr, Katar um 16.:0 Uhr, den USA um 17:00 Uhr und Japan um 18:00 Uhr. Am 2. Dezember folgen um 09:00 Uhr Belgien/Niederlande, um 10:00 Uhr Spanien/Portugal, um 11:00 Uhr England und Russland um 12:00 Uhr. Schauplatz sämtlicher Präsentationen, die jeweils 30 Minuten dauern, ist das Home of FIFA in Zürich. Die Präsentationen werden live auf FIFA.com und in die Messe Zürich übertragen.

Das Exekutivkomitee beschloss auf Antrag des FIFA-Präsidenten im Weiteren die Einsetzung einer "Fussball-Arbeitsgruppe 2014", der Mitglieder der Fussballkommission, der Kommission für Technik und Entwicklung, der Medizinischen Kommission und der Schiedsrichterkommission sowie weitere Fussballexperten angehören werden. Die Arbeitsgruppe soll eine tiefgehende Analyse des heutigen Fussballs vornehmen und danach Wege zur Verbesserung des Fussballs in sämtlichen Bereichen aufzeigen. Die letzte ähnliche Arbeitsgruppe wurde von der FIFA 1990 gebildet.

Das Exekutivkomitee beschloss ebenfalls, die Suspendierung des nigerianischen Fussballverbands (NFF) aufzuheben. Grund war die Bestätigung, wonach die Gerichtsverfahren gegen gewählte Mitglieder des NFF eingestellt worden waren und diese nun wieder ungestört arbeiten können.

Im Rahmen weiterer anhängiger Fälle gewährte das Exekutivkomitee dem Fussballverband von Bosnien-Herzegowina (FFBH) eine Frist bis 31. März 2011, damit dieser seine Statuten mit den FIFA-Statuten in Einklang bringen kann. Lässt der FFBH die Frist ungenutzt verstreichen, wird er automatisch suspendiert, während gleichzeitig eine FFBH-Übergangskommission eingesetzt wird.

Die Exekutive bestätigte ferner, dass der togolesische Fussballverband (FTF) bis 6. November 2010 Zeit hat, um verbandsinterne Wahlen durchzuführen. Ansonsten wird er automatisch suspendiert. Kandidaten, die nach dem 15. Oktober 2010 gemeldet wurden, sind für diese Wahlen nicht zugelassen.

Bei der Sitzung wurden zudem folgende Beschlüsse getroffen und Berichte vorgelegt:

  • Bericht zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™; die endgültigen Finanzergebnisse für diesen Wettbewerb werden nach der Sitzung des Aufsichtsrats des lokalen Organisationskomitees später in diesem Jahr vorgelegt,

  • Berichte über die FIFA U-20- und U-17-Frauen-Weltmeisterschaften in diesem Jahr sowie zu den Fussballturnieren der Mädchen und Jungen bei den Olympischen Jugendspielen 2010 in Singapur,

  • Erhöhung des Preisgelds um USD 1,2 Millionen auf USD 7,6 Millionen für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011™,

  • Lancierung des Bewerbungsverfahrens für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2015™, wobei die Mitgliedsverbände ihr Interesse bis 26. November bestätigen müssen. Die Wahl des Ausrichters erfolgt bei der Sitzung des Exekutivkomitees im März 2011,

  • Aufstockung des Teilnehmerfelds von 20 auf 24 Teams bei der FIFA Futsal-Weltmeisterschaft Thailand 2012,

  • zwingende medizinische Untersuchung aller Spieler und Schiedsrichter vor FIFA-Wettbewerben, wie sie vor der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ bereits erfolgreich durchgeführt wurde,

  • auf Beschluss des Goal-Bureaus Sonderhilfe von zusätzlich USD 2 Millionen für den Wiederaufbau der Fussballinfrastruktur in Pakistan, die bei den Überschwemmungen zerstört wurde. Insgesamt wurden 54 neue Goal-Projekte verabschiedet, womit die Zahl auf 504 Projekte in 194 Verbänden gestiegen ist. Bewilligung weiterer USD 120 Millionen für Sonderprojekte, u. a. für die Initiative "In Afrika mit Afrika gewinnen" und andere Regionalprojekte,

  • Bestätigung der Daten und des Orts des 61. FIFA-Kongresses: 31. Mai und 1. Juni 2011 in Zürich,

  • Gründung des Unternehmens FIFA Ticketing AG, das seitens der FIFA eine stärkere Kontrolle über den Ticketing-Bereich sowie eine klarere Zuweisung der Zuständigkeiten und Entscheidungsbefugnisse an das lokale Organisationskomitee und die MATCH Services AG gewährleisten soll.