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Exekutivkomitee spricht sich klar für weitere Governance-Reformen aus und verstärkt den Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung

Meeting of the FIFA Executive Committee at the Home of FIFA in Zurich on 21 March 2013
© Foto-net

Unter dem Vorsitz von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat das FIFA-Exekutivkomitee über die letzten beiden Tage am FIFA-Sitz in Zürich seine erste Sitzung des Jahres abgehalten.

Weit oben auf der Tagesordnung stand dabei der Governance-Reformprozess der FIFA. Gemäß vereinbartem Reform-Aktionsplan erörterte das FIFA-Exekutivkomitee heute die verbliebenen Governance-Reformvorschläge, die zuvor bereits von der zuständigen Arbeitsgruppe der Generalsekretäre der Konföderationen und der FIFA-Kommission für rechtliche Angelegenheiten geprüft worden waren. Das Exekutivkomitee einigte sich dabei auf die Vorschläge, die dem FIFA-Kongress am 30. und 31. Mai auf Mauritius vorgelegt werden. Die ersten Reformen waren vom FIFA-Kongress im Mai 2012 mit überwältigender Mehrheit gutgeheißen worden. Das Exekutivkomitee verabschiedete ebenfalls das FIFA-Organisationsreglement.

Ein weiterer wichtiger Schritt im laufenden FIFA-Governance-Reformprozess ist die Verabschiedung des neuen Allgemeinen Reglements für FIFA-Entwicklungsprogramme, das am 1. Juli 2013 in Kraft treten wird.

Dem Exekutivkomitee wurden zudem die Namen der Kandidaten für die Rechtsorgane (Disziplinar-, Berufungs- und Ethikkommission), die Audit- und Compliance-Kommission sowie für das weibliche Mitglied des Exekutivkomitees präsentiert, die beim 63. FIFA-Kongress gewählt werden.

Die Exekutive beschloss diesbezüglich, dem Kongress die Hinzuwahl zweier weiterer Frauen ins Exekutivkomitee vorzuschlagen, zusätzlich zum weiblichen Mitglied, das beim bevorstehenden Kongress gewählt wird.

Ebenfalls vorgelegt wurde ein Bericht von Michael J. Garcia und Hans-Joachim Eckert, den beiden Vorsitzenden der Untersuchungskammer bzw. der rechtsprechenden Kammer der Ethikkommission, über die bisherige Arbeit dieser Kommission. Unter anderem gratulierten die beiden Vorsitzenden der FIFA darin zur Qualität des geltenden FIFA-Ethikreglements sowie zur Unterstützung und Mitwirkung seitens der FIFA. Zum ISL/ISMM-Fall wurde mitgeteilt, dass der Vorsitzende der Untersuchungskammer dem Vorsitzenden der rechtsprechenden Kammer einen Bericht vorgelegt habe, den dieser derzeit prüfe.

Im Anschluss an die letzte Sitzung der Strategiekommission wurde eine FIFA-Arbeitsgruppe gegen Rassismus und Diskriminierung gebildet, die von FIFA-Vizepräsident Jeffrey Webb geleitet wird. "Rassismus und Diskriminierung haben die Gesellschaft und damit unseren Sport so fest im Griff, dass wir konkret handeln und mehr tun müssen, um den Fussball davon zu befreien. Wir müssen einerseits die Aufklärung und die Prävention verstärken und andererseits die Disziplinarstrafen verschärfen", betonte der FIFA-Präsident. 

Hinsichtlich der FIFA-Finanzen genehmigte das Exekutivkomitee den Finanzbericht 2012 mit einem Jahresergebnis von USD 89 Millionen (Ertrag von USD 1166 Millionen, Aufwand von USD 1077 Millionen). 69 % der Ausgaben flossen in Wettbewerbe und Fussballentwicklungsprojekte der FIFA.

Das Jahresergebnis entspricht dem Beschluss der FIFA, ihre Reserven moderat zu erhöhen und laufend mehr in ihre Kernaufgaben, insbesondere Fussballförderungsprogramme, zu investieren.

Das Exekutivkomitee billigte ebenfalls das FIFA-Aufwandbudget 2014 in Höhe von USD 1412 Millionen.

Auf Antrag des jordanischen Fussballverbands bewilligte das Exekutivkomitee eine Spende von USD 200.000 zum Kauf von Fussballausrüstung und Spielkleidung für syrische Flüchtlinge, darunter viele Kinder, die in einem Flüchtlingslager an der Grenze zwischen Syrien und Jordanien leben.

Domenico Scala, Vorsitzender der Audit- und Compliance-Kommission, legte einen Bericht über die Tätigkeit seiner Kommission vor, die im letzten Jahr im Rahmen des FIFA-Governance-Reformprozesses die alte Auditkommission ersetzte und mit erweiterten Zuständigkeiten ausgestattet wurde.

Berichte wurden auch zu den bevorstehenden FIFA-Wettbewerben vorgelegt. Zudem wurden folgende Beschlüsse gefasst:
- FIFA Konföderationen-Pokal Brasilien 2013: Die Exekutive nahm mit großer Zufriedenheit zur Kenntnis, dass das Turnier enormen Anklang findet. Schon 65 % der Tickets wurden verkauft. Das Unternehmen, das das Torlinientechnologie-System für dieses Turnier liefern wird, wird am 2. April 2013 bestimmt.

  • FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™: Zwei Spiele der Gruppe F der Afrika-Qualifikation werden vorgezogen (5. und 12. Juni statt 7. und 14. Juni 2013), damit Nigeria rechtzeitig zum FIFA Konföderationen-Pokal nach Brasilien reisen kann. Weitere Informationen zur Sitzung der Organisationskommission für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ in dieser Woche finden Sie in der rechten Spalte.

  • FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™: Die Vorrundenauslosung findet am 24. oder 25. Juli 2015 in Sankt Petersburg statt.

  • FIFA Klub-Weltmeisterschaft Marokko 2013: Der Spielplan wurde genehmigt.

  • FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft 2014: Aufgrund der neuen Garantien, die die staatlichen Behörden Costa Ricas vorgelegt haben, und des CONCACAF-Berichts hat das Exekutivkomitee Costa Rica wieder zum Ausrichter dieses Turniers bestimmt.

  • FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Kanada 2015™: Der Spielplan der Endrunde, die erstmals mit 24 Teams ausgetragen wird, wurde provisorisch genehmigt.

  • FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft Tahiti 2013: Der Spielplan wurde genehmigt.

Zu den Fällen von FIFA-Mitgliedsverbändenwurden folgende Beschlüsse gefasst:
- Antigua und Barbuda (ABFA): Die Frist zur Durchführung von Wahlen wird bis 15. Mai 2013 verlängert.

  • Gambia (GFA): Das Mandat des GFA-Normalisierungskomitees wird bis 30. Juni 2013 verlängert.

  • Guatemala (FNFG): Die Exekutive versicherte dem FNFG einstimmig seine Unterstützung hinsichtlich seines Disziplinarentscheids im Fall von Spielmanipulationen, der vor einem lokalen Gericht bestritten wurde (weitere Informationen finden Sie in der rechten Spalte). Die FIFA wird den Fall genau überwachen, damit die vom FNFG verhängten Strafen ordnungsgemäß vollstreckt werden.

  • Indonesien (PSSI): Die Exekutive begrüßt es, dass ein ordnungsgemäß einberufener PSSI-Kongress am 17. März 2013 die Vorgaben der FIFA erfüllt hat. Zum jetzigen Zeitpunkt sind deshalb keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Die Lage wird aber weiter genau überwacht.

Weitere Punkte:
- Der internationale Spielkalender 2014-2018 wurde verabschiedet.

  • Irak: Das Exekutivkomitee gab einem Antrag des irakischen Fussballverbands statt, womit dieser zu Hause wieder internationale Freundschaftsspiele austragen darf.

  • Der FIFA Ballon d’Or 2013 findet am 13. Januar 2014 in Zürich statt.

Die nächste Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees findet am Dienstag, 28. Mai 2013, auf Mauritius statt.

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