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Erste Vorschläge der FIFA Task Force Football 2014

FIFA President Joseph S. Blatter (2ndL) plays with a ball next to Brazil's former team captain Cafu
© AFP

Die FIFA Task Force Football 2014 trat heute (10. Mai 2011) unter der Leitung des ehemaligen sambischen Nationalspielers Kalusha Bwalya (amtierender Vorsitzender) am FIFA-Sitz zur ersten Sitzung zusammen. Die Arbeitsgruppe, der renommierte Experten aus der Welt des Fussballs angehören, formulierte dabei bereits erste konkrete Vorschläge. In seiner Eröffnungsrede erinnerte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter an die letzte nach der WM 1990 gebildete Arbeitsgruppe und betonte, dass es wieder an der Zeit sei, den Fussball zu analysieren und mögliche Zukunftsstrategien zu erörtern. Die Arbeitsgruppe soll beim FIFA-Kongress 2012 konkrete Lösungen präsentieren und vorschlagen.

Ich bin auf den Einsatz der Mitglieder dieser Gruppe sehr stolz und überzeugt, dass wir in dieser Besetzung die Attraktivität des Fussballs bewahren und gar noch steigern können.

"Aus gesundheitlichen Gründen kann Franz Beckenbauer leider nicht an der heutigen Sitzung teilnehmen", bedauerte Blatter. "Aber wir haben diese Sitzung gemeinsam sorgfältig vorbereitet. Ich wünsche ihm rasche Besserung. Ich bin auf den Einsatz der Mitglieder dieser Gruppe sehr stolz und überzeugt, dass wir in dieser Besetzung die Attraktivität des Fussballs bewahren und gar noch steigern können, dies besonders mit Blick auf die sich ändernden Ansprüche der Fans, und gleichzeitig die Integrität und Kernwerte des Fussballs erhalten können."

Die FIFA Task Force Football 2014 ist ein immens wichtiges Projekt.

Der Vorsitzende Franz Beckenbauer wandte sich in einer Botschaft an seine Kollegen: "Ich bedaure sehr, dass ich an der heutigen Sitzung nicht teilnehmen kann. Die FIFA Task Force Football 2014 ist ein immens wichtiges Projekt. Die Einberufung dieser Arbeitsgruppe, die die Weichen für die Zukunft des Fussballs stellt, ist eine hervorragende Idee des FIFA-Präsidenten."

"Die Arbeit an diesem Projekt ist mir eine echte Herzensangelegenheit, und ich habe mich sehr auf die heutige Sitzung gefreut, vor allem darauf, meine Kollegen und Experten aus dem Fussballkreis wieder zu treffen. Wir haben in den vergangenen Wochen bereits alles detailliert vorbereitet. Nun gilt es, wichtige Fragen zu beantworten. Ich bin sicher, dass mich meine Kollegen heute würdig vertreten und wir heute den Grundstein für unsere weitere Zusammenarbeit legen können."

Die ersten konkreten Vorschläge der FIFA Task Force Football 2014 lauten:

·      Zulassung einer vierten Auswechslung in der Verlängerung, insbesondere bei Jugendwettbewerben

·      Diskussion der Auslegung von Regel 11 – Abseits hinsichtlich der Beeinflussung eines Gegners, besonders ohne körperliche Beeinflussung

·      Dreifachbestrafung nur bei schweren Fouls sowie bei Vereitelung einer gegnerischen Torchance durch ein absichtliches Handspiel, d. h. Strafstoß, Feldverweis und Spielsperre. Antrag an den IFAB auf Strafminderung bei einfachen Fouls und Halten eines Spielers im Strafraum: Strafstoß und lediglich Verwarnung

·      Professionalisierung des Schiedsrichterwesens. Massimo Busacca berichtete über seine Erfahrungen als FIFA-Schiedsrichter, die nun als Grundlage für konkrete Lösungen dienen sollen. Ziel ist, das Niveau der Schiedsrichterleistungen zu steigern und die Unterstützung der Schiedsrichter für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™ zu optimieren.  

·      Wettbewerbsbestimmungen: Diskussion einer einheitlichen Klassierung bei allen interkontinentalen Wettbewerben, einschließlich der Verfahren zur Bestimmung des Siegers eines Spiels. Dieser Punkt wurde schließlich auf die nächste Sitzung vertagt.

·      Jugendwettbewerbe: keine Verlängerung bei FIFA-Wettbewerben in der Altersklasse U-17 und darunter (Männer und Frauen), sondern direkt Elfmeterschießen bei unentschiedenem Spielstand nach 90 Minuten

·      Frauenfussball: Die Arbeitsgruppe soll Vorschläge vorbringen, wie die Zahl der Trainerinnen und Schiedsrichterinnen erhöht werden kann.

Der Vorsitzende Franz Beckenbauer wird beim 61. FIFA-Kongress am 1. Juni in Zürich über die Vorschläge informieren. Weitere Informationen zur Arbeitsgruppe und Stellungnahmen der Mitglieder sind auf FIFA.com zu finden.

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