Niederlande

Erfolgreiche Tests der FIFA VAR-Technologie im KNVB-Trainingszentrum in den Niederlanden

A VAR test room at the KNVB campus
© Others
  • Im Trainingszentrum des niederländischen Fussballverbands KNVB fand diese Woche eine Testveranstaltung für VAR-Technologie statt
  • Es war die zweite der geplanten Testveranstaltungen gemäß der Roadmap für 2022, die seitens der kürzlich von der FIFA ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe für Innovationen organisiert wurde
  • Ein Schwerpunkt war der Austausch zwischen den Organisatoren und den Lieferanten der VAR-Technologie, mit besonderem Blick auf vereinfachte VAR-"Light"-Systeme

Das Trainingszentrum des KNVB war Gastgeber einer zweitägigen Testveranstaltung für VAR-Technologie unter der Leitung der FIFA und ihren neuen Arbeitsgruppe für Innovation. In Übereinstimmung mit der kürzlich veröffentlichten Vision von FIFA-Präsident Gianni Infantino wurden verschiedene Themen der Roadmap für 2022 vorgestellt und diskutiert, darunter auch erschwinglichere VAR-Systeme.

"Diese Testveranstaltungen stellen eine perfekte Gelegenheit zum Austausch mit der Industrie dar, damit die VAR-Technologie erschwinglicher wird und auf allen fussballerischen Ebenen eingesetzt werden kann", so Johannes Holzmüller, Leiter der FIFA-Abteilung Fussballtechnologie und Innovationen.

Die Teilnehmer konzentrierten sich auf die folgenden drei Punkte in Bezug auf die VAR-Technologie:

  • Erschwinglichere VAR-Systeme, damit auch Wettbewerbe mit beschränktem Budget in mehr Ländern Zugang zur VAR-Technologie bekommen und sie einsetzen können;
  • Technologische Anforderungen an einen globalen Standard der VAR-Technologie;
  • Neue Ideen und Vorschläge seitens der Industrie zur weiteren Verbesserung der VAR-Technologie

Der Test folgte auf die Einrichtung der Arbeitsgruppe Anfang Februar im Home of FIFA in Zürich, wobei Vertreter von 13 Wettbewerbsorganisatoren sowie des International Football Association Board (IFAB) anwesend waren.

Die Veranstaltung in Zeist folgte auf den ersten FIFA VAR-Technologietest, der während der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2019™ im Dezember in Katar durchgeführt wurde. Dort waren während der Spiele des gesamten Turniers auch Offline-Tests erfolgt.

Besonderer Schwerpunkt auf VAR-"Light"-Systemen

Die Veranstaltung endete mit einer Sitzung der Arbeitsgruppe, bei der die an den beiden Tagen vorgestellten technologischen Ansätze und Ideen abschließend diskutiert und bewertet wurden.

"Wir sind mit den Ergebnissen der in Zeist geleisteten Arbeit sehr zufrieden und sehen den bereits geplanten kommenden Tests sehr zuversichtlich entgegen", so Holzmüller.

"Einer der nächsten Schritte der Arbeitsgruppe ist in den kommenden Wochen die Diskussion über die mögliche Entwicklung von vereinfachten VAR-"Light"-Systemen in enger Abstimmung mit der Industrie", führte er weiter aus. "Wir werden uns auf die Weiterentwicklung zur Bereitstellung zusätzlicher und noch präziserer Informationen zur Unterstützung des Entscheidungsprozesses konzentrieren. Die VAR-Überprüfungen sollen so effizient wie möglich werden. Das Endziel besteht darin die VAR-Technologie auf allen Ebenen erschwinglicher zu machen. Die Technologie entwickelt sich stetig weiter und wir wollen nicht einfach nur am Rande stehen und zusehen – im Gegenteil."

Die FIFA arbeitet eng mit allen relevanten Interessengruppen zusammen, nämlich Konföderationen, Mitgliedsverbände und Organisatoren von Wettbewerben. Ziel ist eine kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsweise des VAR-Systems, bei dessen Entwicklung der KNVB eine Pionierrolle spielte.

"Dies fügt sich nahtlos in unsere internationale Strategie ein", so KNVB-Generalsekretär Gijs de Jong. "Wir wollen bei dieser Technologie weiter an vorderster Front stehen und dieses Programm ermöglicht genau das."

In den kommenden Monaten wird die FIFA eine Reihe von Testveranstaltungen rund um die Welt organisieren, die im Vorfeld der anstehenden großen Wettbewerbe zur weiteren Optimierung der technischen Funktionsweise des VAR-Systems beitragen sollen.

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