FIFA-Präsident

Der Fussball muss Einigkeit und Solidarität zeigen

FIFA-Präsident Gianni Infantino ruft den Fussball dazu auf, im Kampf gegen das Coronavirus Einigkeit und Solidarität zu zeigen. Er äußerte sich am Hauptsitz der Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf. Gemeinsam mit der WHO hat die FIFA eine Aufklärungskampagne mit weltbekannten Gesichtern aus der Welt des Fussballs gestartet.

"Wir erleben schwierige Tage und eine sehr schwere Zeit. Wir haben einen großen Gegner, nämlich das Coronavirus und COVID-19", sagte der FIFA-Präsident nach seiner Teilnahme an einer Videokonferenz mit Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, dem Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO. "In diesen Zeiten muss der Fussball Einigkeit und Solidarität zeigen. Wir müssen zeigen, dass wir alle zusammen handeln und ein Team sind."

Infantino betonte, dass die Welt das Coronavirus als globale Gefahr sieht und dass die Gesundheit stets an erster Stelle stehen muss. "Dies ist ein globales Problem und globale Probleme verlangen globale Lösungen, genau so wie außergewöhnliche Situationen außergewöhnliche Maßnahmen verlangen", so der FIFA-Präsident.

"Wir alle müssen am gleichen Strang ziehen. Wir müssen zusammenarbeiten. Wir müssen das Coronavirus bekämpfen. Das ist die allererste Priorität und jeder muss begreifen, wie ernst dies ist. Der Fussball kommt erst an zweiter Stelle. Zuerst müssen wir die Herausforderung gegen das Coronavirus gewinnen. Erst dann können wir uns um die Belange des Fussballs kümmern."

In der aktuellen gemeinsamen Videokampagne von WHO und FIFA mit dem Titel "Pass the message to kick out Coronavirus" wiederholen 28 internationale Fussballstars eindringlich die Botschaft, dass alle Menschen auf der ganzen Welt fünf Schlüsselschritte befolgen müssen, um die weitere Ausbreitung der Krankheit zu stoppen. Es sind häufiges Händewaschen, Husten in die Armbeuge, Vermeiden von Berührungen im Gesicht, Einhalten körperlicher Distanz und zu Hause bleiben, wenn man sich unwohl fühlt.

Was die Zukunft des Fussballs angeht kündigte der Präsident jede mögliche Unterstützung zur Bewältigung der aktuellen Umstände an. "Wir müssen uns um die Fussballbelange und um die Zukunft des Fussballs kümmern und die Schäden für den Fussball ermitteln, doch das hat jetzt keine Priorität", fügte er hinzu. "Wir werden dies zu gegebener Zeit tun und dann gestärkt zurückkommen. Wir werden mit neuen Ideen, neuen Formaten und allem zurückkommen, was der Fussball braucht. Doch jetzt ist erst einmal die Zeit, gegen das Coronavirus zu kämpfen, alle zusammen als Team."

Die gemeinsame Videokampagne wird auf den digitalen Kanälen der Spieler und der FIFA veröffentlicht. Sie wird in Form lokalisierter Dateien den 211 Mitgliedsverbänden der FIFA und Medienagenturen zur Verfügung gestellt, zusammen mit einem Grafik-Toolkit zur Nutzung in den Sozialen Medien, um die Botschaften so effizient wie möglich zu verbreiten.

Die FIFA hat zudem USD 10 Mio. für den COVID-19-Solidaritätsfonds der WHO bereitgestellt.

Weitere Informationen: @WHO. Außerdem sollte man sich laufend online informieren.

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