Pressemitteilung

Fédération Internationale de Football Association

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FIFA Transfer System

Bericht des Europarats: erhebliche Verbesserung des Fussballs dank FIFA-Reform des Transfersystems

Footballler silhouette
© imago images

Der Europarat hat auf der Grundlage seiner Gruppe der Staaten gegen Korruption (GRECO) die laufende Arbeit der FIFA zur Reform des Transfersystems gewürdigt und erklärt, dass die FIFA-Abrechnungsstelle, die bald ihren Betrieb aufnehmen wird, hinsichtlich Umfang, Transparenz und Integrität des Transfersystems für Fussballer weltweit ein Meilenstein sein werde.

Gemäss dem Analyse- und Empfehlungsbericht zur FIFA-Reform des Transfersystems (nur auf Englisch verfügbar), der von Drago Kos, dem Präsidenten der OECD-Arbeitsgruppe gegen Bestechung im internationalen Geschäftsverkehr und ehemaligen GRECO-Präsidenten, erarbeitet wurde, könnte die Vereinfachung der Methoden zur Berechnung von Ausbildungsvergütungen und deren Kanalisierung über die FIFA-Abrechnungsstelle die Ertragslage von Klubs auf den unteren Stufen erheblich verbessern.

FIFA Council approves further transfer system reforms

Siehe auch

FIFA Council approves further transfer system reforms

Laut dem Bericht ist das FIFA-Fussballvermittlerreglement, das im Juli 2022 in Kraft treten soll, zudem ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, indem die Funktion von Vermittlern besser auf die Funktionen anderer Akteure im Fussball (Klubs, Spieler etc.) sowie die Ziele des Transfersystems abgestimmt werde.

Zu den geplanten Reformen betreffend Leihgaben von Spielern hält der Bericht fest, dass das neue Reglement entsprechende Missbräuche verhindern und die Karriere junger Spieler sowie die Integrität von Wettbewerben schützen solle. Die masslose Leihgabe von Spielern habe die Wettbewerbsfähigkeit von Klubs verzerrt, den offenen Ausgang von Sportwettbewerben beeinflusst und die Entwicklung von Spielern gebremst.

Der Bericht des Europarats, der sich noch mit weiteren wichtigen Punkten der FIFA-Reform des Transfersystems wie dem Transfer Minderjähriger, der Grösse von Spielerkadern, einheimischen Spielern und Transferfenstern befasst, kommt zum Schluss, dass die FIFA mit der Überprüfung und Weiterentwicklung des weltweiten Fussballtransfersystems zweifelsfrei einen erheblichen Beitrag zur Verbesserung der allgemeinen Kultur im Weltfussball leiste.

Bei der Prüfung vieler Aspekte des Fussballtransfersystems präsentiert der Bericht auch 20 zusätzliche Vorschläge hinsichtlich der Verbesserung des Betriebs und des Datenmanagements der Abrechnungsstelle, der bereits verschärften Compliance-Standards für Klubs, der Bestimmungen zu Interessenkonflikten im Entwurf des FIFA-Fussballvermittlerreglements sowie des Schutzes ausländischer minderjähriger Spieler bei Transfers.

Seit 2017 hat die FIFA getreu der Vision 2020–2023: ein wirklich globaler Fussball von FIFA-Präsident Gianni Infantino bereits viel unternommen, um das Transfersystem fairer und transparenter zu gestalten. Jüngst hat der FIFA-Rat ein drittes Reformpaket verabschiedet. Ein Überblick über die wichtigsten Erfolge bei der Reform des Transfersystems ist hier zu finden.

Über die GRECO:

Die Gruppe der Staaten gegen Korruption (GRECO) wurde 1999 vom Europarat gegründet, um die staatliche Einhaltung der Standards zur Korruptionsbekämpfung der Organisation zu kontrollieren.

Die GRECO soll ihren Mitgliedern dabei helfen, Korruption besser zu bekämpfen, indem sie deren Einhaltung der Standards des Europarats gegen Korruption in einem dynamischen Prozess gegenseitiger Prüfung und mittels Gruppendruck kontrolliert. Sie zeigt dabei Schwachstellen bei der nationalen Korruptionsbekämpfung auf und schlägt die nötigen gesetzgeberischen, institutionellen und praktischen Reformen vor. Die GRECO bietet zudem eine Plattform für den Austausch von Standards bei der Prävention und Erkennung von Korruption.

Mitglied bei der GRECO, die auf einem erweiterten Teilabkommen des Europarats gründet, können auch Staaten werden, die nicht dem Europarat angehören. Jeder Staat, der an der Ausarbeitung des erweiterten Teilabkommens beteiligt war, kann Mitglied werden, indem er den Generalsekretär des Europarats benachrichtigt. Alle Staaten, die das Strafrechtsübereinkommen über Korruption des Europarates ratifiziert haben, werden zudem automatisch Teil der GRECO und von deren Prüfungsverfahren. Die GRECO zählt derzeit 50 Mitglieder (48 europäische Staaten, Kasachstan und die USA).

Weitere Einzelheiten zur GRECO sind hier zu finden.