FIFA-Präsident Gianni Infantino

The new FIFA President Gianni Infantino poses for a portrait
© Getty Images

Vollständiger Name: Giovanni Vincenzo Infantino
Geburtsort: Brig, Schweiz
Nationalität: Schweiz und Italien
Geburtsdatum: 23. März 1970
Familienstand: verheiratet mit Lina Al Achkar Infantino, vier Kinder (Alessia, Sabrina, Shanïa Serena und Dhalia Nora)
Ausbildung: Universität Freiburg
Muttersprachen: Italienisch, Französisch, Deutsch
Fremdsprachen: Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Arabisch

Biographie

Von 2009 bis zu seiner Wahl zum FIFA-Präsidenten war Gianni Infantino Generalsekretär der UEFA. An der Spitze des Verwaltungsapparats der UEFA leistete er einen Beitrag zur Stärkung des europäischen Fussballs auf Vereins- und Länderspielebene und förderte durch Initiativen wie „Financial Fair Play“ die Schaffung eines demokratischen und nachhaltigen Umfelds für den europäischen Fussball.

Seit seiner Wahl zum FIFA-Präsidenten beim außerordentlichen FIFA-Kongress am 26. Februar 2016 hat sich Gianni Infantino darauf konzentriert, die FIFA als glaubwürdige, vertrauenswürdige, moderne, professionelle und verantwortungsvolle Organisation zu etablieren. Dieses Ziel hat er in Zusammenarbeit mit dem FIFA-Rat, den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden und einer Administration mit mehr als 800 Mitarbeitern erreicht, indem weitreichenden Reformen umgesetzt wurden, etwa die Schaffung von integrierten Good-Governance- und Compliance-Funktionen sowie zahlreiche Initiativen, allen voran das FIFA-Forward-Programm. Dieses ehrgeizige und optimierte Programm zur Fussballförderung setzt nicht zuletzt bei den Rechenschaftspflichten neue Maßstäbe und ist in dieser Form ein Novum in der Geschichte der FIFA. So haben die FIFA-Mitgliedsverbände im Vergleich zum Jahr 2015 teilweise Anspruch auf fünfmal höhere Beiträge.

Mit dem erfolgreichen Reformprozess hat die „neue“ FIFA ihren Horizont erweitert und übernimmt nun eine aktivere Rolle als verantwortungsbewusstes Mitglied der globalen Gesellschaft. Die FIFA nutzt die einzigartige Kraft des Fussballs, um die Gesellschaft zum Positiven zu verändern – sei es durch die Förderung von Bildung und Lebenskompetenzen von Kindern im Rahmen des Programms „Football for Schools“, den Schutz von Minderjährigen und schwächeren Mitgliedern der Fussballgemeinschaft im Rahmen der Initiative „FIFA Guardians“ oder durch die Partnerschaft mit internationalen Organisationen, einschließlich mehrerer Organe der Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union, der ASEAN und des Europarats.

Langfristig hat Gianni Infantino für die FIFA die Vision eines wirklich globalen Fussballs, indem das spielerische und organisatorische Niveau auf allen Kontinenten angeglichen wird und bei den prestigeträchtigsten Fussballturnieren der Welt – FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ und FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ – mehr Teams mitmachen können.

Berufliche Tätigkeit – Wichtige Stationen

  • Vor dem Wechsel zur UEFA war Infantino Generalsekretär des Internationalen Zentrums für Sportwissenschaften (CIES) an der Universität von Neuenburg. Zuvor war er als Berater für eine Vielzahl von Fussballorganisationen in Italien, Spanien und der Schweiz tätig.
  • Ernennung zum Direktor der UEFA-Division Rechtsdienst und Klublizenzierung im Januar 2004 – federführend bei den Bestrebungen der UEFA zur Förderung enger Kontakte mit der Europäischen Union, dem Europarat und Regierungsstellen
  • Ernennung zum stellvertretenden Generalsekretär und 2009 zum Generalsekretär der UEFA
  • Ernennung zum Mitglied der FIFA-Reformkommission im August 2015
  • Wahl ins Internationale Olympische Komitee (IOC) bei der 135. Session des IOC im Januar 2020

FIFA-Präsidentschaft