FIFA U-20-Weltmeisterschaft Polen 2019

FIFA U-20-Weltmeisterschaft Polen 2019

23 Mai - 15 Juni

FIFA U-20 WM 2019

Ukraine, Ecuador und Senegal weiter

Amadou Sagna of Senegal celebrates scoring the opening goal 
© Getty Images
  • Ukraine schlägt Panama
  • Ecuador gewinnt Südamerika-Derby
  • Senegal wirft Nigeria auf dem Rennen

TAGESRÜCKBLICK – Die Liste der Teilnehmer am Viertelfinale ist seit diesem Montag, 3. Juni, um drei Namen länger. Die Ukraine, Ecuador und Senegal sind bei der U-20-WM in Polen in die Runde der letzten Acht eingezogen.

Panama war die große Überraschung der Vorrunde. Doch im Achtelfinale machte die Ukraine kurzen Prozess mit den Mittelamerikanern. Diese suchten ihr Heil in der Defensive, aber diese Taktik war nach drei Gegentoren vor der Pause bereits über den Haufen geworfen. Nach Wiederanpfiff konnte Panama den Schalter nicht mehr umlegen. Der Erfolg der Ukraine war letztlich nie gefährdet. Die Mannschaft beeindruckte auch diesmal wieder mit Geschlossenheit und gutem Zusammenspiel. Die Osteuropäer treffen in der nächsten Runde auf Kolumbien.

In den beiden anderen Achtelfinalbegegnungen des Tages standen sich Mannschaften gegenüber, die sich bestens kennen. Ecuador, dem nur knapp der Einzug in die Runde der letzten 16 gelungen war, behielt in einem zerfahrenen und verbissen geführten Spiel die Oberhand gegen Uruguay. Torgefahr ging dabei fast ausschließlich von Standardsituationen aus. Ecuador wurde seiner Favoritenrolle als Südamerika-Meister gerecht, weil es bei ruhenden Bällen unglaublich effektiv war. Die Tricolor trifft nun im Viertelfinale auf den Sieger der Partie Frankreich – USA.

Das zweite Derby des Abends war das intensiv geführte Duell Senegal gegen Nigeria. Hier musste Nigeria bitterlich für einen Fehler in der ersten Hälfte bezahlen, der in einem Gegentor resultierte. Dem Rückstand lief die Mannschaft in der Folge vergeblich hinterher. Im Viertelfinale trifft Senegal auf den Gewinner des Nachbarschaftsduells zwischen Japan und der Republik Korea.

Ergebnisse

Uruguay – Ecuador 1:3
Ukraine – Panama 4:1
Senegal – Nigeria 2:1

Denkwürdige Momente

Elfmeterfluch besiegt: In der Gruppenphase von Polen 2019 zählten Elfmeter wahrlich nicht zur Lieblingsdisziplin von Ecuador. Jordan Rezabala vergab seinen Strafstoß gegen Japan ebenso wie Leonardo Campana gegen Italien. Pech für Uruguay, dass es Alexander Alvarado und Gonzalo Plata heute besser machten.

Torlos, aber wertvoll: Anlässlich des Spiels gegen Mexiko berichteten wir bereits über die Familie des Ecuadorianers Leonardo Campana. Die zwölf Mitglieder des Clans waren auch am Montag in Lublin wieder zugegen. Sie sahen ein gutes Spiel des besten Torschützen der Südamerika-Qualifikation, der selbst zwar wieder nicht traf, dafür aber als Ballverteiler und Vorbereiter glänzte.

Fernduell: Der Norweger Erling Håland dürfte mit seinen neun Toren uneinholbar sein, aber dahinter liefern sich Danylo Sikan und Amadou Sagna ein packendes Duell um den Silbernen Schuh von adidas. Der Ukrainer schnürte am Montag einen Doppelpack und schraubte sein Torkonto damit auf drei Treffer hoch. Damit zog er mit dem Senegalesen Amadou Sagna gleich, der mit drei Toren einen Traumeinstand ins Turnier gefeiert hatte. Mit seinem Führungstreffer gegen Nigeria übernahm der Afrikaner jedoch wieder die Führung im Fernduell.

Zitate

"Die Mannschaft spielt mit viel Herz und brillanter Technik. Nur eines von beidem wäre nicht genug, aber in der Kombination macht es die Mannschaft stark. Das macht Ecuador aus."
Jorge Celico (Trainer, Ecuador)

"Unsere Mannschaft ist auch ohne echten Star absolut konkurrenzfähig. Wir werden vor dem Viertelfinale nichts an der Vorbereitung ändern. Neuseeland hat mich sehr beeindruckt, aber Kolumbien hat trotzdem gewonnen. Das sagt alles über die Qualitäten unseres nächsten Gegners."
Oleksandr Petrakov (Trainer, Ukraine)

Siehe auch

K.-o.-Runde

So geht es weiter (Alle Anstoßzeiten in Ortszeit)

Dienstag, 4. Juni
Japan – Korea Republik (Lublin, 17.30 Uhr)
Frankreich – USA (Bydgoszcz, 17.30 Uhr)
Argentinien – Mali (Bielsko-Biala, 20.30 Uhr)

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