FIFA U-20-Weltmeisterschaft Kolumbien 2011

FIFA U-20-Weltmeisterschaft Kolumbien 2011

29 Juli - 20 August

FIFA U-20 Weltmeisterschaft 2011

Lara: "Brauchen die Unterstützung aller"

Colombia head coach Lara Eduardo watches the action
© Getty Images

Man könnte glauben, dass das Heimrecht bei einer FIFA U-20-Weltmeisterschaft so etwas wie eine Erfolgsgarantie ist. Weit gefehlt! Der Blick auf die bisherigen Turniere verrät uns nämlich, dass es lediglich Portugal und Argentinien gelungen ist, im eigenen Land Weltmeister zu werden.

Doch die Fans der Kolumbianer sind dennoch voller Hoffnung. Die Statistik könnte ja doch für sie sprechen. Immerhin haben die Portugiesen 1991 den Titel geholt, die Argentinier 2001, warum nicht sie 2011? Darüber hinaus leistet der erfahrene Eduardo Lara, der für den Nachwuchs in Kolumbien verantwortlich ist, wirklich gute Arbeit.

Mit seinen 51 Jahren arbeitet der Stratege seit mittlerweile fast einem Jahrzehnt für den kolumbianischen Fussballverband. Dabei hat er die Auswahlmannschaften des Landes unter anderem bei der FIFA U-17-WM 2003 in Finnland, der FIFA U-20-WM 2005 in den Niederlanden und die Nationalelf in der Qualifikation für Südafrika 2010 betreut. "Ich habe schon viele Erfahrungen sammeln können und einiges erlebt. Inzwischen bin ich reifer und ruhiger geworden und habe natürlich noch mehr Autorität bei den Spielern", erklärt er ganz entspannt gegenüber FIFA.com.

Für jeden Trainer auf der Welt wäre die Teilnahme an einem Turnier in einem Land mit einer derartigen Fusssballtradition ein äußert schwieriges Unterfangen. Nicht jedoch für Lara, der sich ganz klare Ziele gesetzt hat: "Wir möchten natürlich das Finale erreichen, haben aber vor allen Teams hier Respekt. Ich glaube, dass alle Trainer, die nach Kolumbien gefahren sind, den gleichen Traum haben. Wir müssen in diesem Turnier Schritt für Schritt vorgehen und dürfen uns nicht aus der Ruhe bringen lassen."

"Wir brauchen die Unterstützung aller"Die kolumbianische Auswahl spielt zum Auftakt am Samstag gegen keinen Geringeren als Frankreich, den frisch gebackenen Europameister, der sich ebenfalls den Titelgewinn als Ziel gesetzt hat. Die Erwartungen im ganzen Land sind zuletzt stündlich gewachsen und so dürfte das Stadion in Bogotá ausverkauft sein. Wird das die Mannschaft zusätzlich beflügeln? Lara gibt eine vorsichtige Antwort: "Natürlich ist es wichtig, zu Hause zu spielen. Aber man sollte sich darüber im Klaren sein, dass das Heimrecht nicht automatisch mit dem Titelgewinn gleichzusetzen ist."

"Wir müssen Charakter zeigen, Spielfreude und Mut, wenn wir in diesem Turnier weit kommen möchten. Aber wir brauchen auch jede Unterstützung, die der Medien, des Verbandes und natürlich auch der Fans. All das muss zusammenwirken, damit wir unser großes Ziel erreichen", merkt der Trainer an, der es in wenigen Monaten geschafft hat, die Enttäuschung über das Abschneiden der Auswahl bei der Südamerikameisterschaft vergessen zu machen, nachdem man das bedeutende Tournoi d'Espérance in Toulon gewonnen hatte.

Ein Teil dieses Wandels ist auch auf einige neue, aber erfahrene Spieler im Team zurückzuführen. Etwa James Rodríguez, der neue Spielführer, der beim FC Porto in Portugal unter Vertrag steht. "James ist ein ganz wichtiger Spieler für uns. Er hat in seiner Zeit in Argentinien und Portugal viel gelernt. Er ist technisch stark und ein Siegertyp, den ich schon von klein auf kenne. Er wird sehr wichtig für uns sein, ist aber nicht der Einzige", versichert Lara, der auch auf andere wichtige Spieler wie Luis Muriel und Jeison Morilla zählt. Darüber hinaus stehen noch einige Spieler der FIFA U-17-WM 2009 in Nigeria im Team.

Es sind zweifellos genau die Spieler, die man braucht, um die Charakterprüfungen vor den zahlreichen und erwartungsfrohen Fans zu bestehen. Lara möchte am Ende noch eine letzte wichtige Botschaft an seine Landsleute loswerden: "Sie müssen an diese Mannschaft glauben und ihr positive Energie vermitteln. Alle können beruhigt sein, denn das Team wird alles geben, um das große Ziel zu erreichen. Dafür müssen wir alle zusammenhalten."

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