FIFA U-20-Weltmeisterschaft Türkei 2013

FIFA U-20-Weltmeisterschaft Türkei 2013

21 Juni - 13 Juli

FIFA U-20 Weltmeisterschaft 2013

Große Ehre für Kapitän Pogba

ISTANBUL, TURKEY - JULY 13:  Paul Pogba of France wins the adidas Golden Ball award, Nicolas Lopez of Uruguay wins the adidas Silver Ball award and Clifford Aboagye of Ghana wins the adidas Bronze Ball award during the FIFA World Cup Final between France
© Getty Images

Frankreich hat die FIFA U-20-WM 2013 in der Türkei mit einem dramatischen Finalsieg gegen Uruguay im Elfmeterschießen für sich entschieden und durfte die wertvollste Trophäe im Juniorenfussball in den Nachthimmel von Istanbul stemmen. Mittelfeldstratege Paul Pogba führte die "Bleuets" mit herausragenden Leistungen und großen Führungsqualitäten auf den Gipfel und gewann verdientermaßen zugleich den Goldenen Ball von adidas als bester Spieler des Turniers. Derweil erhielt der Ghaner Ebenezer Assifuah als bester Torschütze den Goldenen Schuh von adidas. FIFA.com präsentiert Ihnen alle Preisträger.

Goldener Ball von adidas: Paul Pogba (France)
Der Kapitän der "Bleuets" sorgte bereits mit seiner puren Anwesenheit für großen Respekt bei jedem Gegner. Pogbas beeindruckende Statur und seine außergewöhnliche Zweikampfstarke, aber auch seine Laufbereitschaft und seine Fähigkeit, das Spiel zu lesen und das Tempo zu bestimmen, machten ihn zum unumstrittenen Denker und Lenker auf dem Platz. Zudem überzeugte der 20-jährige Mittelfeldstratege von Juventus Turin als mitreißendes Element im französischen Team. Immer wieder baute er seine Kollegen nach missglückten Szenen auf. Für Coach Pierre Mankowski schlichtweg unverzichtbar, führte der "Leitwolf" die Franzosen letztlich auf beeindruckende Weise zum Titel.

Silberner Ball von adidas: Nicolas Lopez (Uruguay)
Man braucht ihn nicht lange zu beobachten, um festzustellen, dass es sich bei Uruguays 19-jährigem Angreifer um ein ganz besonderes Talent handelt. Lopez ist für die Momente zuständig, die den Unterschied ausmachen. Er kann pfeilschnell sein, sich aber auch geschickt dem Fokus entziehen und auf seine Chance lauern. Der technisch überragende Torjäger, der beim AS Rom unter Vertrag steht, ist dank seines Instinkts für die unvorhergesehenen Geniestreiche zuständig und darf von seinen Gegenspielern niemals auch nur eine Sekunde unbeobachtet gelassen werden. Seine Extraklasse war in vielen Spielen dafür ausschlaggebend, dass die "Celeste" den Weg bis ins Endspiel ging.

Bronzener Ball von adidas: Clifford Aboagye (Ghana)
Er war im dynamischen und athletischen Spiel der Westafrikaner zweifelsfrei der filigrane Kreativkopf. Aboagye misst zwar nur 1,67 Meter und ist auch erst 18 Jahre alt, doch mit dem Ball am Fuß ist er bereits ein ganz Großer. Immer wieder schaffte er es, in engen Situationen dank feinster Technik das Leder gegen seine Gegenspieler zu behaupten, dank flinker Drehungen Freiräume zu schaffen und seine offensiven Mitspieler mit genialen Pässen gekonnt in Szene zu setzen. Mit vier Vorlagen trug er bei diesem Turnier maßgeblich dazu bei, dass die Ghanaer am Ende Dritter wurden.

Goldener Schuh von adidas: Ebenezer Assifuah (Ghana / 6 Tore, 0 Vorlagen)
Ghanas dynamische Nummer 17 war immer dann zur Stelle, wenn die Westafrikaner mit dem Rücken zur Wand standen. Assifuah traf nach zwei Niederlagen infolge beim 4:1-Erfolg gegen die USA doppelt und ließ damit den Knoten für die "Black Satellites" platzen. Und er markierte im dramatischen Viertelfinalduell mit Chile zunächst den vorübergehenden Ausgleich, um dann in der Nachspielzeit der Verlängerung den 4:3-Siegtreffer zu köpfen. Der 20-Jährige von Liberty Professionals FC schoss mehr Treffer als jeder andere und hatte zweifelsfrei einen großen Anteil daran, dass der Titelträger von 2009 zum Comeback-König des Turniers avancierte und um am Ende mit Bronze nach Hause flog.

Silberner Schuh von adidas: Bruma (Portugal / 5 Tore, 2 Vorlagen)
Trotz seiner erst 18 Jahre nutzte das neue Sturmjuwel der Portugiesen bereits die Chance, in der Türkei zu zeigen, dass man in der Zukunft mit ihm rechnen muss. Bruma musste mit seinen Mannschaftskollegen etwas überraschend bereits im Achtelfinale und damit nach vier Partien die Segel streichen, dies sollte ihn dennoch nicht davon abhalten, sein Scorer-Konto auf beeindruckende Weise zu füllen. Der pfeilschnelle Angreifer von Sporting Lissabon, dessen großes Vorbild Cristiano Ronaldo ist, erwies sich für die gegnerischen Abwehrreihen dank seines Instinkts, seiner Wendigkeit und seiner technischen Extraklasse als permanente Gefahr. Nun kennt ihn völlig zu Recht die gesamte Fussballwelt.

Bronzener Schuh von adidas: Jese (Spanien / 5 Tore, 1 Vorlage)
Mit großen Vorschusslorbeeren in die Türkei gereist, benötigte der bei Real Madrid unter Vertrag stehende Angreifer gerade einmal fünf Minuten, um im Auftaktspiel der "Rojita" gegen die USA mit seinem ersten Treffer zu zeigen, dass er nicht umsonst als neue große Angriffshoffnung Spaniens gilt. 39 Minuten später folgte ein weiteres Tor von Jese, dann der 1:0-Siegtreffer gegen Ghana, das wichtige zweite Tor beim 2:1-Sieg gegen Frankreich und der buchstäbliche Last-Minute-Treffer beim 2:1 im Achtelfinale gegen Mexiko. Allesamt spielentscheidende Aktionen also. Nur ein Mal sollte der 20-Jährige nicht den Weg ins gegnerische Netz finden: im Viertelfinale gegen Uruguay. Es war die Partie, in der man mit 0:1 nach Verlängerung ausgeschieden ist…

Goldener Handschuh von adidas: Guillermo De Amores (Uruguay)
Mit unbändigem Siegeswillen und riesigem Ehrgeiz trieb er seine Vorderleute immer wieder nach vorne und dirigierte sie lautstark: De Amores war zweifelsfrei einer der herausragenden Persönlichkeiten bei diesem Turnier und hatte mit zahlreichen Glanzparaden großen Anteil daran, dass die "Celeste" Zweiter wurde. Gerade einmal drei Treffer musste der vor allem dank seiner Reflexe auf der Linie starke 18-Jährige von Liverpool Montevideo FC in der Türkei hinnehmen - so wenige wie kein zweiter Torhüter.

FIFA Fairplay-Auszeichnung von adidas: Spanien
Als eine der großen Titelfavoriten ins Turnier gestartet, musste die "Rojita" zwar bereits nach dem Viertelfinale den bitteren Heimweg antreten, für Begeisterung sorgte sie aber dennoch. Neben dem einmal mehr äußerst ansehnlichen Kurzpassspiel überzeugten die Spanier auch mit ihrem fairen Auftreten. In fünf Spielen kassierte das Ensemble von Coach Julen Lopetegui insgesamt lediglich fünf Gelbe Karten und wurde damit verdientermaßen geehrt.

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