FIFA U-20-Weltmeisterschaft Türkei 2013

FIFA U-20-Weltmeisterschaft Türkei 2013

21 Juni - 13 Juli

FIFA U-20 Weltmeisterschaft 2013

4-2-3-1, gemischte Verteidigung, Umschalten: Die Tendenzen

Mixu Paatelainen and Muhsin Ertugral members of the FIFA TSG
© Getty Images

Zwei Vertreter der Technischen Studiengruppe (TSG) der FIFA für die FIFA U-20-Weltmeisterschaft Türkei 2013 haben am Montag, 1. Juli, nach der ersten Runde der Junioren-WM eine erste Analyse vorgestellt. Die Gelegenheit, um mehr über die Tendenzen zu erfahren, die sich abzeichnen.

Für Muhsin Ertugral, aktueller Trainer von Ajax Cape Town und früherer Coach der Kaizer Chiefs oder der Nationalmannschaft der DR Kongo, "verbessert sich der Juniorenfussball Jahr für Jahr in physischer, technischer und taktischer Hinsicht. Doch besonders freue ich mich, dass der kulturelle Einfluss eine wichtige Rolle spielt: Die Südamerikaner produzieren weiterhin hochklassiger Zehner, die afrikanischen Mannschaften haben ebenfalls einen besonderen Spielertypen im Mittelfeld. Dies hängt mit einem fast naiven Konzept zusammen, dass ich 'entfalte dich' nennen würde."

Mixu Paatelainen, finnischer Nationaltrainer und unter anderem ehemaliger Spieler der Bolton Wanderers, präsentierte seinerseits die allgemeinen Tendenzen, die sich abzeichnen. "Das am häufigsten verwendete System ist 4-2-3-1. Zweifellos, weil es ein flexibles System ist, das es gleichzeitig ermöglicht, mit zwei zurückgezogenen Mittelfeldspielern die Defensive zu stärken oder mit Flügelspielern das Spiel zu verbreitern", beobachtete der Finne, bevor er präzisierte, "dass viele Mannschaften im Verlauf der Spiele das System je nach den Umständen verändert haben. Am häufigsten wurde auf 4-4-2 umgestellt. Dies hat zum Beispiel Uruguay mit großer Effizienz getan. Doch es ist wichtig, daran zu erinnern, dass nicht das System der Schlüssel ist, sondern die Bewegung der Spieler im System."

Die beiden Trainer haben ebenfalls beobachtet, dass die Verteidigungen im Allgemeinen eine Mischform zwischen Mann- und Raumdeckung sind, dass sich der Spielaufbau von hinten durchsetzt und dass das Umschalten in den Angriff ein Element bleibt, das schwächer ist als im Seniorenbereich. Zu diesem letzten Punkt merkte Paatelainen an, dass "dies mit der Tatsache zusammenhängt, dass die Mannschaften besonders in der Gruppenphase darauf bedacht sind, im Mittelfeld vor allem nicht den Ball zu verlieren. Das schnelle Umschalten birgt in dieser Hinsicht ein gewisses Risiko. Doch dies könnte sich ab der zweiten Runde durchaus ändern."

Der gebürtige Türke Ertugral warf einen aufmerksamen Blick auf die Gastgebermannschaft, die sich noch weiterentwickeln muss. "Man muss unsere Spieler früher und länger ausbilden. Dieses Turnier hier ausrichten zu können, ist sehr wichtig, gerade um sich des Spielniveaus der anderen Mannschaften in dieser Alterskategorie in der restlichen Welt bewusst zu werden. Sehen Sie zum Beispiel Spanien: Ihre Akteure spielen bereits wie die Älteren, die Ähnlichkeit ist verblüffend. Und dies weist den Weg, den die Türkei noch gehen muss."

Beide Trainer, die ihre Arbeit bis zum Ende des Turniers fortführen werden, betonten gleichwohl die exzellente Qualität des Turniers, wie einige Zahlen beweisen: 101 Tore ergeben einen Durchschnitt von 2,81 Treffern pro Spiel, zwei Mannschaften (Uruguay und Kolumbien) haben jeweils nur ein Gegentor kassiert, Portugal wiederum hat bisher schon zehn Mal getroffen.

Die einzigen Zahlen, die unterhalb des Durchschnitts blieben, sind die Zuschauerzahlen in den Stadien. Doch Ertugral hat eine Botschaft und hofft, dass sich dies ändert: "Wir haben viele talentierte Spieler und fesselnde Partien gesehen, und ich hoffe, dass wir mehr Zuschauer in den Stadien sehen werden, die dieses Spektakel in der zweiten Turnierphase verfolgen."

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