FIFA U-20-Weltmeisterschaft Polen 2019

23 Mai - 15 Juni

FIFA U-20 WM 2019

Ecuador hat in Südamerika die Nase vorn

© imago

Ecuador hat mit dem erstmaligen Titelgewinn bei der U-20-Südamerikameisterschaft Geschichte geschrieben und führt das Quartett der Teams an, die den Kontinent bei der [FIFA U-20-Weltmeisterschaft Polen 2019](https://de.fifa.com/u20worldcup/) repräsentieren. Das Kontinentalturnier fand in Chile statt.

Argentinien, Uruguay und Kolumbien sind die weiteren Repräsentanten Südamerikas beim Weltturnier. Der fünfmalige Weltmeister Brasilien wird zum zweiten Mal in Folge nicht dabei sein.

Bei Venezuela, einem der Protagonisten der ersten Runde und derzeitigem Vizeweltmeister, war in der sechs Teams umfassenden Endrunde die Luft raus. Die Venezolaner bildeten am Ende das Tabellenschlusslicht und haben keine Chance, den zweiten Platz zu verteidigen, den sie bei der WM 2017 in der Republik Korea belegt hatten.

Die diesjährige Auflage der Südamerikameisterschaft hatte den schlechtesten Toreschnitt aller Zeiten zu verzeichnen (1,71 pro Spiel). FIFA.com beleuchtet die Auftritte der WM-Teilnehmer.

Champion Ecuador

  • Statistik: nimmt zum vierten Mal an der WM teil, zum zweiten Mal in Folge

Unter dem Argentinier Jorge Célico erwiesen sich die Ecuadorianer als beständigstes Team der Südamerikameisterschaft. Sie gewannen in der ersten Runde ihre Gruppe, sammelten von allen Teilnehmern die meisten Punkte (19 von 27) und verfügten mit 14 Toren (1,55 pro Spiel) außerdem über den besten Angriff des Turniers.

Zwar unterlag das Team in beiden Duellen gegen Uruguay und kassierte in diesen beiden Partien vier von insgesamt sechs Gegentreffern, hatte in den drei Begegnungen mit den anderen WM-Teilnehmern jedoch die Nase vorn.

Besonders zu beeindrucken wussten Torwart Moisés Ramírez sowie die beiden Stürmer Gonzalo Plata und Leonardo Campana, mit sechs Treffern bester Torschütze des Turniers.

Argentinien steigert sich rechtzeitig

Statistik: sechsmaliger Weltmeister nimmt zum 16. Mal am Turnier teil

Die von Fernando Batista trainierte Albiceleste wusste nicht von Beginn an zu überzeugen, steigerte sich jedoch im Turnierverlauf. Nachdem die Argentinier in den ersten beiden Partien nur einen von sechs möglichen Punkten geholt hatten, fuhren sie zwei knappe Siege ein und belegten damit in ihrer Gruppe den zweiten Platz.

Ähnlich war es in der abschließenden Sechserrunde, wo man zum Auftakt die zweite Niederlage gegen Ecuador hinnehmen musste. Es folgten jedoch drei Siege in Folge, dank derer Argentinien sich als erstes Team für die WM in Polen qualifizierte.

Nach einer Niederlage im letzten Spiel gegen Brasilien reichte es jedoch nicht zum Meistertitel. Herausragend waren Torhüter Manuel Roffo sowie die Mittelfeldspieler Aníbal Moreno und Gonzalo Marioni.

Uruguay mit bittersüßem drittem Platz

  • Statistik: 15 WM-Teilnahmen, siebte Teilnahme in Folge – das ist die längste Serie in Südamerika

Fabián Coito verfügt über reichlich Erfahrung bei südamerikanischen Juniorenturnieren, gewann mit der Celeste die entscheidenden Partien und löste erneut das WM-Ticket. Der dritte Platz war jedoch eher enttäuschend.

Obwohl die Uruguayer sich zweimal gegen den späteren Turniersieger durchsetzten, belegten sie in der ersten Runde in ihrer Gruppe mit Mühe und Not den dritten Platz und mussten sich die Qualifikation für das Weltturnier hart erkämpfen. Sie gelang schließlich mit einem torlosen Remis gegen Kolumbien im letzten Spiel.

Besonders zu überzeugen wussten Verteidiger Maximiliano Araújo, Mittelfeldspieler Nicolás Acevedo sowie der offensive Mittelfeldakteur Nicolás Schiappacasse, der in Chile vier der insgesamt zehn Treffer seines Teams erzielte.

Kolumbien mit starker Defensive

  • Statistik: zehnte WM-Teilnahme, bei der Auflage von 2017 war Kolumbien nicht dabei

Auch wenn das Team von Arturo Reyes sich am Ende aufgrund der besseren Tordifferenz qualifizierte (Kolumbien hatte ebenso wie Brasilien fünf Punkte auf dem Konto), wusste man vor allem mit einer sicheren Abwehr zu überzeugen, die in neun Spielen nur drei Gegentreffer zuließ (0,33 pro Spiel).

Durch diese Defensivstärke konnten die Kolumbianer maximal von ihren vier Treffern profitieren, die ihnen drei Siege ohne Gegentor einbrachten.

Eines der wichtigsten war kurioserweise ein Eigentor, durch das man am letzten Spieltag der ersten Runde gegen Gastgeber Chile gewann, die Chilenen aus dem Rennen warf und in die sechs Teams umfassende Endrunde einzog.

Herausragend waren Torhüter Kevin Mier, Innenverteidiger Andrés Reyes und Mittelfeldspieler Iván Angulo.

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