FIFA U-20-Weltmeisterschaft Polen 2019

FIFA U-20-Weltmeisterschaft Polen 2019

23 Mai - 15 Juni

FIFA U-20 WM 2019

Drei Länder erleben besonderen WM-Sommer 

Captain Hwang Taehyeon celebrates after Korea Republic score against Argentina at the FIFA U-20 World Cup Poland 2019
© Getty Images
  • Das Viertelfinale der U-20-WM und die Frauen-WM beginnen am 7. Juni
  • Korea Republik, USA und Italien sind in beiden Turnieren noch im Rennen
  • Chris Durkin (USA) dazu: "Das ist eine wichtige Zeit für unsere Nation"

Die FIFA U-20-Weltmeisterschaft Polen 2019 wird am Freitag mit spannenden Viertelfinalbegegnungen fortgesetzt. Gleichzeitig beginnt etwa 1500 Kilometer westlich die Endrunde eines weiteren Weltturniers.

Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019 könnte durchaus die brillanteste Turnierauflage aller Zeiten werden, und für drei Nationen überlappen sich beide Turniere. Sie alle werten dies als großen Erfolg.

Die USA, die Republik Korea und Italien sind bei der Frauen-WM in Frankreich vertreten und haben gleichzeitig bei der U-20-WM in Polen den Sprung ins Viertelfinale geschafft. Für diese Länder liegt ein doppelter Titelgewinn in diesem Sommer noch im Bereich des Möglichen. Zu Beginn der U-20-WM waren zehn Länder dabei, die sich auch für Frankreich 2019 qualifiziert hatten.

"Alle Spieler unseres Teams erreichen zum ersten Mal das Viertelfinale," so Hwang Taehyeon, Kapitän der U-20-Auswahl der Republik Korea im Gespräch mit FIFA.com. "Es ist etwas ganz Besonderes, diesen Moment gemeinsam mit meinen Teamkameraden und allen Mitarbeitern zu erleben. Ich schätze mich glücklich und bin unglaublich dankbar dafür, dass ich diese einmalige Erfahrung machen darf. Aber noch ist sie nicht vorbei."

Alle drei Juniorenmannschaften besiegten ihre Gegner im Achtelfinale mit einem Tor Unterschied. Die Azzurrini waren die ersten, die das Ticket buchen konnten. Sie besiegten Gastgeber Polen mit 1:0. Die Stars and Stripes und die Taeguk Warriors warfen jeweils mit späten Siegtreffern Frankreich bzw. Japan aus dem Rennen.

"Wir haben erwartet, dass wir diese Runde erreichen würden", so Chris Durkin, Mittelfeldspieler der USA, gegenüber FIFA.com. "Es war von Anfang an unser Ziel, die Endrunde zu erreichen und das Turnier zu gewinnen. Wir sind noch auf dem richtigen Weg. Wir machen Fortschritte und lernen mit jedem Spiel mehr voneinander."

Im Westen des europäischen Kontinents trifft die Republik Korea im Eröffnungsspiel der Frauen-WM im Prinzenpark auf Gastgeber Frankreich. Italien, das sich zum ersten Mal in 20 Jahren für die Frauen-WM qualifiziert hat, startet am Sonntag gegen Australien ins Turnier. Der dreimalige Weltmeister USA spielt am 11. Juni in Reims gegen Thailand.

"Es ist eine große Ehre, dass wir an diesen Weltmeisterschaften teilnehmen können", meint Taehyeon. "Gleichzeitig ist es ein Beweis dafür, dass der koreanische Fussball nicht nur in Asien konkurrenzfähig ist, sondern auch gegen Teams aus der ganzen Welt."

Taehyeon und Durkin geben beide an, den Weg ihrer Teams in Frankreich gespannt zu verfolgen. Sie betonen zwar, Fans aller Spielerinnen zu sein, dennoch nennt jeder von ihnen Spielerinnen, auf deren Auftritt er sich besonders freut.

"Eine Spielerin, die mir gefällt, ist Mallory Pugh", so Durkin. "Sie gehört zu den jüngeren Spielerinnen, ist technisch sehr gut und es macht Spaß, ihr zuzuschauen. Und Carli Lloyd gehört natürlich zu den großen Führungspersönlichkeiten im Team. Ich bin sicher, dass die jüngeren Frauen dieser Auswahl alle zu ihr aufschauen."

"Meine Lieblingsspielerin ist seit jeher Cho Sohyun, die Spielführerin", meint Taehyeon. "Wenn ich sie spielen sehe, weiß ich sofort, warum sie die Kapitänsbinde trägt. Ihre Mentalität und Einstellung sind eine Inspiration für andere. Sie hat vor nichts Angst."

Werden wir erleben, wie ein Land in einer Zeitspanne von weniger als einem Monat gleich zwei Weltmeistertitel holt? Die Antwort auf diese Frage wird sich langsam herauskristallisieren, wenn die U-20-WM sich dem Ende zuneigt und die Frauen-WM in Fahrt kommt.

"Dies ist eine wichtige Zeit für unsere Nation. Wir können uns von ihrem Erfolg inspirieren lassen", meint Durkin mit Blick auf die Frauenauswahl der USA. "Wir hoffen, eines Tages so dominant zu sein wie sie. Wir können viel von ihnen lernen und von der Mentalität, mit der sie in jedes Spiel gehen."

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