FIFA U-20-Weltmeisterschaft Kolumbien 2011

FIFA U-20-Weltmeisterschaft Kolumbien 2011

29 Juli - 20 August

FIFA U-20 Weltmeisterschaft 2011

Die U-20-WM 2011 in Zahlen

Goalkeeper Mika of Portugal celebrates
© Getty Images

Am Ende einer unvergesslichen FIFA U-20-Weltmeisterschaft Kolumbien 2011 blickt FIFA.com noch einmal auf einige erwähnenswerte Zahlen zurück, die sich im Laufe des dreiwöchigen Turniers ergeben haben. 

25.191

Zuschauer sahen im Durchschnitt die Spiele, womit Kolumbien 2011 nach Mexiko 1983 (36.099) den zweithöchsten Schnitt aufweist. Mit insgesamt 1.309.929 Zuschauern übertraf das diesjährige Turnier ferner Ägypten 2009 und stellte somit einen neuen Rekord auf.

575

Minuten blieb der portugiesische Torhüter Mika in Kolumbien ohne Gegentreffer, womit er den bisherigen Rekord des Chilenen Christopher Toselli brach, der seinen Kasten bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft 492 Minuten lang sauber halten konnte. Dabei wurde der in der Schweiz geborene Schlussmann von Benfica Lissabon zum ersten Torhüter, der bei diesem Turnier sechs Mal eine weiße Weste behalten konnte. Mika wurde schließlich in der fünften Spielminute des Finales vom Brasilianer Oscar bezwungen, der in punkto schnellstes Tor in einem Endspiel mit dem Spanier José Barkero (1999) gleichzog.

500

Mal haben Brasilien (216), Argentinien (143) und Spanien (141) gemeinsam bei FIFA U-20-Weltmeisterschaften getroffen, womit diese drei Nationen für insgesamt 24,8 Prozent aller in diesem Wettbewerb erzielten Tore verantwortlich zeichnen – und das obwohl bereits 83 Länder an U‑20‑WM‑Turnieren teilgenommen haben. Die Seleção (18), die Roja (13) und die Albiceleste (6) erzielten 28 Prozent aller Treffer bei der WM 2011, obwohl Nigeria, das in seinen fünf Partien 15 Treffer erzielte, den besten Schnitt pro Spiel aufweist (3,0).

80

Prozent der letzten zehn FIFA U-20-Weltmeisterschaften wurden von südamerikanischen Mannschaften gewonnen. Nachdem Portugal den Titel vor 20 Jahren erfolgreich verteidigt hatte, sicherte sich Argentinien fünf Mal den Titel, während Brasilien in diesem Jahr den dritten Erfolg feiern konnte, nachdem man im Endspiel 1991 Manuel Rui Costa, Luis Figo & Co. im Elfmeterschießen unterlegen war. Nur Spanien mit Xavi (1999) und Ghana mit Dominic Adiyiah (2009) konnten das Monopol der CONMEBOL in den vergangenen zwei Jahrzehnten brechen. Zudem haben spanisch- oder portugiesischsprachige Nationen zwölf der letzten 13 Ausgaben dieses Turniers gewonnen.

43,8

Minuten benötigte der Spanier Álvaro Vázquez durchschnittlich, um seine fünf Treffer in Kolumbien zu erzielen – das ist mehr als ein Tor pro Halbzeit! Der Stürmer von Espanyol Barcelona kam in allen fünf Partien seiner Mannschaft zum Einsatz, wobei er nur beim 5:1-Sieg gegen Australien in der Startformation stand, als er einen Hattrick erzielte. In den Spielen gegen Ecuador und Brasilien traf Vázquez als Einwechselspieler. Der französische Joker Alexandre Lacazette erzielte seine fünf Treffer in durchschnittlich 70,6 Minuten pro Spiel und avancierte zum einzigen Spieler, der bei FIFA U-20-Weltmeisterschaften vier Tore als Einwechselspieler erzielen konnte.

18

Spiele ohne Niederlage bei FIFA U-20-Weltmeisterschaften: Diesen Rekord halten die Argentinier nach ihren fünf Spielen in Kolumbien (das Team von Walter Perazzo verlor das Viertelfinale gegen Portugal erst im Elfmeterschießen) nun gemeinsam mit Brasilien (zwischen 1989 und 1995). Nach der 0:1-Auftaktniederlage gegen die USA im Jahr 2005 gewann die Albiceleste mit Lionel Messi ihre nächsten sechs Partien und holte am Ende den Titel. Zwei Jahre später konnten die Argentinier mit sechs Siegen und einem Unentschieden den Titel erfolgreich verteidigen, ehe sie die Qualifikation für die WM 2009 in Ägypten überraschend verpassten.

6

Spieler haben nun sowohl den Goldenen Ball von adidas als auch den Goldenen Schuh von adidas gewonnen, mit denen der beste Spieler bzw. der beste Torschütze der FIFA U-20-Weltmeisterschaft ausgezeichnet wird. Der Brasilianer Henrique ist der letzte Double-Gewinner, nachdem dieses Kunststück bereits seinem Landsmann Geovani (1983), den Argentiniern Javier Saviola (2001), Lionel Messi (2005) und Sergio Agüero (2007) sowie dem Ghanaer Dominic Adiyiah (2009) gelungen war.

3

Tore machten den Brasilianer Oscar zum erst fünften Spieler, dem in einem Endspiel eines FIFA-Turniers ein Hattrick gelang. Der erste war der Engländer Geoff Hurst, der bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1966™ seinen Final-Hattrick mit dem 4:2 gegen Deutschland in der Verlängerung besiegelte.  Danach erzielten Romário und Ronaldo jeweils drei Treffer beim 6:0-Kantersieg Brasiliens über Australien im Endspiel des FIFA Konföderationen-Pokals 1997, ehe Kim Song Hui beim 5:0-Erfolg der DVR Korea über die VR China bei der FIFA U‑20‑Frauen‑Weltmeisterschaft vor fünf Jahren ebenfalls als dreifache Torschützin glänzen konnte. Dank Oscars Treffer wurde dieses Spiel das torreichste Finale in der 34-jährigen Geschichte der FIFA U-20-Weltmeisterschaft.

0

Tore machen England zur ersten Mannschaft, die sich für die zweite Runde eines FIFA-Turniers qualifizieren konnte, ohne auch nur einen Treffer erzielt zu haben. Das Team von Brian Eastick qualifizierte sich dank dreier torloser Remis gegen die DVR Korea, Argentinien und Mexiko in Gruppe F als einer der besten Drittplatzierten für das Achtelfinale, wo man Nigeria mit 0:1 unterlag und die Serie siegloser Spiele bei FIFA U-20-Weltmeisterschaften auf 14 Partien verlängerte. Somit halten die Engländer diesen unrühmlichen Rekord nun allein vor Mexiko. Die Three Lions konnten in ihren letzten 13 Spielen bei FIFA U‑20‑WM-Turnieren nur ein einziges Tor erzielen.

-10

lautet das Torverhältnis, das Guatemala überraschenderweise nicht am Einzug in die Runde der letzten 16 hinderte – keine andere Mannschaft konnte sich jemals mit einer schlechteren Tordifferenz für die K.o.-Phase eines FIFA-Turniers qualifizieren. Die Schützlinge von Ever Almeida verloren 0:5 gegen Nigeria und 0:6 gegen Saudiarabien. Doch dank Marvin Ceballos' Siegtreffer in der 81. Spielminute gegen Kroatien zogen die Außenseiter aus der CONCACAF-Zone als einer der besten Drittplatzierten ins Achtelfinale ein, obwohl sie in den Gruppenspielen durchschnittlich nur 39,3 Prozent Ballbesitz vorweisen konnten. Guatemala unterlag im Achtelfinale dem späteren Finalisten Portugal mit 0:1.

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