FIFA U-20-Weltmeisterschaft Türkei 2013

FIFA U-20-Weltmeisterschaft Türkei 2013

21 Juni - 13 Juli

FIFA U-20 Weltmeisterschaft 2013

De Amores: "Wir haben alles gegeben"

Guilermo De Amores of Uruguay wins the adidas Golden Glove award
© Getty Images

Der Uruguayer Guillermo de Amores wurde als bester Torwart der FIFA U-20-Weltmeisterschaft mit dem Goldenen Handschuh von adidas ausgezeichnet. Im Gespräch mit FIFA.com ist er hin- und hergerissen zwischen der Freude über die individuelle Auszeichnung und der Enttäuschung über die Finalniederlage im Elfmeterschießen gegen Frankreich. Er hat mit seinem Team in sieben Partien nur drei Gegentreffer kassiert und musste am Ende doch mit dem undankbaren zweiten Platz Vorlieb nehmen. Sein Trainer Juan Verzeri lobt den Auftritt des Schlussmanns beim Turnier: "Ich glaube er hat bei dieser WM den entscheidenden Schritt getan – mit einem gelassenen Auftritt hat er Ruhe und Sicherheit ausgestrahlt und die Mannschaft dirigiert...So muss ein Torwart für mich sein." 

Der Spieler macht im Gespräch mit FIFA.com nach der Niederlage in letzter Minute ein betrübtes Gesicht, kann sich aber auch das eine oder andere Lächeln nicht verkneifen, insbesondere als er die Turnierbilanz für die Celeste zieht.

Sie mussten gerade eine bittere Niederlage im Elfmeterschießen hinnehmen, aber Uruguay hat zweifellos trotzdem ein hervorragendes Turnier gespielt. Außerdem wurden Sie als bester Torwart des Wettbewerbs ausgezeichnet. Welches Gefühl überwiegt jetzt, Trauer oder Freude?
Ich habe ganz gegensätzliche Gefühle. Es ist wirklich schade, weil wir die WM gewinnen wollten und ganz nah dran waren. Ich glaube, das Team hat ein sehr gutes Spiel gemacht, auf dem Platz alles gegeben und ich bin sehr stolz auf meine Teamkameraden, den sie haben wirklich alles aus sich herausgeholt. Wir haben in der Defensive hervorragende Arbeit geleistet, indem wir alle Räume zugestellt haben, und [die Franzosen] konnten keinen Treffer erzielen. Das war eines unserer Ziele. Dann hatten wir auch unsere Chancen, aber leider wollte der Ball nicht ins Tor. Und nach der Verlängerung…kam das Elfmeterschießen. Leider konnte ich keinen Elfer halten. Ich kann den Gegner nur beglückwünschen.

Was bedeutet Ihnen die individuelle Auszeichnung?
Es ist eine Ehre, diese Auszeichnung zu erhalten. Das ist eine Anerkennung für die gesamte Defensivarbeit im Turnierverlauf, und die war sehr, sehr gut. Und ich muss meinen Teamkameraden danken und widme ihnen diese Auszeichnung, denn sie hatten auch einen großen Anteil daran. 40 Tage lang haben wir auf das Ziel hingearbeitet, Weltmeister zu werden, und wir waren ganz nah dran. Im Augenblick bin ich traurig über das, was da geschehen ist, aber in einigen Stunden oder Tagen werde ich der Trophäe sicher mehr Wert beimessen.

Wie würden Sie persönlich die Erfahrung bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft Türkei 2013 bewerten?
Man muss den Organisatoren gratulieren, weil es ein tolles Turnier war. Persönlich und auf mannschaftlicher Ebene werde ich den sehr guten Eindruck in Erinnerung behalten, den wir hier hinterlassen haben. Außerdem sind wir eine phänomenale Truppe ...ich glaube, wir haben bei dieser Weltmeisterschaft alles gegeben. Auch wenn wir unser Ziel nicht erreicht haben, können wir hoch erhobenen Hauptes nach Hause fahren.

Inwieweit glauben Sie, dass der zweite Platz bei der U-20-WM Ihnen dabei helfen kann, den Sprung in die A-Nationalmannschaft zu schaffen?
Dass wir hier Vize-Weltmeister geworden sind, daran wird man sich auch in Zukunft immer erinnern, aber um in die A-Nationalmannschaft zu kommen, muss man weiter an sich arbeiten und im Klub gute Leistungen bringen. Aber in diesem Turnier ist deutlich geworden, dass Uruguay über gutes Rohmaterial verfügt, um große Erfolge zu erzielen.

Ganz Uruguay hat mit der Mannschaft mitgefiebert und es gab auch Unterstützung von A-Nationalspielern wie Diego Forlán oder Nando Muslera…
Es war sehr schön, das ganze Land hinter sich zu wissen. Ich glaube, wir haben den Leuten Freude bereitet. Im Halbfinale gegen Irak ist uns zu Ohren gekommen, dass die Leute im Land sehr zufrieden waren und dass der Sieg gefeiert wurde. Den Titel konnten wir ihnen nicht geben, aber sie können beruhigt sein. Wir haben alles gegeben und gezeigt, dass es Spieler gibt, die gut genug sind, um die A-Nationalmannschaft eines Tages wieder zum Weltmeistertitel zu führen.

Uruguay ist bei der U-17-WM 2011 in Mexiko und bei der U-20-WM 2013 in der Türkei knapp am Titelgewinn vorbeigeschrammt, spielt aber bei großen Turnieren immer eine wichtige Rolle...
Ja, wir dachten, dies wäre die Chance, den Pokal zu holen, aber es sollte nicht sein. Hoffentlich haben wir eines Tages Gelegenheit zur Revanche.

Wo werden Sie die Trophäe aufgewahren?
Das muss ich mir noch überlegen…ich glaube, sie wird bei mir zu Hause bleiben, im Schlafzimmer, ganz in meiner Nähe…damit sie nicht verschwinden kann [lacht]. Auf jeden Fall bekommt sie einen Ehrenplatz.

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