FIFA U-20-Weltmeisterschaft Polen 2019

FIFA U-20-Weltmeisterschaft Polen 2019

23 Mai - 15 Juni

FIFA U-20 WM 2019

Afrika und Lateinamerika im Mittelpunkt

Darwin Nunez of Uruguay celebrates after scoring 
© Getty Images
  • Panama will das nächste Kapitel schreiben
  • Ein Politiker will noch nicht nach Hause
  • Afrikanisches Duell in Lodz

TAGESVORSCHAU - Panama war bisher eine der großen Überraschungsmannschaften bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft Polen 2019. Die Canaleros mussten zwar eine gefühlte Ewigkeit auf ihren ersten Turniersieg warten, doch nun gelang ihnen sogar erstmals der Einzug in die K.o.-Runde. Trainer Jorge Dely Valdés will das Erfolgsmärchen am Montag fortsetzen und einen weiteren Sieg einfahren. Dies dürfte allerdings gegen die bislang ebenfalls beeindruckende Ukraine mit Andrij Lunin von Real Madrid zwischen den Pfosten nicht leicht werden. Der junge Torhüter hat sein Können bereits mehrfach unter Beweis gestellt und so ziemlich alles gehalten, was zu halten war, einschließlich eines Elfmeters.

In Lublin kommt es unterdessen zu einem rein südamerikanischen Duell zwischen Ecuador und Uruguay. Die Ecuadorianer sind als amtierender Südamerikameister voller Euphorie angereist, haben jedoch nicht den besten Start erwischt. Zum Auftakt gab es ein 1:1-Remis gegen Japan, gefolgt von einer 0:1-Niederlage gegen Italien. Der knappe 1:0-Sieg gegen Mexiko im letzten Gruppenspiel reichte dann gerade noch zum Sprung aus der Gruppe. Die Ecuadorianer werden in Polen von erstaunlich vielen Fans unterstützt, unter anderem auch von der Familie von Leonardo Campana. Sein Vater ist Ecuadors Handelsminister und er würde gern so lang wie möglich in Polen bleiben. Allerdings müsste sein Sohn und dessen Team dafür die schwere Aufgabe gegen Uruguay lösen, das bislang ohne Fehl und Tadel auftrat, alle drei Gruppenspiele gewann und die Siegesserie nun fortsetzen will.

In Lodz wiederum steht ein afrikanisches Duell zwischen den alten Rivalen Senegal und Nigeria auf dem Programm. Die Senegalesen waren das erste Team, das sich für die K.o.-Runde qualifizieren konnte. Schon nach dem zweiten Spiel standen die kleinen Löwen von Teranga als Achtelfinalist fest. Bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft in Polen sind bereits mehrere Rekorde gefallen. Einer davon wurde von einem Senegalesen gebrochen: Amadou Sagnas Tor gegen Tahiti nach nur 9,6 Sekunden war das schnellste in der gesamten Turniergeschichte. Nigeria tut also gut daran, von Beginn an hellwach zu sein.

Die Spiele (Alle Anstoßzeiten in Ortszeit)

Montag, 3. Juni
Achtelfinale
Uruguay – Ecuador (Lublin, 17:30 Uhr)
Ukraine – Panama (Tychy, 17:30 Uhr)
Senegal – Nigeria (Lodz, 20:30 Uhr)

Gut zu wissen

Senegal ist nicht nur blitzschnell und im Angriff brandgefährlich sondern auch in der Abwehr grundsolide. Die Westafrikaner haben in der Gruppenphase als einziges Team kein Gegentor kassiert. Die Bilanz: Fünf Treffer erzielt, kein Gegentor kassiert – durchaus beeindruckend.

"Aller guten Dinge sind 3" klingt besser als "Aller guten Dinge sind 18" – doch genau so war es für Panama. Die Mittelamerikaner hatten noch nie ein Spiel bei einer FIFA U-20-Weltmeisterschaft gewonnen, 13 Niederlagen und vier Unentschieden standen zu Buche. Dann endlich klappte es im 18. Anlauf mit dem ersten Sieg.

Bei Uruguay hingegen hofft man, dass "Aller guten Dinge sind drei" tatsächlich zutrifft. Bei den Senioren hat man den Weltmeistertitel bereits geholt, doch in der Altersklasse U-20 noch nicht. Zwei Mal immerhin hat die Celeste das Finale erreicht (1997 in Malaysia und 2013 in der Türkei), doch beide Endspiele gingen verloren. Nach ihren starken Auftritten in der Gruppenphase gelten die Uruguayer nun jedenfalls als heißer Titelanwärter.

Siehe auch

K.-o.-Runde

Spieler im Fokus

Diego Valanta (Panama)
Panamas Edeljoker hat eindrucksvoll bewiesen, dass es nicht darauf ankommt, wie lange man auf dem Feld steht, sondern was man daraus macht. Er hat zwar bislang nur 22 Minuten gespielt, doch in dieser kurzen Zeit einen Elfmeter gegen Mali verwandelt und das Siegtor gegen Saudiarabien erzielt, das das Weiterkommen sicherte.

Darwin Nunez (Uruguay)
Der uruguayische Angreifer präsentiert sich in Polen bislang in Topform und hat in der Gruppenphase bereits zwei sehenswerte Tore erzielt. Sein erster Treffer gegen Norwegen war ganz besonders beeindruckend und eines der bislang schönsten Turniertore.

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