FIFA U-20-Weltmeisterschaft Polen 2019

FIFA U-20-Weltmeisterschaft Polen 2019

23 Mai - 15 Juni

Fünf Attraktionen in Polen

General Views Of Krakow
© Getty Images

Krakau (Polnisch: Kraków)

Krakau liegt im Süden Polens am Ufer der Weichsel und war viele Jahrhunderte lang die Hauptstadt des Königreichs Polen. Ein Besuch dieser Stadt ist eine einzigartige Reise in die glorreichste Ära der polnischen Geschichte. Die Krakauer Altstadt, das Schloss auf dem Wawelhügel sowie der Stadtteil Kazimierz wurden 1978 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Der Hauptmarkt im Herzen der Stadt ist der zentrale Platz, den jeder Besucher gesehen haben muss. Der Platz wurde bereits im Jahre 1257 angelegt und ist seitdem nahezu unverändert erhalten geblieben. Mit einer Seitenlänge von 200 Metern und damit einer Gesamtfläche von 40.000 Quadratmetern ist er einer der größten mittelalterlichen Plätze Europas. Das Schloss auf dem Wawelhügel wurde von König Kasimir III. dem Großen während seiner Herrschaft von 1333 bis 1370 errichtet und von seinen Nachfolgern mehrfach verändert. Es ist einer der historisch wichtigsten Orte Polens, Symbol für das Königreich Polen, das mehrere Jahrhunderte Bestand hatte. Kazimierz war 500 Jahre lang ein wichtiges Zentrum des jüdischen Lebens in Krakau, bevor es während des Zweiten Weltkriegs systematisch zerstört wurde. Während des Kommunismus verfiel der Stadtteil zunehmend. Erst in den 1990er Jahren wurde Kazimierz wiederbelebt und ist heute einer der interessantesten Stadteile Krakaus mit zahlreichen historischen Stätten, Cafés und Kunstgalerien.

Tatra (Polnisch: Tatry)

Die Tatra bildet den höchsten Teil des Gebirgszugs der Westkarpaten und bildet die Grenze zwischen Polen und der Slowakei. Zwei Autostunden von Krakau entfernt, findet man hier fantastische Aussichtspunkte und eine wunderschöne Naturlandschaft. In den wärmeren Monaten kann man hier wandern, Höhlen besichtigen und Radtouren unternehmen. Im Winter bietet die Gegend gute Möglichkeiten zum Skifahren. Besonders bekannt ist das polnische Wintersportzentrum Zakopane, das jährlich von mehr als drei Millionen Touristen besucht wird. Zakopane ist der beste Ausgangspunkt für Besuche der gesamten Gegend. Es fällt schwer, besondere Highlights der Tatra-Region hervorzuheben, denn es gibt sehr viele: die bekannten Seen Morskie Oko (Meerauge) und Czarny Staw (Schwarzer See) mit schönen Wanderwegen und Klettersteigen in der Umgebung, der Gipfel des Berges Kasprowy Wierch (1985 m ü.NN), der über eine Seilbahn erreichbar ist und wunderschöne Panoramen bietet, und das Koscieliska-Tal mit seinen ebenfalls sehr gut ausgebauten Wanderwegen und einer schönen Flora und Fauna.

Warschau (Polnisch: Warszawa)

Warschaus Altstadt, die 1980 als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde, bildet seit Jahrhunderten das Herz der Stadt. Vom anderen Weichselufer aus bietet das Zentrum allerdings seit einiger Zeit einen ungewohnten Anblick, denn hinter den roten Dächern der Altstadt sind mittlerweile zahlreiche Hochhäuser in den Himmel gewachsen. Warschau verfügt über nicht weniger als 95 Parkanlagen, von denen der Łazienki-Park der schönste und größte ist.

Im Sommer finden hier in fantastischer Umgebung die berühmten Chopin-Konzerte statt. Im Innenraum des historischen, von König Stanisław August gegründeten Theaters werden auch Werke zeitgenössischer Komponisten zur Aufführung gebracht.

Interaktive Museen bringen den Besuchern die Geschichte der Stadt auf besonders informative Weise näher. Eines davon ist das Museum des Warschauer Aufstandes, das an den Aufstand des polnischen Widerstands im Sommer 1944 erinnert, mit dem Warschau von der deutschen Besatzung befreit werden sollte. Der Aufstand dauerte 63 Tage, wobei die Aufständischen kaum Hilfe von außerhalb bekamen. Besonders sehenswert ist auch das Museum der Geschichte der polnischen Juden (POLIN), das 2016 mit dem prestigeträchtigen European Museum of the Year Award ausgezeichnet wurde und die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Warschau im Verlauf der Jahrhunderte nachvollziehbar macht. Fussballfans wiederum sollten unbedingt das Nationalstadion besichtigen, die Heim-Spielstätte der polnischen Nationalmannschaft. In dieser topmodernen Arena wurde das Finale der UEFA EURO 2012 ausgetragen.

Dreistadt (Polnisch: Trójmiasto)

Hierbei handelt es sich nicht um ein homogenes urbanes Zentrum, sondern um drei Städte, nämlich Danzig (Gdańsk), Gdingen (Gdynia) und Zoppot (Sopot).

Danzig: Seine tausendjährige Geschichte und die Lage direkt am Meer machen Danzig zu einer der schönsten Städte Polens. Die Stadt liegt im Mündungsgebiet von Mottlau und Weichsel in die Bucht von Danzig und ist ein wichtiges Kultur-, Wissenschafts- und Wirtschaftszentrum mit einem großen Handelshafen. Danzig gilt zudem als Stadt der Freiheit, wo die Ideen der polnischen Arbeitergewerkschaft Solidarność (Solidarität) geboren wurden.

Zoppot: Die breiten Sandstrände und die längste Seebrücke Europas ziehen zahlreiche Touristen in den Bade- und Kurort, der im Sommer zu den vollsten Orten in ganz Polen gehört. Die landschaftlich reizvoll gelegene Stadt ist auch wegen des legendären Musikfestivals im Freilichttheater Zoppoter Waldoper (Opera Leśna) bekannt.

Gdingen: Die modern Hafenstadt trägt den Beinamen "nautische Hauptstadt Polens". Gdingen erhielt das Stadtrecht vor kaum 90 Jahren und ist damit eine der jüngsten polnischen Städte. Die "Stadt aus Meer und Träumen" entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit von einem Fischerdorf zu einer bedeutenden Hafenstadt.

Ermland und Masuren (Polnisch: Warmińsko-Mazurskie)

Eine Region im Nordosten Polens. In Masuren bilden mehr als 3.000 Seen die Masurische Seenplatte. Die meisten sind durch Kanäle und kleine Flüsse miteinander verbunden und machen die Seenplatte zu einem Paradies für Wassersportler. Die abwechslungsreiche Landschaft im Seengebiet ist geprägt von Ebenen, Flusstälern und sanften Hügeln und erfreut die Besucher immer wieder mit wunderschönen Aussichten. Doch Masuren hat noch viel mehr zu bieten als die Seen. Hier liegt beispielsweise auch die berühmt-berüchtigte "Wolfsschanze", das erste militärische Hauptquartier Adolf Hitlers für die Ostfront im Zweiten Weltkrieg. Trotz der umfassenden Sicherheitsvorkehrungen wurde hier am 20. Juli 1944 ein Attentat auf Hitler verübt, das allerdings scheiterte.