FIFA U-20-Weltmeisterschaft Polen 2019

FIFA U-20-Weltmeisterschaft Polen 2019

23 Mai - 15 Juni

Polen

U20WC 2019 Host Country: Poland

Polen richtet mit der FIFA U-20-Weltmeisterschaft 2019 erstmals ein FIFA-Turnier aus. Doch das Land verfügt bereits über Erfahrung mit wichtigen internationalen Turnieren. So richtete Polen gemeinsam mit der Ukraine die UEFA EURO 2012 aus und war auch Gastgeber der UEFA U-21-Europameisterschaft 2017.

Geschichte und Geografie

Polen liegt in Mitteleuropa und hat bei einer Gesamtfläche von 312.696 Quadratkilometern rund 38 Millionen Einwohner. Warschau ist die Hauptstadt und die größte Stadt des Landes.

Die Gründung des polnischen Staates geht auf das Jahr 966 zurück, als der damalige Herrscher Mieszko I zum Christentum konvertierte. Das Königreich Polen wurde 1025 gegründet. Im Verlauf der Jahrhunderte gab es zahlreiche Höhen und Tiefen für Polen. Erst 1918 und damit mehr als ein Jahrhundert nach der polnischen Teilung zum Ende des 18. Jahrhunderts erlangte Polen seine Unabhängigkeit zurück. Im September 1939 begann der Zweite Weltkrieg mit der Invasion der Deutschen, gefolgt von einem Angriff der Sowjetunion. Mehr als sechs Millionen Polen verloren während des Krieges ihr Leben. Nach dem Krieg wurde die Volksrepublik Polen gegründet, die unter starkem sowjetischem Einfluss stand. Seit 1989 ist Polen wieder ein vollständig souveräner Staat, vor allem durch den Einfluss der Solidarność-Bewegung.

Polen hat Landgrenzen mit Russland, Litauen, Belarus, der Ukraine, der Slowakei, der Tschechischen Republik und Deutschland.

Klima und Tourismus

Die Sommer sind gewöhnlich warm bis heiß, mit Temperaturen zwischen 18°C bis zu 30°C, je nachRegion. Die Winter sind recht streng, mit Durchschnittstemperaturen um +3°C im Nordwesten und −6°C im Nordosten.

Polen verfügt über zahlreiche touristisch interessante Ziele, von den Bergen im Süden bis zu den Sandstränden im Norden. Die meistbesuchte Stadt ist Krakau, die ehemalige Hauptstadt des Landes. Auch Breslau, eine der ältesten Städte Polens, ist ein sehr beliebtes Touristenziel. Die historische Altstadt der Hauptstadt Warschau wurde nach den Zerstörungen des Krieges wieder aufgebaut. Weitere bekannte Ziele für Touristen sind Danzig (Gdánsk), Posen (Poznan), Lublin, Toruń und das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz (Oświęcim). 
Die Ostseestrände im Norden sind bei Wassersportlern ebenso beliebt wie die Seen der Masurischen Seenplatte. Sehenswert ist auch der Bialowiezer Urwald, sowie die Gebirgslandschaften der Tatra, der Pieninen sowie der Beskiden im äußersten Südosten. Es gibt mehr als 100 Burgen und Schlösser in Polen.

Wirtschaft und Währung

Polens Wirtschaft gehört zu den am schnellsten wachsenden in der EU. Die Privatisierung vormals staatlicher Betriebe und gesetzliche Regelungen zur Vereinfachung der Gründung neuer Unternehmen haben eine schnelle Entwicklung des privaten Sektors ermöglicht. Polens Bankensektor ist der größte in Mittel- und Osteuropa. Im Agrarsektor verfügt Polen über zahlreiche private Unternehmen.

Das Land ist einer der weltweit führenden Produzenten von Kupfer und Kohle.

Die polnische Währung ist der Złoty. Rund 4,3 Złoty entsprechen einem Euro.

Fussball in Polen

Fussball ist die populärste Sportart in Polen. Erste Profiklubs wurden bereits Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet. Die polnische Nationalmannschaft bestritt 1921 ihr erstes Länderspiel. Polen nahm bisher an drei UEFA-Europameisterschaften teil, nämlich 2008 , 2012 (als Gastgeber gemeinsam mit der Ukraine) und 2016.

Polens Nationalmannschaft hat sich bereits acht Mal für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ qualifiziert, zuletzt 2018. Ein Spiel für die Ewigkeit absolvierte das polnische Team bei seiner ersten WM-Teilnahme 1938. Ernst Willimowski erzielte bei der dramatischen 5:6-Niederlage (n.V.) gegen Brasilien nicht weniger als vier Tore.

Die größten WM-Erfolge Polens waren die zwei dritten Plätze bei den Turnierauflagen 1974 und 1982. Das Rückgrat der Goldenen Generation von 1974 bildeten Grzegorz Lato (Torschützenkönig der WM in Deutschland mit sieben Treffern), Andrzej Szarmach (Vize-Torschützenkönig mit fünf Toren), der legendäre Torhüter Jan Tomaszewski sowie der herausragende Spielmacher Kazimierz Deyna. Bei der WM 1982 glänzte dann eine neue Generation und landete ebenfalls auf Platz drei, allen voran Zbigniew Boniek, der heutige Präsident des polnischen Fussballverbandes. Nach dem Turnier in Spanien schloss sich Boniek Juventus Turin an und entwickelte sich zu einem der größten polnischen Spieler aller Zeiten. Beim Thema Fussball darf natürlich Włodzimierz Lubański nicht unerwähnt bleiben. Mit 48 Länderspieltoren war er viele Jahre lang Rekordtorschütze der polnischen Nationalmannschaft und wurde erst kürzlich von Robert Lewandowski abgelöst, der Symbolfigur für das Wiedererstarken des polnischen Teams.