FIFA Junioren-Weltmeisterschaft Katar 1995

FIFA Junioren-Weltmeisterschaft Katar 1995

13 April - 28 April

;

Katar 1995: Argentinien in Spitzenform

Argentina
© FIFA.com

*Der Weltmeister: *
Sechzehn Jahre, nachdem Maradonas extrem talentierte Generation den FIFA-Junioren-Weltmeistertitel 1979 geholt hatte, machte ein weiteres hoch talentiertes Team junger Argentinier von sich reden. Auch wenn die Einzelspieler des 1995er Jahrgangs weniger begabt waren als ihre Vorgänger, spielte José Pekermans Mannschaft dennoch wie eine gut geölte und auf Erfolg programmierte Maschine: Kompakt in der Abwehr, effizient im Mittelfeld und taktisch bereits beachtlich ausgereift. Dar&Uumlber hinaus besaßen die Albiceleste auch Spieler mit F&Uumlhrungsqualitäten im Team: Torh&Uumlter Joaquin Irigoytia, Innenverteidiger und Mannschaftskapitän Juan Sorin, Mittelfeld-Topmann Ariel Ibagaza und St&Uumlrmer Walter Coyette. Aber auch die exzellente Trainerleistung von Pekerman zahlte sich aus, als es darauf ankam: Sowohl im Halbfinale als auch im Finale (2:0 gegen den Erzrivalen Brasilien) erzielten die von ihm gebrachten Auswechselspieler die entscheidenden Tore.

*Die Überraschungen: *
Bei der FIFA-Junioren-Weltmeisterschaft Katar 1995 gab es keine große &Uumlberraschungen - die Fussballhierarchie blieb weitestgehend erhalten. Vier spanisch- und portugiesischsprachige Teams erreichten das Halbfinale: Argentinien, Brasilien, Spanien und Portugal spielten allesamt einen attraktiven Fussball. Und was die individuellen Leistungen betraf, ernteten - nicht zum ersten Mal - die Brasilianer das meiste Lob.

Zwei Fussball-"Zwerge" drangen mit großartigen Leistungen bis ins Viertelfinale vor: Die Australier setzten sich in einer augenscheinlich schwierigen Gruppe mit Deutschland und Costa Rica durch und landeten hinter Kamerun auf dem zweiten Platz. Im Viertelfinale zwangen sie Portugal zu einer Verlängerung und verloren letztlich nur durch ein Golden Goal. Mark Viduka machte in diesem Turnier erstmals international von sich reden (4 Tore in 4 Spielen), und auch Josip Skoko präsentierte sein nicht unbeträchtliches Talent einer breiten Öffentlichkeit.

Die zweite &Uumlberraschung bot die japanische Elf, die sich ebenfalls in einer starken Gruppe durchsetzen konnte (mit Spanien, Burundi und Chile), bevor sie im Viertelfinale gegen Brasilien mit 2:1 unterlag. Koji Tanakas Team beeindruckte nicht nur durch seine Gewandtheit, sondern vor allem durch seine f&Uumlr ein asiatisches Team beachtlichen physischen Fähigkeiten. Aus dieser ohnehin guten Mannschaft ragte der hochtalentierte Hidetoshi Nakata besonders heraus.

Spieler des Turniers:

Auch bei dieser FIFA-Junioren-Weltmeisterschaft erwiesen sich die Brasilianer als technisch beschlagenste Mannschaft des Turniers. Und das größte Talent in den Reihen der durchweg talentierten Seleção war in den Augen vieler Experten der junge Caio. Dieser elegante Passgeber und Torsch&Uumltze war f&Uumlnf Mal selbst erfolgreich und brachte sein Team mit zwei entscheidenden Vorlagen ins Finale. Vor allem im Strafraum war er seinen Gegnern immer einen Schritt voraus, wobei ihm seine perfekte Ballbehandlung zu Gute kam. Nach dem Turnier wechselte Caio von Sao Paulo zu Inter Mailand und von dort zum SSC Neapel. Danach kehrte er nach Brasilien zur&Uumlck und kam &Uumlber Santos und Flamengo zu Fluminense, wo er heute noch spielt.

Namen, die man sich merken sollte:

Juan Sorin (ARG), Mark Viduka (AUS), Caio (BRA), Luizao (BRA), Zé Elias (BRA), Pierre Wome (CMR), Geremi Njitap Fotso (CMR), Hector Tapia (CHI), Paulo Wanchope (CRC), Ryuzo Morioka (JPN), Hidetoshi Nakata (JPN), Kitzito Musampa (NED), Dani (POR), Ivan De la Pena (ESP), Joseba (ESP), Raul Blanco (ESP), Miguel Salgado (ESP), Fernando Morientes (ESP), ¿

Katar 1995 in Zahlen:

Abschlusstabelle:

  1. Argentinien

  2. Brasilien

  3. Portugal

  4. Spanien

Erzielte Tore:
105 (durchschnittl.: 3,28/Spiel)

Beste Offensivmannschaft:
Spanien (19 Tore)

Beste Torsch&Uumltzen:

  1. Joseba (ESP), 7 Tore

  2. Dani (POR), 4 Tore, 5 assists

  3. Caio (BRA) 5 Tore, 2 assists

Spielorte:
Sämtliche Spiele fanden in Doha im Khalifa Stadium, dem Al-Ahli Club und dem Qatar Club statt.

Zuschauer:
455.000 (Finale: 65.000)

Durchschnittliche Zuschauerzahl:
14,219

Interessante Statistik:

Das Spiel Niederlande - Honduras wurde vom Schiedsrichter vorzeitig abgepfiffen:Vier Spieler der mittelamerikanischen Mannschaft waren vom Platz gestellt worden, ein f&Uumlnfter Spieler war schwer verletzt und sämtliche Ersatzleute waren bereits eingewechselt worden. Dadurch bestand Luis Paz Camargos Team nur noch aus sieben Spielern, was nicht zulässig ist. So fand zum ersten Mal in der Geschichte eines offiziellen FIFA-Wettbewerbs ein Spiel ein vorzeitiges Ende.

;

K.-o.-Runde

;

FIFA U-20-WELTMEISTERSCHAFT