FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2018

05. - 24. August

FIFA U-20-FRAUEN-WM 2018

In der Bretagne wird ein neuer Weltmeister gekrönt

© Getty Images
  • Spanien und Japan treffen am Freitag im Finale der FIFA U-20-Frauen-MW aufeinander
  • Beide Teams wollen den ersten Titelgewinn bei diesem Wettbewerb
  • Frankreich und England spielen um Platz drei

TAGESVORSCHAU– Am Freitag wird im Finale der FIFA U-20-Frauen-WM 2018 in der Bretagne im Duell zwischen Japan und Spanien der neue Weltmeister gesucht.

Die 16 besten U-20-Frauen-Nationalmannschaften waren in der Bretagne am Start und zeigten in den vergangenen Wochen ihre Leidenschaft und ihr Können in einem packenden Turnier. Nun stehen sich im Endspiel die U-19-Meister des vergangenen Jahres aus Europa und Asien gegenüber und spielen im Stade de la Rabine in Vannes um die Trophäe.

Zuvor treten die am Montag unterlegenen Halbfinalisten England und Frankreich zum Spiel um Platz drei an. Die "Young Lionesses" wollen erstmals eine Medaille bei diesem Turnier holen.

Die Spiele

Spiel um Platz drei
Frankreich – England, Vannes, 16:00 Uhr (Ortszeit)

Finale
Spanien – Japan, Vannes, 19:30 Uhr (Ortszeit)

Schon gewusst?

Erneutes Aufeinandertreffen

Im Rahmen ihrer Vorbereitungen auf das Finale am Freitag werden die beiden Finalisten ganz sicher ihr Aufeinandertreffen in Gruppe C am 9. August in Concarneau bis ins letzte Detail analysieren. In dieser Partie siegten die Spanierinnen durch ein Tor von Carmen Menayo mit 1:0. Schon bei der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Papua-Neuguinea 2016 waren die beiden Nationen aufeinander getroffen und auch damals hatte sich die Rojita mit dem gleichen Resultat durchgesetzt. Doch die Japanerinnen können ihrerseits auf einen Finalsieg gegen Spanien verweisen. Bei der FIFA U-17-Frauen-WM Costa Rica 2014 setzten sich die Asiatinnen mit 2:0 durch und feierten den Titelgewinn. Mehrere Spielerinnen aus jenem Finale sind auch in Vannes wieder am Start.

Aitana fehlt

Schwer dürfte es für Spanien werden, die gesperrte Aitana Bonmati im Mittelfeld zu ersetzen. Die Spielerin vom FC Barcelona war am Montagabend in Tränen aufgelöst, nachdem sie wegen zweier verwarnungswürdiger Aktionen beim Halbfinalsieg gegen Gastgeber Frankreich des Feldes verwiesen worden war. Ihr Fehlen ist ein schwerer Schlag für die Rojita, denn Bonmati hatte alle bisherigen Spiele bei diesem Turnier bestritten. Die Dominanz im Mittelfeld dürfte einer der Schlüsselfaktoren für den Ausgang des Endspiels sein. Entsprechend muss man abwarten, welches Rezept Trainer Pedro Lopez entwickelt, um das Fehlen Bonmatis auszugleichen.

Grundsolide Nadeshiko

Die Japanerinnen beeindruckten in der K.o.-Phase insbesondere durch viel Flair in der Offensive und ihre starken Torabschlüsse. Doch auch die Defensive der Young Nadeshiko hat einen wichtigen Beitrag zum Erreichen des Endspiels geleistet. So ließ die von Innenverteidigerin Moeka Minami geführte Abwehr der Japanerinnen im Viertelfinale gegen Deutschland lediglich einen späten Ehrentreffer des Gegners zu und behielt im Halbfinale gegen die bis dahin äußerst torgefährlichen Engländerinnen gar eine weiße Weste. Auch im Finale wird viel davon abhängen, wie gut das Team von Futoshi Ikeda die Offensivaktionen der Spanierinnen einschränken kann.

Versöhnlicher Abschluss

Natürlich hätten beide Teams am letzten Turniertag lieber das Finale bestritten, doch weder die Engländerinnen noch die französischen Gastgeberinnen wollen das Turnier mit einem Misserfolg im Spiel um Platz drei beenden. Die Schützlinge von Mo Marley werden das Turnier in jedem Fall mit einer nationalen Bestleistung abschließen, selbst wenn sie verlieren. Doch der Gewinn der Bronzemedaille wäre für die "Young Lionesses" die schönere Weise, dieses denkwürdige Turnier zu beenden. Auch die Gastgeberinnen wollen die Zeit in der Bretagne mit einem Erfolg beenden, nachdem die Hoffnung auf den Finaleinzug gegen Spanien zerplatzt ist. Die Fans dürfen sich also auch beim Duell zwischen diesen beiden europäischen Teams auf ein packendes Spiel freuen.

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