FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Papua-Neuguinea 2016

FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Papua-Neuguinea 2016

13 November - 3 Dezember

FIFA U-20-FRAUEN-WM 2016

Rote Karte für Gewalt gegen Frauen und Kinder

#ENDViolence Photo: OFC
© Others

Bei der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft in Papua-Neuguinea werden sich die besten Nachwuchsspielerinnen der Welt präsentieren. Außerdem wird das Turnier eine wichtige Plattform für eine Sensibilisierungskampagne bilden, die sich gegen Gewalt gegen Frauen und Kinder richtet.

Die #ENDviolence-Kampagne ist Bestandteil des Nachhaltigkeitsprogramms der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft und darauf ausgerichtet, die Wahrnehmung von Frauen und Gewalt in den zehn Pazifiknationen zu ändern.

Die FIFA verwendet Vorbilder aus dem Fussball, um aufstrebenden Athleten die Kampagne #ENDviolence näherzubringen. Am Turnier teilnehmende und andere Spielerinnen haben sich dazu verpflichtet, das Projekt über die REDcard-Kampagne zu unterstützen.

Die Kampagne zielt auf darauf ab, bei Mädchen und Jungen, Frauen und Männern in der gesamten Gesellschaft Respekt, gegenseitiges Verständnis und Toleranz zu erzeugen – mit dem Endziel, die Risikofaktoren für geschlechtsbasierte Gewalt im Pazifik zu senken.

Die FIFA und die UNICEF werden gemeinsam mit den an der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft teilnehmenden Teams darauf hinarbeiten, sportliche Champions zu entwickeln, die zusammenstehen und gegen Gewalt Stellung beziehen. Teams und Länder werden gebeten, sich gemeinsam mit einem "berühmten" Fussballspieler in ihren jeweiligen Ländern gegen Gewalt stark zu machen.

Die Kampagne nutzt die FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft als einzigartige Plattform, um Zielgruppen in Sport und Gesellschaft einzubinden und wichtige Informationen zu #ENDviolence zu verbreiten.

Studien belegen, dass Misshandlungen massive physische, emotionale und finanzielle Auswirkungen haben. In der Pazifik-Region waren etwa 80 Prozent der Kinder bereits direkt von Gewalt oder Misshandlungen betroffen. Es gibt Belege dafür, dass 57 Prozent der Frauen im Südpazifik Gewalt von ihrem Partner erfahren haben, und dass ein Mädchen, das Zeuge der Misshandlung ihrer Mutter wird, im Erwachsenenalter selbst leichter zum Gewaltopfer wird. Über 50 Prozent der 13- bis 15-Jährigen werden laut eigener Aussage drangsaliert, und 30 Prozent geben an, in den letzten zwölf Monaten einen Suizidversuch unternommen zu haben.

In einem kürzlich veröffentlichten UNICEF-Bericht heißt es: "Gewalt gegen Frauen wird weithin als fundamentale Verletzung der Menschenrechte verdammt und ist als bedeutendes Problem der öffentlichen Gesundheit anerkannt, das enormen gesellschaftlichen Schaden anrichtet und den Volkswirtschaften gewaltige Kosten verursacht."

Gewalt betrifft nicht nur Frauen, sondern hat auch nachteilige Auswirkungen auf Kinder. Weltweit kostet Gewalt gegen Kinder bis zu USD 7 Billionen. Angesichts dieser Kosten kann Gewalt gegen Frauen und Kinder eine Nation erheblich schwächen und Schlüsselmitgliedern der Gesellschaft schwerste Schäden zufügen.

Mit der #ENDviolence-Kampagne soll in einer Region der Welt, in der der Zugriff auf Informationen durch schlechte Internet-, Fernseh- und Radiodurchdringung eingeschränkt ist, ein erhöhtes Bewusstsein geschaffen werden. Champions aus dem Sportbereich sollen ihre Stimme gegen Gewalt erheben und damit die Gesellschaft in der gesamten Region für Gewalt gegen Frauen und Kinder sensibilisieren.

Die FIFA wird sich während des Turnierverlaufs in Zusammenarbeit mit ihren Partnern, der Ozeanischen Fussball-Konföderation (OFC), UNICEF, UN Women, dem Urban Youth Employment Project, der Australian High Commission sowie der U.S.-amerikanischen Botschaft in Port Moresby auf eine Reihe von Schlüsselaktivitäten konzentrieren. Sie alle dienen dem Ziel, ein nachhaltiges und greifbares Vermächtnis zu hinterlassen.

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