FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Kanada 2014

FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Kanada 2014

5 August - 24 August

FIFA U-20-FRAUEN-WM 2014

Petermann: "Kann es noch gar nicht fassen"

Lena Petermann and Lina Magull of Germany celebrate
© Getty Images

"An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit. An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit", heißt es in einem Song der Toten Hosen, der bei Siegesfeiern deutscher Mannschaften schon fast zum Standardprogramm zu gehören scheint. Kein Wunder, dass er auch in der Kabine der U-20-Juniorinnen nach dem Triumph in der Kabine aus den Boxen schallte.

"Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das hätten wir am Anfang überhaupt nicht erwartet, weil wir viele Verletzte hatten und nicht so eingespielt waren. Das wurde im Laufe des Turniers besser, und in der Gruppenphase haben wir richtig gut gespielt", strahlte Deutschlands Spielführerin Lina Magull im Gespräch mit FIFA.com. "Ich habe mit Wolfsburg schon einige Erfolge gefeiert und eigentlich von Anfang an in der U-20 gespielt. Da ist es natürlich umso schöner. Das ist meine letzte Chance gewesen, mit der Junioren-Mannschaft einen Titel zu holen. Diese Chance haben wir wahrgenommen und es zum Glück geschafft", so Magull, die sich im Anschluss zu Sara Däbritz umdrehte und ins Mikro rief: “Wir sind Weltmeister!“

"Ich bin immer noch sprachlos und kann es noch gar nicht ganz glauben, dass wir Weltmeister sind. Das ist einfach nur genial, und jetzt freuen wir uns", grinste Däbritz und fügte mit einem schallende Lachen ganz in Manier der Toten Hosen hinzu. "An Tagen wie diesen... wird man Weltmeister!"

An sich glauben und an die eigenen Stärken erinnern
Ihren beiden Mannschaftskameradinnen dicht auf den Fersen und mit einer Deutschlandfahne um die Schulter gelegt, ließ es sich auch Pauline Bremer nicht nehmen, ihre überschäumende Freude mit FIFA.com zu teilen. "Mir geht es super. Ich bin richtig froh, dass wir es geschafft haben. Es war eine Hammer Teamleistung. Wir sind alle nur glücklich", beschrieb die strahlende Gewinnerin des silbernen Schuh von adidas als zweitbeste Torschützin des Turniers ihre Gefühlslage.

"Wir haben uns immer weiter gepusht und wollten auf jeden Fall diesen Sieg. Wir haben immer an uns geglaubt, uns in der Kabine an unsere Stärken erinnert und gesagt, was wir besser machen sollen. Dann hat es zum Glück in der Verlängerung auch noch geklappt."

Dem konnte sich auch Theresa Panfil nur anschließen. "Ich fühle mich phänomenal. Mir fehlen die Worte. Wir sind überglücklich. So eine Teamleistung zu dem Sieg, das war der Wahnsinn", erklärte die 1,59 Meter "kleine" Mittelfeldspielerin, die auf dem Platz zu einer ganz "Großen" ihrer Zunft aufstieg. "Wir sind während des Turniers als Team zusammengewachsen. Jeder hat für jeden in jedem Spiel gekämpft. Niemand war sich zu schade, sich zu opfern. Wir hatten dann auch die Spielerinnen, die die Tore gemacht und zu den Siegen geführt haben."

Petermann und ein Treffer für die Ewigkeit
Eine Torschützin stand im Finale gegen Nigeria dabei am Ende ganz besonders im Fokus. Die 20-jährige Lena Petermann, die in der 98. Minute den entscheidenden Treffer erzielte und ihre Mannschaft zum WM-Titel führte.

"Ich bin gerade noch total im Nirgendwo. Ich weiß auch nicht genau, wo ich bin. Es fühlt sich einfach gut an, aber noch nicht richtig real. Momentan befinde ich mich noch in einer Art Schockstarre und kann es noch gar nicht fassen. Ich brauche noch ein paar Tage, um es wirklich zu begreifen. Die letzten beiden Spiele waren, glaube ich, die Härtesten meines Lebens", so eine sichtlich ergriffene Petermann in den Katakomben des Olympic Stadiums von Montreal. "Heute Abend geht noch jede Menge ab. Das ist etwas, dass man wahrscheinlich nur einmal in seinem Leben erleben darf. Das muss dann auch dementsprechend feiern."

Oder um es mit den Worten der *Toten Hosen *auszudrücken: "An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit."

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