FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2018

05. - 24. August

FIFA U-20-FRAUEN-WM 2018

Nigeria: Mit Beharrlichkeit zum Ziel

© Getty Images
  • Nigeria erzielt in Dinan-Léhon späten Ausgleich gegen VR China
  • Das Ergebnis sichert dem Team aus Westafrika den Einzug ins Viertelfinale der WM
  • Aishat Bello und Peace Efih spielen eine wichtige Rolle beim Remis am Montag

Späte Tore sind immer eine dramatische Angelegenheit, egal, auf welchem Niveau sie erzielt werden. In den letzten Sekunden des letzten Spiels der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft 2018, das in Dinan-Léhon ausgetragen wurde, ließ Nigeria das scheinbar Unmögliche Realität werden. Dabei war das fragliche Tor nicht etwa ein Sieg-, sondern nur ein Ausgleichstreffer.

Die Nachspielzeit der zweiten Halbzeit war fast abgelaufen, und die "Super Falconets" lagen mit 0:1 zurück. Mit diesem Ergebnis hätte das Team sich nach der Gruppenphase des Wettbewerbs verabschieden müssen, und die VR China wäre nach Deutschland als zweites Team der Gruppe D ins Viertelfinale eingezogen. Die Westafrikanerinnen brauchten ein Unentschieden, um sich aufgrund der besseren Tordifferenz an den Asiatinnen vorbeizuschieben und in der Runde der letzten Acht dabei zu sein. Ein einziger genialer Moment würde schon reichen.

Der Auftritt der eingewechselten Aishat Bello und der Spielführerin Rasheedat Ajibade, die diesen entscheidenden Ausgleichstreffer fabrizierten, wird den nigerianischen Fussballfans sicher noch lange in Erinnerung bleiben, auch wenn der Treffer am Ende als Eigentor der chinesischen Rechtsverteidigerin Jiaxing Dou gewertet wurde. "Es war nicht einfach. Ich saß auf der Bank und dachte, dass wir das Spiel vielleicht schon verloren hatten", so Bello nach dem Montagsspiel im Stade du Clos Gastel im Gespräch mit FIFA.com. "Aber dann habe ich mir selbstbewusst gesagt, dass wir dieses Spiel nicht verlieren würden und dass ich nach meiner Einwechslung mein Bestes tun müsste, um das benötigte Ergebnis zu erzielen."

Bellos Einsatz sollte sich als entscheidend erweisen, denn die 17-Jährige schob sich auf der rechten Seite hinter die chinesische Abwehrlinie und spielte dann eine schöne Hereingabe auf Ajibade. Die nigerianische Spielführerin versuchte mit aller Macht an den Ball zu kommen und sorgte so dafür, dass er schließlich von Dou ins eigene Netz abgefälscht wurde. "Ich dachte, dass eine von meinen Mitspielerinnen schon dort sein würde", so Bello. "Und dann war meine Teamkameradin [Ajibade] tatsächlich da und konnte die Sache für mich zu Ende bringen. Das hat mich sehr, sehr glücklich gemacht."

Die Hoffnung nicht aufgeben

Obwohl die Partie gegen die Gegnerinnen aus Asien für das Team von Christopher Musa eine harte Nuss war, ließ die Motivation der Truppe nie nach. Beharrlich trachtete man nach dem einen Tor, das dem Schicksal die Wende geben würde. "Das Spiel war sehr wichtig, und wir wollten einfach gewinnen", so Peace Efih, Mittelfeldspielerin der "Super Falconets". "Wir wollten dafür sorgen, dass wir in die nächste Runde einziehen. Deshalb haben wir bis zum Schluss gekämpft. In der zweiten Halbzeit mussten wir einfach Druck machen und unseren Kampfgeist am Leben erhalten. Es kommt nur darauf an zu gewinnen, bis zum Ende zu kämpfen."

Mit diesem Siegeswillen geht Nigeria nun auch die nächste Herausforderung an, die am Donnerstag in Concarneau wartet, wo man im Viertelfinale auf Spanien trifft. "Das Viertelfinale wird nicht leicht werden, aber wir werden bis zum Schlusspfiff kämpfen", so Efih. "Wir haben die Einstellung, dass wir jedes Mal alles geben. Mit unserem Zusammenhalt werden wir etwas erreichen. Davon sind wir überzeugt."

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