FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Papua-Neuguinea 2016

13 November - 3 Dezember

FIFA U-20-FRAUEN-WM 2016

Matsubara, Japans torgefährliche Allrounderin

© Getty Images

Am Donnerstag stürmten die Japanerinnen mit einer weiteren überragenden Leistung in die Runde der letzten Vier in Papua-Neuguinea 2016, indem sie Brasilien in beeindruckender Manier mit 3:1 abfertigten. Japans bewährte Offensivkräfte – Yui Hasegawa, Yuka Momiki und Hina Sugita – waren wieder allgegenwärtig, aber dieses Mal war ein anderer Name in aller Munde: Shiho Matsubara.

Die nach der Pause eingewechselte Matsubara traf nach nur fünf Minuten ins Schwarze und war Mitte der zweiten Halbzeit erneut erfolgreich. Bei diesem zweiten Treffer zeigte sie, wie abgeklärt und voller Selbstvertrauen sie bereits ist. Am zweiten Pfosten stehend erreichte Matsubara ein schwer zu kontrollierender Ball, den sie scheinbar mühelos herunterholte. Dann ließ sie eine Verteidigerin ins Leere laufen und schob den Ball problemlos ins Tor.

In den vier bisherigen Partien in Papua-Neuguinea hat Japan bereits 14 Treffer erzielt. Am Donnerstagabend gegen Brasilien im National Football Stadium von Port Moresby hätten es mit Leichtigkeit noch einige mehr als nur die drei werden können.

"Der Coach hat uns zur Halbzeit aufgefordert, noch mehr Tore zu schießen und das Spiel zu entscheiden", erzählte Matsubara FIFA.com. "Wir haben das Tempo erhöht und eine gute zweite Halbzeit gespielt. Ich habe meinen Job für das Team erledigt und versucht, meiner Aufgabe gerecht zu werden und meinen Teil beizutragen. Auch die geringste Unterstützung kann sehr hilfreich sein."

Torgefährliche Allrounderin
Neun Spiele und vier Tore: so lautet Matsubaras bisherige Bilanz bei FIFA-Turnieren. Nicht schlecht für eine Verteidigerin. Zwar wird Matsubara im Kader Japans eigentlich als Abwehrspielerin geführt, doch das hält Trainer Asako Takakura nicht davon ab, die Vielseitigkeit der 19-Jährigen zu nutzen. Genau so war es vor zwei Jahren in Costa Rica, als Takakura die japanische Auswahl mit Matsubara zum Titelgewinn bei der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft führte. Bei ihrem Verein Cerezo Osaka kommt Matsubara in der Liga sogar im Angriff zum Einsatz.

"Das war ein tolles Gefühl", erzählt Matsubara vom verdienten Titelgewinn Japans 2014 in Costa Rica. "Aber das hier ist ein anderes Kaliber, es geht um viel mehr. Der Druck ist groß und viele Faktoren sind zu berücksichtigen."

Japans Bilanz bei U-17-Turnieren ist beeindruckend. Erst vor wenigen Wochen verpassten die Asiatinnen in Jordanien nur knapp den Titelgewinn. Doch in der Altersklasse U-20 tun sie sich erheblich schwerer. Erst einmal vor Papua-Neuguinea 2016 hat Japan das Halbfinale erreichen können, und das war im eigenen Land vor vier Jahren. Wird das Team dieses Mal Geschichte schreiben können?

"Das letzte Mal hatten wir uns gar nicht qualifiziert, so dass wir zunächst dieses Ziel erreichen wollten", erzählt Matsubara. "Alle Teams wollen den Titel holen, aber wir sind nun in einer sehr guten Ausgangslage dafür. Jetzt geht es um alles oder nichts. Wenn wir verlieren, müssen wir wieder nach Hause fahren. Aber das ist nicht das Ziel, das wir uns gesetzt haben. Wir sind davon überzeugt, dass wir weiter gewinnen werden. Ich bin zuversichtlich und habe ein gutes Gefühl, was dieses Turnier angeht."

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