FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Kanada 2014

FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Kanada 2014

5 August - 24 August

FIFA U-20-FRAUEN-WM 2014

Frankreich hat die Runde der letzten Vier fest im Blick

France celebrates their 3-0 win over Paraguay
© Getty Images

Nachdem sie die Vorrunde wie erwartet ohne Niederlage und damit als Sieger der Gruppen C und D abgeschlossen haben, geht es für Nigeria und Frankreich jetzt um den Einzug in die Runde der letzten Vier. In ihren Viertelfinal-Partien gegen Neuseeland beziehungsweise die Republik Korea haben es die favorisierten Falconets und Bleuettes selbst in der Hand, den Einzug ins Halbfinale der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Kanada 2014 perfekt zu machen.

Allerdings haben die Südkoreanerinnen, die sich gerade noch ihr Weiterkommen sichern konnten, ebenso wie die Neuseeländerinnen, die zum ersten Mal in der Geschichte dieses Turniers die K.o.-Runde erreichten, nichts zu verlieren. Beide Mannschaften hoffen, unbeschwert aufspielen zu können und so vielleicht doch noch die Vorschlussrunde zu erreichen. FIFA.com präsentiert die Vorschau auf den zweiten Spieltag des Viertelfinales.

Die SpieleNigeria – Neuseeland, Moncton, 17. August 2014, 17:00 Uhr (Ortszeit) *
*Als Finalist der Turnierauflage 2010 und Halbfinalist von 2012 hofft Nigeria, bei seiner sechsten Viertelfinal-Teilnahme in Serie zum dritten Mal in Folge in die Runde der besten vier Mannschaften in dieser Alterskategorie einziehen zu können. Bislang hat das Team von Trainer Peter Dedevbo gezeigt, dass dieses Ziel auch machbar ist: Nigeria ist neben Frankreich und Deutschland eines der drei Teams, die in der Gruppenphase ohne Niederlage geblieben sind. Überdies haben die Afrikanerinnen bewiesen, dass sie über ihre physische Stärke und ihre Schnelligkeit hinaus auch mental für jede Herausforderung gerüstet sind. Davon zeugt die Tatsache, dass sie in den Gruppenspielen gegen Mexiko und England zwei Mal einen Rückstand wettmachen konnten.

Was ihre Gegner anbelangt, so konnten die *Kiwis *ihrer bislang enttäuschenden Turnierserie, die ihnen vier Mal in Folge die Heimreise nach der Vorrunde bescherte, endlich ein Ende setzen und zum ersten Mal überhaupt bei einer FIFA U-20-Frauen-WM in die Runde der letzten Acht vorstoßen. "Jetzt wollen wir noch mehr!", lautet die Ansage von Mittelfeldspielerin Megan Lee, die gegen Costa Rica eine Glanzleistung bot. Um dies zu schaffen, müssen die Neuseeländerinnen so wie gegen Costa Rica (3:0) und Paraguay (2:0) in der Offensive effizient spielen, in der Abwehr aber auch solider stehen als noch gegen Frankreich (0:4), als sie von Loveth Aylia und Asisat Oshoala das eine um das andere Mal überrannt wurden.

Frankreich – Republik Korea Montreal, 17. August 2014, 19:00 Uhr (Ortszeit)
Es fällt schwer zu glauben, dass Frankreichs Trainer Gilles Eyquem mit den Leistungen seiner Schützlinge noch nicht restlos zufrieden ist. Immerhin sprechen wir hier von einer Mannschaft, die bisher in drei Spielen 15 Treffer erzielte und die seit ihrem U-17-WM-Titel 2012 und dem Gewinn der U-19-Europameisterschaft im Jahr darauf von Erfolg zu Erfolg eilt. Der für seine Neigung zum Perfektionismus bekannte Coach verbindet mit seiner Aussage die Hoffnung, dass sich seine Mannschaft nicht zurücklehnt und sich überlegen fühlt. Angeführt werden die Französinnen erneut von Claire Lavogez, die gegen Paraguay 70 Minuten lang geschont worden war, und Abwehrchefin Griedge Mbock Bathy, die großen Anteil daran hat, dass Frankreich die mit bislang nur einem Gegentor solideste Defensive hat.

Alles andere als eine leichte Aufgabe also für die Taeguk Warriors, die 2010 das Halbfinale erreichten und 2012 im Viertelfinale standen. Mit mehreren Spielerinnen in ihren Reihen, die bei der FIFA U-17-Frauen-WM 2010 den Titel geholt hatten, sowie mit ihrem Trio aus Jang Selgi, Kim Inji und Lee Geummin, das sich nahezu blind versteht, haben die Asiatinnen durchaus das Zeug dazu, die *Bleuettes *in Bedrängnis zu bringen. Hinzu kommt, dass sie aufgrund ihres 2:1-Erfolgs im hart umkämpften Gruppenspiel über Mexiko, nach dem die Mexikanerinnen die Koffer packen mussten, jede Menge Selbstvertrauen getankt haben.

Die Spielerin im FokusNachdem sie gegen Costa Rica erst nach einer knappen Stunde eingewechselt wurde, konnte die Französin Clarisse Le Bihan am Ende einen 5:1-Kantersieg ihrer Mannschaft bejubeln. Ein eigener Treffer gelang ihr dabei indes nicht. Im zweiten Spiel gegen Neuseeland spielte sie dann erneut nicht von Beginn an. Dafür steuerte sie nach ihrer Einwechslung gleich einen Doppelpack zum französischen 4:0-Sieg bei. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Paraguay (3:0) stand sie dann in der Startformation und wurde nach dem Abpfiff der Partie zur besten Spielerin des Spiels gewählt, wenngleich sie ohne Torerfolg blieb. Die Bretonin wurde von Spiel zu Spiel besser und hofft nun, diesen Trend gegen die Republik Korea fortsetzen zu können, egal ob sie von Beginn an oder erst im Verlauf der Partie zum Einsatz kommt.

*Die Zahl des Tages *20 - So viele Spielerinnen hat Frankreichs Trainer Gilles Eyquem in den drei Gruppenspielen eingesetzt. Einzig die dritte Torhüterin Deborah Garcia ist in Kanada bislang nicht zum Einsatz gekommen. Spielführerin und Abwehrchefin Griedge Mbock Bathy ist die einzige französische Spielerin, die alle drei Partien der Gruppenphase bestritten hat.

Das Zitat
"Wie mehrere meiner Mannschaftskolleginnen war auch ich bei der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft 2010 dabei und habe dort den Titel geholt. Dieses Glücksgefühl vergisst man nie. Jetzt hoffe ich, so etwas noch einmal erleben zu dürfen. Und ich bin überzeugt, dass wir dazu auch in der Lage sind."Lee Geummin (Stürmerin, Republik Korea)

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