FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2010

13 Juli - 1 August

FIFA U-20-FRAUEN-WM 2010

"Falconets" setzen auf die Zukunft

© Getty Images

Der Halbfinalsieg gegen Kolumbien war ein wunderbarer Moment für Nigeria und gleichzeitig ein großer Erfolg für den afrikanischen Fussball insgesamt, da damit zum ersten Mal eine Mannschaft von diesem Kontinent das Endspiel einer FIFA Frauen-Weltmeisterschaft erreichte. Der Trainer der Nigerianerinnen hatte dennoch so seine Schwierigkeiten, die ungebremste Euphorie, die an diesem Tag vorherrschte, zu teilen.

Neue Maßstäbe gesetztAls Perfektionist an der Seitenlinie zeigte sich Ndem Egan mit der Leistung seiner Mannschaft nicht vollends zufrieden. Am Sonntag hatte er trotz der 0:2-Endspielniederlage gegen Deutschland indes nur Worte des Lobes für seine Spielerinnen übrig, die durchaus in der Lage schienen, den frühen Treffer der Gastgeberinnen auszugleichen und letztendlich an der mangelhaften Chancenverwertung scheiterten.

Egan zeigte sich überzeugt, dass die Mannschaft, die während der drei Turnierwochen schnell, kraftvoll, leidenschaftlich und organisiert aufgetreten ist, mit ihrem Abschneiden neue Maßstäbe im afrikanischen Fussball gesetzt hat.

"Sind jetzt ein Vorbild""Wir sind jetzt ein Vorbild für den Frauenfussball in Afrika", so Egan im Exklusiv-Gespräch mit FIFA.com. "Wir sind mit der Leistung unserer Mannschaft sehr zufrieden. Wir haben zahlreiche junge Talente, von denen einige den Sprung in die A-Nationalmannschaft schaffen können. Sie haben zweifelsfrei aus den Erfahrungen vor zwei Jahren in Chile gelernt."

Ihre glanzvollen Auftritte (von den sechs Turnierspielen ging lediglich das Finale verloren) haben dem nigerianischen Fussball nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ neuen Auftrieb verliehen, und der Trainer zeigt sich überzeugt, eine erfolgreiche Ära eingeläutet zu haben. Die Arbeit des nigerianischen Fussballverbandes hinter den Kulissen und das Engagement im Nachwuchsbereich werden zahlreiche neue Talente zum Vorschein bringen, ist er sicher.

Streben nach Kontinuität"Wir haben versucht, unsere Nachwuchsmannschaften so aufzustellen, dass sie bei zukünftigen Turnieren Erfolge feiern können. Momentan läuft ein breit angelegtes Programm zur Förderung junger Talente", fügte er hinzu. "Ziel ist es, den Nachwuchs zu fördern, um bei Turnieren gut abzuschneiden. Der Verband fördert den Frauenfussball in unserem Land. Ferner ermutigen wir Unternehmen, Frauenmannschaften zu bilden, um Spielerinnen den Weg in die Nationalmannschaften zu ebnen. Auf diese Weise läuft das Programm kontinuierlich weiter."

Die Leistungen von Mittelfeldregisseurin Ebere Orji, die selbstlose Spielweise von Desire Oparanozie, die Laufbereitschaft von Glory Iroka, die Schussstärke von Helen Ukaonu und die Führungsstärke von Joy Jegede können jüngeren Spielerinnen als Beispiel dafür dienen, was durch harte Arbeit und Einsatz möglich ist.

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