Wir haben das Spiel gewonnen, das ist natürlich das Wichtigste. Es hat sehr viel Spaß gemacht, vor unserem Heimpublikum zu spielen und wir haben unseren Traum vom Finalsieg wahr gemacht. Im vergangenen Jahr haben wir nicht unbedingt die besten Ergebnisse eingefahren. Daher hatten wir von Anfang an den Traum, uns von Spiel zu Spiel zu steigern und immer besser zu spielen. Nach der Gruppenphase war ich sicher, dass wir es schaffen würden, und das haben wir dann auch. Es war nicht ganz leicht, angesichts der Manndeckung der Nigerianerinnen ein gutes Spiel aufzuziehen. Nach einer Viertelstunde haben wir nicht mehr genug auf die Laufarbeit geachtet. Man konnte angesichts der Spielweise der Nigerianerinnen gut nachvollziehen, wie diese Mannschaft das Finale erreicht hat. Sie haben es uns ziemlich schwer gemacht. Ich hoffe, dass angesichts der Frauen-WM im kommenden Jahr vielen Spielerinnen der Sprung in die A-Mannschaft gelingt. Sie müssen weiterhin hart arbeiten. Ich hoffe, dass sie es schaffen.
Maren Meinert (Trainerin, Deutschland)

Wenn man in eine Schlacht zieht, muss es normalerweise immer einen Sieger und einen Verlierer geben. Das Spiel ist so ausgegangen und wir akzeptieren das. Wir sind sehr zufrieden, weil wir alles andere als ein leichter Gegner waren, und wir hoffen, dass wir beim nächsten Wettbewerb noch etwas besser abschneiden. Das frühe Gegentor war natürlich ein schwerer Rückschlag für uns denn wir hatten noch gar nicht richtig ins Spiel gefunden und es gab noch Konzentrationsmängel. Die Spielerinnen waren vorbereitet, denn wir hatten ihnen entsprechende Warnungen gegeben, aber es ist trotzdem passiert und wir müssen es akzeptieren. Leider haben wir auch heute wieder unsere Möglichkeiten nicht genutzt. Wenn man seine Chancen nicht nutzt, dann gerät die eigene Abwehr immer stärker unter Druck und wenn sie nicht stark genug ist, bricht sie zusammen. Wenn wir nur die Hälfte unserer Chancen genutzt hätten, dann hätten wir bei diesem Turnier viel mehr Tore geschossen.
Ndem Egan (Trainer, Nigeria)

Das ist der schönste Tag meiner bisherigen Karriere. Ich werde wohl einige Zeit brauchen, um voll und ganz zu begreifen, was heute und während des gesamten Turniers geschehen ist. Was die WM im kommenden Jahr angeht, muss ich mich noch verbessern, um dabei sein zu können. Ob es ermüdend war, drei Mal raufzugehen und meine Auszeichnungen abzuholen? Nein, natürlich nicht. Es war eine große Ehre für mich und ich habe es sehr genossen. Ich habe allerdings nicht allzu viel Zeit, etwas mit den Auszeichnungen zu machen, denn in zwei Tagen fahre ich mit meinem Klub schon auf eine Tour nach Nordirland.
Alexandra Popp (Deutschland, Gewinnerin des Goldenen Schuhs von adidas und des Goldenen Balls von adidas)