Trotz eines 3:1 (1:0)-Erfolges über England ist die FIFA U-20-Frauen-WM in Deutschland für Japan beendet, da sich Mexiko und Nigeria im Parallelspiel mit 1:1 (0:1)-Unentschieden trennten. Japan und England müssen nun die Heimreise antreten.

Am letzten Spieltag der Gruppe C war bereits im Vorfeld Dramatik vorprogrammiert. Mit Japan und England standen sich zwei Teams gegenüber, die ihren hohen Erwartungen in den ersten beiden Partien nicht ganz gerecht wurden. Für beide war klar: Nur mit einem Sieg hält man die Chance auf den Einzug in die Runde der letzten Acht am Leben.

Mit Anpfiff der Begegnung versuchten beide Teams den Ton anzugeben. Englands Toni Duggan (1.) zielte aus 25 Metern direkt auf das Tor von Erina Yamane, die den Ball problemlos halten konnte. Die Engländerinnen drängten nach vorne, waren dabei aber stellenweise zu unkontrolliert und verloren viele Bälle. Die Japanerinnen hingegen hielten das runde Leder geschickt in den eigenen Reihen und warteten geduldig auf ihre Chancen.

Die bekam jedoch das Team von Coach Mo Marley. Einen Freistoß von Michelle Hinnigan (12.) lenkte Yamane über den Torpfosten, der anschließend ausgeführte Eckball führte ebenfalls nicht zum Erfolg. Im Gegenzug hatten die Japanerinnen den Führungstreffer auf dem Fuß, als Mana Ibawuchi (15.) im Alleingang die gegnerische Abwehr ausspielte. Im Abschluss war sie dann allerdings zu harmlos.

Fünf Minuten später umdribbelte Yuria Obara ihre Gegenspielerinnen und passte gekonnt auf Emi Nakajimi, die goldrichtig stand und den Ball im gegnerischen Tor zum 1:0 versenkte. Kurz darauf köpfte Takase über das Gehäuse von Rebecca Spencer. Die Engländerinnen hingegen agierten in ihren Angriffsversuchen zu ungenau, Japan war das eindeutig bessere Team.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kurzfristig. Die Mannschaft von Trainerin Mo Marley kam besser ins Spiel, gewann mehr Zweikämpfe und erarbeitete sich Torchancen. In der 55. Minute konnte Danielle Carter den Ball nicht im Tor der Japanerinnen unterbringen. England agierte weiterhin zu harmlos und das sollte sich rächen.

Statt des Ausgleichs, gab es in der 74. Minute das 2:0 für die Asiatinnen. Ein Freistoß landete bei Natsuki Kishikawa, die ihren Kopfball souverän versenkte. Nur vier Minuten später war es erneut Kishikawa (78.), die für Japan auf 3:0 erhöhte. Den 3:1-Enstand erzielte Toni Duggan per Foulelfmeter (83.), nachdem Danielle Carter im Strafraum zu Fall gebracht worden war.

Das Team von Trainer Norio Sasaki wurde am Ende nicht für seinen Kampfgeist belohnt, da Mexiko in der Partie gegen Nigeria noch den Ausgleichstreffer erzielen konnte.