Nach einem holprigen Start in die FIFA U-20-Frauen-WM 2010 in Deutschland hat Brasilien in die Spur zurückgefunden. In Bielefeld konnten sich die Canarinhas im Spiel gegen Schweden nach einem Rückstand noch ein 1:1 (0:1) erkämpfen.

Brasilien übte schnell Druck auf die Abwehr des WM-Neulings aus. Die erste Chance hatten jedoch die U-20-Juniorinnen aus Schweden. Bereits nach wenigen Minuten rettete Leah vor Sofia Jakobsson. Die Canarinhas erhöhten den Druck. Ein Eckball von Camila landete in den Armen der schwedischen Torhüterin Hilda Carlen, ein Freistoß von Andressa konnte abgeblockt werden.

Das schwedische Team ließ jedoch nicht nach und brachte die Abwehr der Brasilianerinnen nach einem Eckball von Elin Borg arg in Bedrängnis - Jakobsson verpasste den Ball vor dem gegnerischen Tor nur um wenige Zentimeter. Beide Teams erhöhten das Tempo, wollten den Treffer. Doch die Abwehrreihen standen gut und ließen den Stürmerinnen wenig Entfaltungsmöglichkeiten. In der 25. Minute versuchte es Rafaelle direkt mit einem Weitschuss, scheiterte aber an Torfrau Carlen.

In der 36. Minute wurde eine Unachtsamkeit der Brasilianerinnen bestraft. Andressa verlor im Mittelfeld den Ball an Jakobsson, die gekonnt auf Antonia Goransson passte. Die Torschützin der ersten Partie versenkte den Ball ohne Probleme im Gehäuse des Gegners.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Canarinhas das Tempo deutlich und kamen auch schnell zu einer guten Torchance. Alanna bediente Andressa im "Sechzehner" mit einem Zuckerpass. Diese scheitere jedoch an Hilda Carlen. In der 52. Minute verursachte die Torhüterin dann nach einem Foul im Strafraum einen Elfmeter, den Rafaelle sicher verwandelte. Im Gegenzug konnte Jakobsson Brasiliens Torfrau nicht überwinden.

Die Schwedinnen taten sich schwer, in ihr Spiel zurückzufinden, und kamen kaum noch zu gefährlichen Torraumszenen - der Gegner dafür umso mehr. In der 80. Minute verdankten die Schweden dem Torpfosten, dass sie nicht in Rückstand gerieten.

Kleine Anekdote am Rande: Leah ist nicht mehr die einzige Spielerin, die ihre Einwürfe mit einem Salto verbindet - die Schwedin Kristin Karlsson hat diese Technik nun auch für sich entdeckt.