FIFA U-17-Weltmeisterschaft Peru 2005

FIFA U-17-Weltmeisterschaft Peru 2005

26. Oktober - 17. November

Das Duell unter der Lupe

#WorldCupAtHome | Mexiko und der Startschuss für die "Goldene Generation"

  • #WorldCupAtHome wird mit der Partie Mexiko – Brasilien fortgesetzt (Peru 2005)
  • Mexiko sichert sich ersten Weltmeistertitel
  • Dabei sein: am Freitag, 15. Mai um 20:00 Uhr (MESZ)

Nach einem deutlichen 3:0-Sieg im Finale gegen Brasilien sicherte sich Mexiko 2005 in Peru den ersten Titelgewinn bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft. Unter der Führung von Carlos Vela und Giovani dos Santos präsentierte El Tri hier eine Generation, die später eine entscheidende Rolle in der A-Nationalmannschaft des Landes spielen sollte.

Spielinfo

Mexiko – Brasilien 3:0

2. Oktober 2005
Estadio Nacional, Lima (Peru)

Torschützen: 1:0 Carlos Vela (31.), 2:0 Omar Esparza (32.), 3:0 Ever Guzmán (86.)

Aufstellungen:

  • Mexiko: Sergio Arias, Patricio Araujo, Efraín Juárez, Christian Sánchez, Héctor Moreno (Pedro Valverde, 75.), Omar Esparza, Jorge Hernández, Giovani Dos Santos (Ever Guzmán, 79.), Carlos Vela (Juan Carlos Silva, 92.), Adrián Aldrete, César Villaluz
  • Brasilien: Felipe, Leyrielton, Sidnei, Roberto, Marcelo, Denilson (Meznga, 64.), Anderson (Mauricio, 16.), Igor, Ramón, Simoes (José Claudio, 82.), Celso

Hintergrund

Mexiko hatte schon seit einiger Zeit mit guter Arbeit in den Nachwuchsabteilungen aufhorchen lassen. Das Ergebnis kristallisierte sich bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Peru 2005 heraus.

Der Weg an die Spitze begann nach Siegen gegen Uruguay (2:0) und Australien (3:0) und einer Niederlage gegen die Türkei (1:2) mit dem zweiten Platz in Gruppe B.

In der K.-o.-Runde setzten sich die Mexikaner dann im Viertelfinale nach Verlängerung mit 3:1 gegen Costa Rica durch und besiegten die Niederlande im Halbfinale deutlich mit 4:0.

Im Finale lauerte allerdings Brasilien, das den Mexikanern nur zu gern die Party verderben wollte. Die Verdeamarela hatte bei den letzten sechs Teilnahmen an diesem Turnier bereits viermal im Endspiel gestanden, nun stand das fünfte an.

Der dreimalige Titelgewinner hatte in Gruppe D nach einer Niederlage gegen Gambia (1:3) und Siegen gegen die Niederlande (2:1) und Katar (6:0) ebenfalls den zweiten Platz belegt.

Im Viertelfinale setzten sich die Brasilianer nach Verlängerung gegen die DVR Korea durch, den Einzug ins Finale sicherten sie sich mit einem 4:3-Erfolg gegen die Türkei nach einem an Spannung kaum zu überbietenden Spiel.

Spielverlauf

  • Effektives Duo: In Peru rückte zum ersten Mal ein Duo in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit, das El Tri noch lange gute Dienste leisten sollte: Carlos Vela und Giovani dos Santos. Der trickreiche dos Santos brachte die gegnerische Abwehr immer wieder in Bedrängnis. Wenn es ihm gelungen war, Brasilien aus dem Gleichgewicht zu bringen, lauerte Carlos Vela im letzten Spielfelddrittel schon auf die Hereingabe. Das erste Tor Mexikos war ein Paradebeispiel für die erfolgreiche Arbeit des Duos während des gesamten Turniers: Dos Santos setzt sich durch, Vela schließt ab.
  • Siegermentalität: Eine der Komponenten, an denen die Mexikaner in der Turniervorbereitung vorrangig gearbeitet hatten, war der mentale Aspekt. Im Finale zeigten sie dann die Abgebrühtheit, die ein Weltmeister braucht. Nachdem sie in Führung gegangen waren, spielten sie weiterhin hoch konzentriert und bauten ihren Vorsprung nur eine Minute später mit einem Distanzschuss von Omar Esparza aus.
  • Ein würdiger Vizeweltmeister: Angesichts des 0:2-Rückstands gaben die Brasilianer im zweiten Durchgang alles und hatten vor allem in Gestalt von Celso einige Chancen, die der mexikanische Schlussmann Sergio Arias jedoch vereitelte. Schließlich machte Mexiko dann kurz vor Schluss mit einem Tor von Ever Guzmán den Sack zu.

Der Star

Die U-17-WM 2005 war für Carlos Vela das Sprungbrett zu einer großen Karriere. Mit fünf Treffern wurde er als bester Torschütze des Turniers mit dem Goldenen Schuh von adidas ausgezeichnet. In der Folge glänzte er mit der feinen Technik und den präzisen Abschlüssen, die ihn für Klubs wie den FC Arsenal und Real Sociedad San Sebastián interessant machten, wo er ebenfalls zu überzeugen wusste.

Zitate

"Mir ging es nicht nur darum, gute Spieler auszuwählen. Noch wichtiger war es mir, dass im Nationalteam jeder an die eigenen Fähigkeiten glaubte. Dazu gab es schließlich auch allen Grund. Ich hatte von Anfang an ein langfristiges Projekt im Kopf und wollte nicht nur dabei sein, sondern gewinnen."
Jesús Ramírez (Trainer, Mexiko)

Und danach?

Mexiko und Brasilien spielten auch weiterhin eine wichtige Rolle bei U-17-Weltmeisterschaften. El Tri war Ausrichter der Auflage von 2011 und wurde Weltmeister. Zwei Jahre später belegte man in den VAE den zweiten Platz. Brasilien war seinerseits Gastgeber der Auflage von 2019 und setzte sich im Finale gegen keinen Geringeren als Mexiko durch.

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