FIFA U-17-Weltmeisterschaft Peru 2005

FIFA U-17-Weltmeisterschaft Peru 2005

26. Oktober - 17. November

FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2005

Wer gewinnt die Neuauflage des EM-Finales?

Niederlandes Trainer Ruud Kaiser ärgert sich noch heute über das verlorene EM-Finale gegen die Türkei bei der Europameisterschaft in Italien vor einigen Monaten. "Da haben wir in der ersten Halbzeit unglaublich viele Chancen ausgelassen und auch Pech gehabt." Doch im Spiel um Platz drei bei der FIFA U-17 Weltmeisterschaft Peru 2005 hat das Oranje-Team nun die Chance zur Revanche, denn es geht wieder gegen die Türkei.

Nachdem für beide Mannschaften der Traum vom WM-Titel geplatzt ist, darf man gespannt sein, welches der beiden Teams sich noch einmal voll konzentrieren und motivieren kann. Noch immer ist im Lager der Niederländer die Enttäuschung groß, das Finale verpasst zu haben. "Gegen Mexiko hatten wir Pech und es war einfach nicht unser Tag, es ist eine Schande, dass wir das Finale verpasst haben", so Mittelfeldspieler Niels Vorthoren. "Die Mexikaner haben jede Chance verwertet, wir haben eine Menge Gelegenheiten vergeben. Ich denke nicht, dass Mexiko besser war als wir."

Da war es auch nur ein schwacher Trost, zu den besten vier U-17-Teams auf der Welt zu gehören. "Das ist schon befriedigend, aber die Enttäuschung über das verpasste Finale wiegt schwerer." An der Motivation wird es dem Vizeeuropameister nicht mangeln: "Das Spiel um Platz drei ist sehr wichtig. Wir wollen das Turnier gut beenden. Vor allem, dass wir gegen die Türkei spielen, motiviert uns sehr, denn es wird eine Revanche für das EM-Finale." Nicht minder groß war die Enttäuschung im Lager der Türkei nach der bitteren 3:4-Niederlage gegen Brasilien. Mit zehn Mann hatten die Türken im Halbfinale einen 0:3-Rückstand wett gemacht, doch am Ende standen sie dennoch mit leeren Händen da. Mittelfeldspieler Nuri Sahin war überrascht, dass sein Team im Halbfinale nach dem 0:3-Rückstand noch einmal in die Partie zurückfand: "Keiner hätte gedacht, dass wir aus dem 0:3-Rückstand noch ein 3:3 machen würden, erst nach dem 1:3 habe ich wieder Hoffnung geschöpft."

Sahin sieht der Partie gegen die Niederlande mit etwas gemischten Gefühlen entgegen: "Es ist schon schwer, sich noch einmal zu motivieren, denn wir haben unser Hauptziel verpasst. Aber wir nehmen es jetzt, wie es kommt. Gegen die Niederlande spielen wir immer gerne, das waren immer gute Spiele. Wir wollen jetzt Dritter werden und nicht Vierter. Für einige unserer Spieler geht es ja auch noch darum, Torschützenkönig zu werden. Wir wollen noch einmal zeigen, dass wir die beste Mannschaft hier sind. Aber man muss natürlich sehen, ob im Spiel nicht die Beine schwer werden. Wir sehen der Partie gegen die Niederlande gelassen entgegen. Wenn wir gewinnen, ist es gut, wenn wir verlieren, ist es kein Beinbruch."

Für den Gegner findet Sahin lobende Worte: "Die Niederlande hat zurecht das Halbfinale erreicht. Sie sind offensiv sehr stark und sie haben einen guten Torwart. Das wird ein schweres Spiel für uns. Schon im EM-Finale war das ein hartes Stück Arbeit."

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