FIFA U-17-Weltmeisterschaft Nigeria 2009

FIFA U-17-Weltmeisterschaft Nigeria 2009

26. Oktober - 17. November

FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2009

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Wilson Cuero and Fabian Castillo of Colombia pose for a photograph in Ijebu-Ode
© Getty Images

Der eine gibt sich vor dem Mikrofon etwas schüchtern, liebt Videospiele und bereitet sich auf seinen Wechsel nach Italien vor, wo er Udinese Calcio verstärken wird. Der andere ist locker, hört gerne Musik und erachtet den Alten Kontinent allenfalls als vagen Zukunftstraum. Die Kolumbianer Wilson Cuero und Fabián Castillo scheinen auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammenzupassen.

Doch die beiden Stürmer der kolumbianischen Nationalmannschaft, die sich zurzeit auf das Duell mit Argentinien im Achtelfinale der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Nigeria 2009 vorbereiten, haben unendlich viele Dinge gemeinsam, wie FIFA.com in einem Exklusivinterview in der Stadt Ijebu-Ode herausfand.

"Wilson ist ein großartiger Spieler, aber auch ein sehr guter Kumpel. Ich bin überzeugt, dass er es noch sehr weit bringen wird", sagte Castillo. "Fabián ist ein lustiger und lebensfroher Typ. So sind wir Dunkelhäutigen eben." In einer Mannschaft braucht man Typen wie ihn", gab Cuero das Kompliment zurück. Aber auch auf dem Platz verstehen sich die beiden kolumbianischen Youngsters blind, wie man beim WM-Debüt gegen die Niederlande deutlich gesehen hat.

Sie lachen, machen Scherze, spielen... auf diese Weise sorgen sie im Hotel Gateway in Ijebu-Ode für Unterhaltung. Cuero meinte, er wäre besser in den Videospielen, während Castillo in der Umkleidekabine laut dröhnende Reggaeton-Musik ertönen lässt. Auf dem Platz sind die beiden für den wichtigsten Bereich verantwortlich: für die Offensive der Elf von Ramiro Viáfara. "Auf dem Platz sprechen wir unentwegt miteinander und suchen immer nach einer Möglichkeit, die gegnerische Defensive zu überwinden", erklärte Cuero.

Der Stürmer von Deportivo Cali erzielte in Calabar das erste Tor gegen Oranje, doch Cuero hat noch keinen Treffer zu Buche stehen. "Ich fuhr mit dem großen Ziel zur WM, ein Torjäger zu werden. Es ärgert mich daher ein wenig, noch nicht getroffen zu haben. Tore sind das täglich Brot eines Stürmers und ich hoffe, dass es gegen Argentinien endlich so weit ist", gab er sich hoffnungsvoll.

Widmungen und Hoffnungen
Das Spiel gegen Argentinien könnte nicht nur die Torflaute des Neuzugangs von Udinese Calcio beenden, sondern auch die Möglichkeit einer Hommage an Edwin Cardona bieten, der sich beim WM-Auftakt eine Schulterverletzung zuzog.

Castillo, der davon träumt, eines Tages das Abitur zu machen und Zahnmedizin zu studieren, wies darauf hin, wie schwerwiegend der Ausfall des Akteurs von Atlético Nacional de Medellín ist: "Er war die Seele dieser Mannschaft, aber jetzt müssen wir es irgendwie ohne ihn schaffen." An seiner Stelle spielt nun Cuero, der über E-Mail weiterhin Kontakt zu seinem Freund hat: "Er ist natürlich sehr traurig wegen seiner Verletzung, doch er freut sich auch über unsere Leistung. Er ist davon wirklich überrascht", gab er zu.

Castillo und Cuero erzählten, dass die Mannschaft bereits einen Plan hat, um ihren Freund zu ehren. Welchen Plan? Nun, darauf müssen wir warten, bis die Kolumbianer gegen die Gauchos ein Tor erzielen...

Doch abgesehen von derartigen Widmungen müssen die Jungs von Ramiro Viáfara ihr Bestes geben, um einen solch starken Gegner zu besiegen, der über eine Sturmreihe verfügt, die "qualitativ hochwertig ist und jede Abwehr überwinden kann".

Können diese guten Freunde das Duell mit Daniel Villalva und Sergio Araujo gewinnen? Bei der Antwort auf diese Frage verrieten sie eine weitere Gemeinsamkeit: "Ja, denn wir möchten Weltmeister werden und den Titel ganz Kolumbien widmen."

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