FIFA U-17-Weltmeisterschaft Finnland 2003

FIFA U-17-Weltmeisterschaft Finnland 2003

26. Oktober - 17. November

FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2003

Spanien und drei südamerikanische Mannschaften unter den letzten Vier

DER TAG IM RÜCKBLICK - Kolumbien gegen Brasilien und Argentinien gegen Spanien lauten die beiden Halbfinalpartien bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft in Finnland 2003. Argentinien und Kolumbien kamen am Samstag, den 23. August, durch, während am Sonntag Brasilien sich in Turku mühelos gegen die USA durchsetzte. Die Spanier schlugen in der besten Partie des Wochenendes ihren ewigen Rivalen, die Portugiesen, mit 5:2.
DER TAG IM RÜCKBLICK: SAMSTAG
Die zahlreichen U.S.-Flaggen im Turku-Stadion, die von den Fans und den Freunden der Spieler geschwenkt wurden, erzielten leider nicht die gewünschte Wirkung, denn Brasilien ließ keinen Zweifel daran, dass man sie zu Recht als Tournierfavoriten bezeichnete. Ein Tor von Leandro in der ersten Halbzeit (18.) zwang die USA, ihr Spiel mehr zu öffnen. Innerhalb von drei Minuten wurden jedoch die Hoffnungen der U.S.-Amerikaner in der zweiten Halbzeit zerstört, als Ederson (61.) und Evandro (64., das 100. Tor des Turniers) das Turnieraus der U.S.-Boys endgültig besiegelten.
"Brasilien hat eine wunderbare Mannschaft", erklärte der Trainer der Amerikaner, John Ellinger, nach dem Spiel. Über seinen Starspieler Freddy Adu äußerte er sich sehr lobend: "Adu erhält viel Aufmerksamkeit von den Medien, aber auch von den gegnerischen Abwehrspielern. Er muss noch viel lernen, aber er hat eine große Zukunft vor sich."
Der Wunderknabe der Amerikaner war an jedem gefährlichen Angriff seines Teams beteiligt und wurde in der zweiten Halbzeit bei dem Versuch, seine Schnelligkeit und Torgefährlichkeit einzusetzen, einige Male schmerzhaft von den Beinen geholt. Brasilien war jedoch nie wirklich in Gefahr, und das Toverhältnis von 12:1 ist ähnlich überzeugend wie das des Nachbarn Argentinien.
"Wir haben heute unsere technischen Fertigkeiten gezeigt, und das Team hat sich erneut gesteigert", freute sich Trainer Paqueta. "Jetzt haben wir es mit Kolumbien zu tun,  ebenfalls ein sehr gutes Team, das uns in der Qualifikation sogar geschlagen hat." Zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs sind alle drei Südamerika-Vertreter ins Halbfinale gelangt, während die drei Teams aus Mittel- und Nordamerika sich wieder auf die Heimreise machen müssen.
Brasilien zeigt seine Klasse und schlägt die USA
Spanien holte sich den letzten vakanten Platz im Halbfinale durch einen 5:2-Sieg gegen Portugal im Ratina-Stadion in Tampere. Damit gelang die Revanche für die Niederlage im Finale der UEFA U-17-Meisterschaft früher in diesem Jahr.
Portugal erzielte durch Manuel Curto, Toptorjäger in Finnland 2003 (5 Treffer), früh den Führungstreffer. In den letzten Minuten des Spiels erzielten die Portugiesen zum Abschluss ihres Aufenthalts im Norden Europas noch ein beeindruckendes Freistoßtor durch Wunderkind Vieira. Es war erst sein zweites Tor im Turnier, aber erneut eine Glanzleistung. Das einzige Problem dabei war nur, dass zwischen den beiden Treffern der Portugiesen ihre Verteidigung vier Gegentreffer der Spanier zuließ. Im gesamten Turnier musste Portugals Torhüter achtzehn Mal hinter sich greifen!
Juan Santistebans hervorragend organisiertes und entschlossen agierendes spanisches Team schüttelte den Schock nach dem frühren Führungstreffer bald ab und sorgte ein ums andere Mal für Gefahr vor dem portugiesischen Tor. Der nicht unter Kontrolle zu bringende Sisi forderte immer wieder den Ball, und er war es schließlich auch, der den Freistoß zum spanischen Ausgleichstor herausholte (28.). Zum zweiten Treffer der Spanier, in der 42. Minute, leistete er mit einer Flanke ebenfalls die Vorarbeit. Der Spieler vom FC Valencia wurde nach der Partie mit Ovationen gefeiert und zeigte sich optimistisch, was die Chancen seines Teams im Halbfinale anging: "Argentinien ist eine der stärksten Mannschaften im Turnier. Schlagen können wir sie aber trotzdem."
Der andere Held des spanischen Teams hieß Xisco. Der Stürmer von Villareal erzielte den dritten Treffer seiner Mannschaft in der 50. Minuten und spielte die portugiesische Abwehr auf deren rechter Seite ein ums andere Mal schwindlig. In der 78. Minute flankte er den Ball zu Cesc , der ihn zum vierten Treffer der Spanier verwandelte. Der fünfte Treffer von Santistebans Spielern fiel durch Elfmeter in der Nachspielzeit.
"Wir waren eindeutig das stärkere Team", so Santisteban nach dem Match. "Wir haben eine starke Teamleistung gezeigt, und meine Spieler haben sich genau an das gehalten, was ich immer predige: Sie spielten mit Freude." Ob es gegen Argentinien auf dem Kunstrasen im Töölö-Stadion in Helsinki am 27. August auch so viel zu Lachen gibt, wird sich noch herausstellen. Kein Zweifel besteht jedoch daran, dass dieses freche spanische Team die Südamerikaner vor ihre erste wirkliche Bewährungsprobe stellen wird.
Exzellente Spanier deklassieren den ewigen Rivalen Portugal

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