FIFA U-17-Weltmeisterschaft Peru 2005

FIFA U-17-Weltmeisterschaft Peru 2005

26. Oktober - 17. November

FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2005

Ramirez: "Ich hatte es mir schwerer vorgestellt…"

Die Protagonisten des Finales der FIFA U17-Weltmeisterschaft Peru 2005 äußerten kurz nach dem Endspiel ihre ersten Eindrücke gegenüber FIFA.com.

Jesus Ramirez (Trainer Mexiko)
Es war kein leichtes Spiel, auch wenn man das vom Ergebnis her vermuten könnte. Trotzdem hatte ich nicht erwartet, dass wir am Ende so deutlich die Oberhand behalten würden, denn schließlich sind die Brasilianer für ihre Klasse bekannt. Ich bin sehr glücklich über unseren Sieg bei diesem WM-Turnier und freue mich ganz besonders für meine Spieler. Sie haben ein fantastisches Spiel gezeigt und sich als geschlossene Mannschaft erwiesen. Das zeichnet sie aus und war ihr entscheidender Vorteil. Mit dem Sieg bei dieser Weltmeisterschaft ist uns eine grandiose Leistung gelungen und wir haben unser Ziel erreicht. Carlos Vela (Mexiko, Torschützenkönig der FIFA U-17-Weltmeisterschaft Peru 2005)

Ich finde kaum Worte. Dass wir diese Weltmeisterschaft gewinnen und damit Fussballgeschichte schreiben konnten, macht mich stolz. Ich hätte nie geglaubt, dass wir das Endspiel mit einer Differenz von drei Toren gewinnen würden, denn ich hatte mir das viel schwieriger vorgestellt. Der Schlüssel zu unserem Erfolg liegt vor allem in unserer mannschaftlichen Geschlossenheit, die schon seit langem zu unseren großen Stärken zählt. Das Tor, das ich heute Abend geschossen habe, sowie die Weltmeister-Trophäe widme ich meinem Vater, denn der hatte heute Geburtstag.

Nelson Rodrigues (Trainer Brasilien)
Mexiko hat eine sehr starke erste Halbzeit gespielt und noch vor der Pause zwei Treffer erzielt. Im zweiten Durchgang sind wir zwar besser ins Spiel gekommen, haben es aber nicht vermocht, ein Tor zu schießen. Dennoch haben meine Jungs ein gutes Turnier gespielt und verdienen daher meine ganze Anerkennung. In diesem Jahr haben sie schon einige Titel gewonnen und sind jetzt Vize-Weltmeister. So ist es nun mal im Fussball. Die gesamte Arbeit ist auf den Erfolg ausgerichtet, d. h. man will unbedingt gewinnen. Das gelingt jedoch nicht immer. In Brasilien zählt ein zweiter Platz in der Tat nicht viel, dennoch weiß die Fussballwelt die Leistung meiner Mannschaft zu schätzen.

Ramón (Brasilien)
Ich bin sehr traurig, denn wir hatten überhaupt keine Chance heute, das Spiel zu gewinnen. Jetzt hoffe ich darauf, bei einem künftigen WM-Turnier den Titel holen zu können. Heute Abend haben wir nie richtig zu unserem Spiel gefunden. Das gilt besonders für die Phase nach dem ersten Gegentor. Wir vermochten es über die gesamte Spieldauer nicht, unser eigentliches Spiel zu machen. Von daher können wir mit unserer Leistung nicht zufrieden sein, denn schließlich waren wir nach Peru gekommen, um hier zu gewinnen. Ich glaube, dass uns die Niederlage im Auftaktspiel gegen Gambia moralisch schwer zu schaffen gemacht hat.

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