FIFA U-17-Weltmeisterschaft Finnland 2003

FIFA U-17-Weltmeisterschaft Finnland 2003

26. Oktober - 17. November

FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2003

Argentinien weiter, China und Australien scheiden aus

DER TAG IM RÜCKBLICK - Heute, am Samstag, den 16. August 2003, kam in den finnischen Wäldern das Aus für zwei weitere Teams. Nach der zweiten Runde der Begegnungen in den Gruppen A und B in Helsinki und Turku bestätigten die Argentinier ihren Favoritenstatus, indem sie sich vorzeitig für das Viertelfinale qualifizierten, während die Mannschaften Chinas und Australiens nach der zweiten Niederlage die Koffer packen müssen.
Die Spiele in Helsinki belegten erneut, wie gut besetzt Gruppe A ist. Nach zwei Niederlagen in Folge haben die Chinesen bereits keine Chancen mehr auf ein Weiterkommen. Wang Yongpo und seine Teamgefährten werden ihr Pech verwünschen, nachdem sie zwei Mal in Führung gegangen waren und die Spiele dann doch noch jeweils mit 1:2 verloren. Chinas Trainer Liu Chunming beklagte den Elfmeter, der den Kolumbianern im Match zugesprochen worden war. "Ich verstehe es immer noch nicht", sagte er nach dem Spiel.
Kolumbien dreht Spiel nach Rückstand
Mit vier Punkten auf der Habenseite sind die Kolumbianer auf Viertelfinalkurs. Die Südamerikaner führen gegenwärtig Gruppe A zusammen mit Mexiko an, das Gastgeber Finnland mit 2:0 besiegte. Erneut von Spielführer Alberto Ramirez angetrieben dominierten die Mexikaner eine hochklassige Partie und setzten sich letzten Endes mühelos dank zweier Treffer von Julio Ceja und Oscar Herrera durch. Die Finnen haben noch eine letzte Chance, falls sie im dritten und entscheidenden Gruppenspiel die Kolumbianer besiegen. Wenn also Mexiko China besiegt, dürfte die Partei Kolumbien gegen Finnland kein Spiel für schwache Nerven werden.
Mexiko erzielt zwei Treffer gegen tapfere Finnen
Das Töölö-Stadion war zum 300. Spiel dieses Wettbewerbs bis auf den letzten Platz besetzt. Bei ihrer Premiere 1985 in China hatte die FIFA U-17-Weltmeisterschaft noch als U-16-Turnier begonnen. Nun, 18 Jahre später, wird das Turnier auf Kunstrasen ausgetragen - auch ein Zeichen der Zeit in Skandinavien, wo man in Zukunft fest auf diesen Belag setzen wird.
In Gruppe B hat es ein erstes Opfer gegeben. Ebenso wie die Chinesen haben auch die Australier keine Chance mehr auf ein Weiterkommen ins Viertelfinale. Obwohl man das bisher schnellste Tor des Turniers erzielte, und zwar durch Dez Giraldi in der zweiten Minute, entschieden letztendlich die nigerianische Feldüberlegenheit (60% des Ballbesitzes) und deren größere Torgefährlichkeit (18 Torschüsse gegenüber dreien der Australier) das Spiel.
John Mikel hatte den Ausgleichstreffer für die Afrikaner erzielt, bevor Ezekiel Bala den verdienten Endstand herstellte. Es war Balas zweites wichtiges Tor im Turnier, wofür er nach der Partie von Trainer Augustine Eguaoven ausdrücklich gelobt wurde. Er verglich die Spielweise des Youngsters mit der von Michael Owen.
Nigeria zunächst in Not
Costa Rica und Argentinien trafen in einem mit Fans beider Teams gut besetzten Stadion aufeinander. In einem hochdramatischen Spiel gab es Torchancen auf beiden Seiten, zahlreiche Aluminiumtreffer und schließlich erst in der 84. Minute den Führungstreffer. Eine flache Hereingabe des unermüdlichen Ariel Colzera wurde von Hernán Peirone am zweiten Pfosten stehend mühelos verwandelt. Wenig später war es erneut Peirone, der mit einem angeschnitten Freistoß zum 2:0 für Argentinien alles klar machte.
ARG-CRC 2 : 0
Argentinien ist also weiter, und Nigeria hat das Erreichen des Viertelfinales selbst in der Hand. Selbst wenn Costa Rica Australien im letzten Gruppenspiel schlägt, benötigen die Afrikaner nur ein Unentschieden gegen Argentinien, um zusammen mit den Gauchos ins Viertelfinale einzuziehen. Die Spiele der Gruppen C und D finden am morgigen Sonntag, den 17. August, statt. Noch sind die Republik Korea und der Jemen in den finnischen Wäldern dabei. doch auch für diese Teams könnte das Abenteuer Finnland bald vorbei sein.

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