Gastgeber Mexiko sicherte sich am Montag mit einem 2:1-Sieg gegen Frankreich in Pachuca den Einzug ins Halbfinale der FIFA U‑17‑Weltmeisterschaft 2011. Angetrieben vom lautstarken Publikum überzeugte insbesondere die Angriffsabteilung der Mexikaner mit Marco Bueno und Carlos Fierro. Im Halbfinale treffen die Gastgeber in Torreon auf die bärenstarken Deutschen.

Die Partie begann mit viel Tempo. Bereits in den ersten fünf Minuten hatten beide Teams gute Torchancen nach Freistößen. In der 14. Spielminute fiel dann der erste Treffer. Carlos Charley Fierro spielte den französischen Verteidiger Jordan Ikoko aus und flankte fast von der Grundlinie aus vors Tor. Während Marco Bueno noch verpasste, ließ sich Kevin Escamilla die Gelegenheit nicht entgehen und jagte das Leder unter dem ohrenbetäubenden Jubel der Fans mit einem Flachschuss in die Maschen.

Die Franzosen ließen sich durch den frühen Rückstand allerdings nicht aus der Ruhe bringen, und Ikoko sorgte schon drei Minuten später für den Ausgleich, als er von rechts kommend in den Strafraum eindrang und den mexikanischen Torhüter Richard Sanchez mit einem tückischen Aufsetzer überwand, bei dem der Schlussmann den Ball offenbar falsch berechnete.

Jetzt übernahmen die Gastgeber das Kommando und entwickelten immer stärkeren Druck in Richtung gegnerisches Tor. Dabei standen die agilen Angreifer Fierro und Bueno immer wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Doch auch die Franzosen kamen noch zu einigen Gelegenheiten, vornehmlich bei schnellen Konterangriffen. Sebastien Haller, der Abdallah Yaisien ersetzt hatte, konnte in der 22. Minute erst im letzten Moment von Mexikos Kapitän Antonio Briseno am Torschuss gehindert werden.

Mexiko blieb zwar bis zur Pause die überlegene Mannschaft, ein weiterer Treffer wollte allerdings nicht gelingen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit sorgte der Franzose Jordan Vercleyen mit einem Distanzschuss für ein erstes Ausrufezeichen. Doch dann gelang in der 50. Minute den Mexikanern die erneute Führung. Fierro, der bislang erfolgreichste Torjäger der Mexikaner bei diesem Turnier, war der entscheidende Akteur. Der Stürmer von Chivas versetzte seinen Gegenspieler im Strafraum und drückte den Ball dann mit rechts über die Linie.

Somit hatten die Mexikaner wieder die Oberhand und wären in der Folge durch Julio Gomez fast zum 3:1 gekommen. Doch sein sehenswerter Freistoß war ein wenig zu hoch angesetzt und zischte über die Querlatte. In der 66. Minute scheiterte Fierro erneut nur knapp. Sein Kopfball traf nur die Latte. Da die Franzosen dank ihrer Schnelligkeit bei Kontern und dank ihrer Größe bei Standardsituationen immer wieder zu guten Chancen kamen, wackelte die knappe Führung der Mexikaner. Fierro hätte in der 75. Minute die Nerven seiner Landsleute beruhigen können, doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei.

In der Schlussphase warfen die Franzosen dann noch einmal alles nach vorn, doch Mexikos Torhüter Sanchez konnte die Gefahr abwehren und so endete die Partie schließlich mit dem knappen 2:1 für die Gastgeber, die am 7. Juli in Torreon im Halbfinale gegen Deutschland um einen Platz im Endspiel kämpfen werden.