FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Jordanien 2016

13 November - 1 Dezember

FIFA U-17 Frauen-Weltmeisterschaft 2016

WM-Krone geht nach Asien, spanischer Akzent im "kleinen Finale"

© Others

Bis auf den Titelgewinn 2012 durch Frankreich nach Elfmeterschießen ist die FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft fest im Griff der asiatischen Vertreter. Der Verlierer damals in Aserbaidschan, Korea DVR, hatte die erste Turnierauflage 2008 gewonnen und steht 2016 erneut im Finale. Die südkoreanischen Nachbarinnen errangen 2010 den Titel, 2014 in Costa Rica ging die WM-Krone an Japan. Die Little Nadeshiko stand schon 2010 im Finale und strebt nun in Jordanien 2016 die erfolgreiche Titelverteidigung an.

Bevor die Entscheidung darüber fällt, welches asiatische Land die Trophäe in den nächsten zwei Jahren sein Eigen nennen wird, kämpfen die beiden unglücklichen Halbfinalisten Spanien und Venezuela um einen wertvollen Trostpreis: die Bronzemedaille.

FIFA.com präsentiert die Vorschau auf den letzten Wettbewerbstag, der mit einem WM-Titel für Asien und einem Spiel um Platz drei mit spanischem Akzent enden wird.

Das FinaleKorea DVR - Japan, International Stadium Amman, 21. Oktober, 20:00 Uhr (Ortszeit)

Seit dem ersten Auftritt Japans in Costa Rica 2014 ist sich die Fussballwelt einig: Dieses Team ist unwiderstehlich. Das beweisen die elf Siege in Folge, die Japan seitdem errungen hat - die letzte und die aktuelle Auflage zusammengenommen. Doch obgleich sie auf der weltweiten Bühne unangefochten regieren, darf nicht vergessen werden, dass sie auf dem heimischen Kontinent keine Alleinherrscherinnen sind. Im Finale der AFC U-16-Asienmeisterschaft der Frauen 2015, die als Qualifikation für Jordanien 2016 diente, unterlag die Little Nadeshiko dem Team aus Korea DVR.

Die Koreanerinnen haben bisher in Jordanien nicht ganz so brilliert wie ihre Finalgegnerinnen. Sie erwischten einen mäßigen Start und mussten sich in der Auftaktpartie gegen England mit einem Unentschieden zufriedengeben. Es folgte ein mühsamer Sieg gegen Brasilien, und auch das Viertelfinale gegen Ghana war ein Zittersieg. Dennoch waren sie als Gruppenerste in die K.o.-Runde eingezogen und bewiesen gegen die Afrikanerinnen mit einem Last-Minute-Tor große Moral. Die anschließende Demonstration der Stärke im Halbfinale gegen Venezuela war nicht minder beeindruckend als die der Japanerinnen gegen Spanien.

Es ist schwer, sich auf einen Favoriten festzulegen, aber die Fans können sich freuen: Das Finale verspricht eine spannende Angelegenheit zu werden.

Spiel um Platz dreiVenezuela - Spanien, International Stadium Amman, 21. Oktober, 17:00 Uhr (Ortszeit)

Eines ist sicher: Spanien wird schlechter abschneiden als 2014 in Costa Rica, wo am Ende die Silbermedaille heraussprang. Venezuela wiederum wird das Ergebnis von vor zwei Jahren zumindest einstellen, als es das "kleine Finale" verlor. Natürlich haben sich die Südamerikanerinnen vorgenommen, mit einem dritten Rang das beste Ergebnis in ihrer Geschichte zu erzielen. Für La Rojita hingegen geht es eher darum, einen positiven Schlusspunkt zu setzen. "Wir gehören zu den vier besten Teams der Welt. Es bleibt noch ein Spiel, in dem es um 'Alles oder Nichts' geht. Wir werden es gewinnen müssen, damit die Spielerinnen ihre Belohnung für all die Mühen bekommen", sagte die spanische Nationaltrainerin Maria Is.

Ein zusätzlicher Anreiz dürfte die Tatsache sein, dass möglicherweise die zukünftige Gewinnerin des adidas Goldenen Schuhs als beste Torschützin des Turniers auf dem Platz stehen könnte. Die Venezolanerin Deyna Castellanos und die Spanierin Lorena Navarro gehören neben der Nordkoreanerin Ri Hae Yon zu den drei Spielerinnen, die jeweils fünf Treffer auf dem Konto haben.

Die Spielerin im Fokus*Riko Ueki (Japan)
*
Mit vier Toren in ebenso vielen Partien, in denen sie drei Mal zur "Live-Your-Goals"-Spielerin des Spiels ausgezeichnet wurde, könnte Riko Ueki durchaus als das beste Element einer ansonsten äußerst ausgeglichenen japanischen Auswahl gelten. Aber alle Spielerinnen scheinen auf dem gleichen, sehr hohen Niveau zu agieren, unabhängig von der Startaufstellung. So ließ Nationaltrainer Naoko Kusunose seine bisher erfolgreichste Torjägerin im Halbfinale auf der Bank und verwies darauf, dass er diejenigen Spielerinnen aufstelle, die "in der besten Verfassung" seien. Dies hinderte Japan nicht an einem 3:0-Sieg, und das Fehlen der besten Torschützin fiel kaum ins Gewicht. Gleichwohl fällt es schwer zu glauben, dass der japanische Coach ausgerechnet im Kampf um den Titel noch einmal auf seinen stärksten Offensiv-Trumpf verzichten könnte.

Statistik 1 - In den bisher vier Endspielen bei der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft fiel nur einmal die Entscheidung in der regulären Spielzeit. 2014 behielt Japan gegen Spanien mit 2:0 die Oberhand. Korea DVR siegte 2008 nach Verlängerung und verlor 2012 im Elfmeterschießen. Auch Japan verlor das Finale von 2010 im Elfmeterschießen. Diese Statistik beweist, dass die Endspiele stets sehr ausgeglichen und umkämpft sind. Dennoch steht schon fest, dass es keine Verlängerung geben wird, da das Reglement bei einem Unentschieden nach 90 Minuten direkt ein Elfmeterschießen vorsieht.

Zitat
"Natürlich war nicht alles perfekt, es gab einige Fehler, an denen wir vor der nächsten Partie arbeiten müssen. Aber wir werden weiter auf unsere Stärken bauen."
Naoki Kusunose (Trainer, Japan)

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