FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Uruguay 2018

13 November - 1 Dezember

FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft 2018

Neuseelands aktueller Jahrgang peilt neue Höhen an

© Others
  • Neuseeländerinnen wollen in Uruguay Neuland betreten
  • Der Gastgeber der ersten FIFA U-17-Frauen-WM kam noch nie unter die letzten Acht
  • Der Ozeanienmeister trifft im November in der Gruppenphase auf Finnland, Uruguay und Ghana

In ihrem letzten Spiel bei einer FIFA U-17-Weltmeisterschaft feierten die Neuseeländerinnen einen 5:0-Sieg gegen den damaligen Gastgeber Jordanien. Das Turnier, das Neuseeland vor einem Jahrzehnt erstmals ausrichtete, nimmt für die ozeanische Nation eine Sonderstellung ein.

Denn Neuseeland war zwar bei jeder Auflage des jüngsten Frauenturniers der FIFA dabei, konnte jedoch noch nie die K.o.-Phase erreichen. Wenn die "Kiwis" in zwei Monaten über den Pazifik reisen, um in Uruguay dabei zu sein, soll sich dies ändern, so die große Hoffnung.

Schon nach der Auslosung der Gruppen im Mai hatte Trainer Leon Birnie angekündigt: "Der Einzug in die zweite Runde wird zwar eine große Herausforderung, doch wir wollen die erste Mannschaft sein, die Geschichte schreibt."

Die Auslosung bescherte dem Ozeanienmeister faszinierende Gegner: Sie treten gegen den europäischen Debütanten Finnland, gegen Gastgeber Uruguay und gegen Afrikas Turnierstammgast Ghana an.

"Natürlich ist sich die ganze Gruppe bewusst, dass Neuseeland noch nie bei einer U-17-WM die Gruppenphase überstanden hat", so Birnie gegenüber FIFA.com. "Wir erkennen zwar die Qualitäten unserer Gegner an und sind uns der jeweiligen Herausforderungen bewusst, doch wir glauben daran, dass wir diesen Zustand nun beenden können.

"Wir freuen uns auf die Duelle gegen alle drei Gegner, ganz besonders aber auf das Spiel gegen Uruguay vor einem ganz sicher leidenschaftlichen und lautstarken Publikum, das sie antreibt.

*Jugend und Erfahrung
*
In der WM-Qualifikation für Uruguay hatten die Neuseeländerinnen keine Probleme. Selbst im Finale gegen Neukaledonien feierten sie einen hohen 6:0-Sieg. Doch dies ist bereits über ein Jahr her und seitdem hat die Mannschaft kaum noch Länderspiele bestritten.

Birnie kündigte an, sich auch auf Spielerinnen zu verlassen, die bei der kürzlich beendeten FIFA U-20-WM in Frankreich dabei waren. Er nannte Maggie Jenkins, Gabi Rennie, Aneka Mittendorff und Anna Leat, die "die Gruppe durch das Turnier führen sollen."

"Wir sind sehr zufrieden mit unserem Kader, in dem starke Spielerinnen stehen. Sie haben bereits ihre Qualitäten gezeigt und bewiesen, dass sie bei der WM in diesem Jahr mehr als konkurrenzfähig sein können."

Bei seiner bislang einzigen Teilnahme an einem FIFA-Turnier konnte Birnie durchaus beeindrucken. Vor zwei Jahren in Papua-Neuguinea besiegten seine U-20-Schützlinge die starken Ghanaerinnen, die auch in Uruguay wieder unter den Gegnerinnen sind. Und auch den Spitzenteams aus Frankreich und den USA machten die Neuseeländerinnen das Leben bis zuletzt schwer.

"Wir haben in den vergangenen zwei Jahren viel gelernt", so Birnie, der in der vergangenen Woche zum zweiten Mal Vater wurde. "Wir haben nun die Möglichkeit, all dies anzuwenden und dazu beizutragen, dass dieser Gruppe und dem Stab möglicherweise etwas ganz Besonderes gelingt."

Unabhängig vom Verlauf des Turniers in Uruguay ist Birnie bewusst, dass insbesondere die persönliche und die spielerische Entwicklung der Akteurinnen zu seinen Aufgaben zählen.

"In dieser Altersgruppe besteht das Ziel darin, den Spielerinnen bei der Entwicklung in allen möglichen Bereichen auf und abseits des Spielfelds zu helfen", so der 36-jährige ehemalige Mittelfeldspieler aus der neuseeländischen Liga. "Wir versuchen, unsere Spielerinnen durch immer wieder neue Situationen herauszufordern, damit sie sich weiterentwickeln.

Die WM ist natürlich ein Höhepunkt. Wir sehen sie indes auch als eine weitere Möglichkeit, den Spielerinnen bei der weiteren Entwicklung zu helfen. Wir wollen den Spielerinnen dabei helfen, sich nahtlos in die nächste Altersgruppe einzufügen, im Entwicklungsprogramm "Future Ferns" weitere Fortschritte zu machen und sich schließlich bei den "Football Ferns", unserer A-Nationalmannschaft, zu etablieren."

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