FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Jordanien 2016

FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Jordanien 2016

2 November - 21 November

FIFA U-17 Frauen-Weltmeisterschaft 2016

USA vorn, Haiti verpasst Überraschung

USA fans
© Getty Images

Die USA haben die CONCACAF U-17-Meisterschaft der Frauen zum dritten Mal in Folge gewonnen und sich damit gleichzeitig für die FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Jordanien 2016 qualifiziert. Außerdem werden Mexiko und Kanada auf der Weltbühne vertreten sein, während Haiti die erstmalige Teilnahme am Weltturnier nach einer engagierten Leistung nur knapp verpasste.

El Tri war mit einem 3:0-Sieg im Halbfinale gegen Haiti die erste Mannschaft, die das Ticket für Jordanien buchte, gefolgt von den Stars and Stripes, die den nördlichen Nachbarn mit 5:0 besiegten. Im Spiel um Platz drei gaben die Kanadierinnen dann noch einmal alles und setzten sich mit 4:2 gegen Haiti durch.

Shek Borkowski kann dennoch stolz auf seine Auswahl Haitis sein, denn der vierte Platz beim Kontinentalturnier ist das bisher beste Ergebnis auf U-17-Ebene. Außerdem konnte Haiti als Sieger der Gruppe A das beste Torverhältnis der Gruppenphase für sich verbuchen und war nach Siegen gegen Kanada, Guatemala und Gastgeber Grenada ungeschlagen ins Halbfinale eingezogen. Die Mittelfeldspielerin Nerilia Mondesir war mit sieben Treffern beste Torschützin des Turniers und wurde mit dem Goldenen Schuh ausgezeichnet. Außerdem wurde sie in die Elf des Turniers gewählt. Alles deutet daher darauf hin, dass die Haitianerinnen eine vielversprechende Zukunft vor sich haben.

Die USA hatten auf dem Weg ins Finale nur mit wenig Konkurrenz zu kämpfen und setzten sich gegen Jamaika, Mexiko und Costa Rica durch. Dabei waren die beiden hart umkämpften Partien gegen El Tri die wohl besten Spiele des Turniers. Den 1:0-Sieg in der Gruppenphase machte Ashley Sanchez perfekt, die später als beste Spielerin des Turniers mit dem Goldenen Ball ausgezeichnet werden sollte und im letzten Jahr bei der U-20-Qualifikation bereits ähnlich beeindruckende Leistungen gebracht hatte. Im Finale trafen die beiden Teams dann erneut aufeinander, und die USA setzten sich nach einer spannenden Partie knapp mit 2:1 durch.

Die USA gingen durch einen weiteren Treffer von Sanchez in Führung, Mexiko gelang jedoch in der 69. Minute der Ausgleich, so dass es bis zum Schluss spannend blieb. Vier Minuten vor Spielende war Civana Kuhlmann dann nach einem schnellen Sturmlauf zur richtigen Zeit am richtigen Ort und jagte den Ball nach Sophia Smiths perfekt getimter Hereingabe volley in die Maschen.

Starker Auftritt vonEl Tri
Die Mexikanerinnen sollte man bei der WM in Jordanien auf jeden Fall im Blick haben, denn sie boten hier einen starken Auftritt. Vor allem die beiden Nachwuchsstars Kimberly Rodriguez und Jacqueline Ovalle wussten im Team von Christopher Cuellar zu überzeugen und wurden folgerichtig beide in die Mannschaft des Turniers gewählt. Im Finale wäre den Mexikanerinnen mehrmals fast der Führungstreffer gelungen, doch Laurel Ivory, die U.S.-amerikanische Torfrau und Gewinnerin des Goldenen Handschuhs, machte die Versuche ein ums andere Mal zunichte.

Kanada musste sich zwar in der Gruppenphase gegen Haiti geschlagen geben, bot ansonsten auf dem Weg zu Platz drei jedoch ähnlich beeindruckende Leistungen. Nur im Halbfinale war das Team den Stars and Stripes hoffnungslos unterlegen. In der Gruppenphase hatte Kanada nur zwei Gegentreffer gegen Haiti kassiert, was vor allem der grandiosen linken Verteidigerin Julia Grosso zu verdanken war, die am Ende auch in die Turnierelf gewählt wurde. Gegen die Amerikanerinnen musste man sich dann im Halbfinale allerdings mit 0:5 geschlagen geben. Die Kanadierinnen erholten sich jedoch schnell von dem Rückschlag und passten in der zweiten Begegnung mit Haiti ihre Taktik an. Im zweiten Durchgang erzielten sie sage und schreibe vier Treffer und behielten damit gegen die Insulanerinnen die Oberhand.

Damit gibt es eine Art Déjà-vu, denn bei der Qualifikation für die U-20-WM im Dezember hatten sich ebenfalls die drei größten Mitgliedsverbände durchgesetzt. Sie werden die Region daher sowohl im November in Papua-Neuguinea als auch im September/Oktober in Jordanien repräsentieren. Obwohl nur die USA, Kanada und Mexiko um den Welttitel kämpfen werden, können auch Haiti und sogar Gastgeber Grenada, das beim Kontinentalturnier drei Niederlagen kassierte, mit Optimismus in die Zukunft blicken. Ihre stetige Entwicklung deutet auf eine vielversprechende Zukunft hin.

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