FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Uruguay 2018

FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Uruguay 2018

13 November - 1 Dezember

FIFA U-17-Frauen-WM 2018

Technischer Bericht prophezeit dem Frauenfussball eine goldene Zukunft

Spain celebrate after the final
© Getty Images

Die FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Uruguay 2018 war auf und neben dem Platz ein Meilenstein für den Frauenfussball.

Erstmals überhaupt fand das Turnier in Südamerika statt. Uruguay und die Spielorte Colonia, Maldonado und Montevideo boten ein einzigartiges Fussballflair und eine großartige Stimmung.

Auf dem Rasen zeigte das Turnier eindrucksvoll, wie viel Herzblut und Arbeit die 16 teilnehmenden Länder in den Frauenfussball investiert haben. Dies belegt auch der ausführlichste Bericht, den die technische Studiengruppe der FIFA (TSG) je für eine FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft verfasst hat.

Die Spielerinnen spielten selbstbewusst nach vorne, vielfach verbunden mit einem hohen, mutigen Pressing, stießen dabei aber auf eine solide gegnerische Abwehr, so dass die Ausgabe 2018 mit 86 Toren in 32 Spielen bzw. einem Schnitt von 2,69 Treffern pro Spiel den tiefsten Wert in der Turniergeschichte aufwies.

Siehe auch

FIFA U-17-WM Uruguay 2018: Technischer Bericht

Interessanterweise gelang nur gerade Weltmeister Spanien kein Treffer nach einer Standardsituation. Erfolgsrezepte der Spanierinnen waren das Spiel über die Flügel und die Präzision im Abschluss. So brauchten sie für einen Treffer im Schnitt lediglich 2,3 Torschüsse, verglichen mit einem Turnierschnitt von 4,8.

Entscheidend war auch die individuelle Klasse der Spielerinnen, wie etwa die Spanierinnen Eva Navarro und Salma Paralluelo oder die Deutschen Shekiera Martinez und Gia Corley zeigten.

Branimir Ujević, FIFA-TSG-Projektleiter, sagte: „Die FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft in Uruguay bestätigt den positiven Trend beim Coaching. Vor allem die Halbfinalistinnen spielten als kompakte Einheit und waren dank individuellem Talent flexibel und letztlich eine Klasse besser. Wenn so viele Spielerinnen etwas wagen wollen und das Zepter übernehmen, zeugt das von physischer und mentaler Reife.“

Patricia González, FIFA-TSG-Leiterin, merkte an: „Die Spiele in Uruguay haben gezeigt, dass der Frauenfussball eine große Zukunft vor sich hat. Zu sehen waren unglaublich talentierte Spielerinnen und Teams, die bereit waren, Risiken einzugehen, indem sie in allen Spielsituationen das Heft in die Hand nehmen wollten. Das ist sehr erfreulich, weil es zeigt, dass diese noch nicht einmal 20-jährigen Spielerinnen enormes Selbstvertrauen haben und das Spiel lesen können.“

Der gesamte TSG-Bericht ist hier auf FIFA.com zu finden.

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