FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Uruguay 2018

13 November - 1 Dezember

FIFA U-17-Frauen-WM 2018

Salma Paralluelo – Fussballerin und Leichtathletin

© FIFA.com
  • Die spanische Spielerin praktiziert beide Sportarten
  • Sie stand bei allen Spielen von La Roja in Uruguay auf dem Platz
  • FIFA.com sprach vor dem Duell mit der DVR Korea mit ihr

- Ja, es stimmt ... sie nennen mich Usain, wegen Bolt, aber nur meine Teamkameradinnen in der Nationalmannschaft!

Salma Paralluelo lacht. Der Spitzname kommt nicht von ungefähr: Die Stürmerin der spanischen U-17-Auswahl verbindet den Fussball mit Leichtathletik auf hochklassigem Wettbewerbsniveau.

"Ich bin Kurzstreckenläuferin. Am besten gefallen mir 400-Meter-Läufe und 400-Meter-Hürdenläufe. Das ist meine Lieblingsdistanz. Auch 200-Meter-Läufe ... Und ja, man kann sagen, dass sich im Training niemand traut, einen Wettlauf mit mir zu machen!", meint sie lachend im Gespräch mit FIFA.com.

Damit dürfte sie recht haben, denn schließlich konnte man bei der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Uruguay 2018 beobachten, wie sie reihenweise Gegenspielerinnen stehen lässt. Besonders beeindruckend ist, dass sie den Ball bei ihren rasanten Vorstößen auch noch perfekt am Fuß führen kann. Auch im Abschluss weiß sie zu überzeugen, wie bei ihrem Tor beim 5:0-Sieg gegen Kanada.

"Ich glaube, das hängt damit zusammen, dass ich schon mit acht Jahren Fussball gespielt habe. Da lernst du, den Ball zu kontrollieren und mit engen Räumen klarzukommen", erklärt Paralluelo, die während des Turniers ihren 15. Geburtstag feierte.

Paralluelo – die Fussballspielerin – in Uruguay

  • Einsätze: 3
  • Spielminuten: 88 Minuten und 28 Sekunden pro Spiel
  • Tore: 1
  • Vorlagen: 1
© FIFA.com

Ihr Vater ist Spanier, die Mutter stammt aus Guinea. Die Spielerin mit der Rückennummer elf erklärt uns, wie sie sich für die beiden Sportarten umstellen muss. 

"Im Vorfeld macht ein Lauf mich nervöser, weil ich die Verantwortung ganz allein trage. Bei einem Fussballspiel bin ich weniger angespannt, weil ich die Verantwortung mit meinen Teamkameradinnen teile. Dadurch fühle ich mich sicherer." 

Und auf dem Spielfeld? "Die Art zu laufen ist natürlich eine andere. In der Leichtathletik läufst du mehr geradeaus, entscheidest dich für eine Rhythmus, den du beibehältst. Im Fussball musst du manchmal schnell laufen, dann wieder abbremsen und die Richtung ändern. Das ist etwas ganz anderes. Und ich versuche immer, auf meine Mitspielerinnen zu achten, um zu wissen, wo sie sich jeweils befinden."

Paralluelo – die Leichtathletin – in Spanien

  • U-18-Meisterin im 300-Meter-Lauf
  • Vizemeisterin im Dreisprung
  • Meisterin im 60-Meter-Hürdenlauf (Jugend)
  • Meisterin im 300-Meter-Hürdenlauf (Jugend, spanischer Rekord)
© Getty Images

Jede Sportart begeistert sie auf ihre Weise. "Am Fussball gefallen mir die Freundschaften, die man schließt. Einer Mannschaft anzugehören, etwas gemeinsam zu machen ... es ist sehr schön, von den Teamkameradinnen unterstützt zu werden. In der Leichtathletik ist es ein unglaubliches Gefühl, wenn du lange trainiert hast und es dann gut läuft. Das lässt sich nicht mit Worten beschreiben."

Paralluelo weiß, dass sie sich früher oder später entscheiden muss. "Es wird mir klar, wenn ich mir Verletzungen zuziehe. Außerdem kosten beide Sportarten zusammen viel Zeit, die mir zum Lernen fehlt. Aber im Augenblick finde ich es sehr schwer, eine Entscheidung zu treffen.

Die tollen Erlebnisse in Uruguay machen die Entscheidung sicherlich nicht leichter. Spanien trifft dort im Viertelfinale auf den Titelverteidiger DVR Korea. "Auf persönlicher Ebene kann ich mich mit den Rivalinnen messen, aber diese WM ist vor allem im Hinblick auf das Team ein unglaubliches Erlebnis. Ich möchte sie mit meinen Mitspielerinnen in vollen Zügen genießen. Mal schauen, ob wir es bis ins Finale schaffen und den Titel holen."

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