FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Uruguay 2018

13 November - 1 Dezember

FIFA U-17-Frauen-WM 2018

Regionalkurs soll Wachstum weiter vorantreiben

Die FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Uruguay 2018 bot den idealen Rahmen für einen weiteren Regionalkurs des Frauenfussballs, der im Zeitraum vom 12. bis 21. November in Montevideo stattfand.  

"Der Kurs umfasst Theoriemodule, während derer wir unter anderem Spiele dieser WM analysieren, und praktische Einheiten, in denen wir das in den Theoriemodulen Erarbeitete in die Praxis umsetzen", erklärt FIFA-Instruktorin Andrea Rodebaugh im Gespräch mit FIFA.com

In Kürze

  • Arbeitsmodule: 25
  • Theorie: 10
  • Praxis: 7
  • Teamarbeit: 8
  • Analysierte Spiele: 12
  • Teilnehmer: 28 aus 9 Mitgliedsverbänden der CONMEBOL

Das Themenspektrum war vielfältig und reichte von spezifischen Fragen wie der Arbeit mit Torhüterinnen und der Menstruation bis hin zu allgemeineren Themen wie Verletzungsprävention und Psychologie im Frauenfussball.

"Einmal abgesehen von der Spielanalyse ist es auch wichtig zu analysieren, wie das Profil einer Nationalspielerin aussehen sollte." Mit dieser Information kann man darauf hinarbeiten, auf Weltniveau immer konkurrenzfähiger zu werden", so Rodebaugh weiter.

Renommierte Teilnehmer

Unter den Kursteilnehmerinnen waren Trainer von A-Nationalmannschaften, U-17- und U-20-Auswahlteams, aber auch Assistenztrainer, Konditionstrainer und Trainer an Frauenfussballakademien.

Dabei waren auch einige Persönlichkeiten, die im Frauenfussball Südamerikas bereits Spuren hinterlassen haben, beispielsweise die Uruguayerin Graciela Rebollo.

Die aktuelle Frauenfussballkoordinatorin des FC Liverpool aus Montevideo zeichnete vor sechs Jahren dafür verantwortlich, dass sich zum ersten Mal ein uruguayisches Frauenteam für eine FIFA U-17-Weltmeisterschaft qualifizieren konnte (Aserbaidschan 2012).

In diesem Zusammenhang ist auch die Teilnahme des Venezolaners José Catoya hervorzuheben, der sich mit der U-20-Auswahl seines Heimatlandes für die WM 2016 in Papua-Neuguinea qualifizierte. Mit von der Partie war auch die Paraguayerin Epifanía Benítez, die dieses Jahr bei der U-20-Frauen-WM in Frankreich für die Auswahl Paraguays verantwortlich war. Beide sind nach wie vor im Amt.

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Zitate

"Ein solcher Kurs ist äußerst wichtig, denn er liefert frische Ideen, und die sind in diesem Teil der Welt Mangelware. Die Durchführung während einer WM gibt uns viele Instrumente an die Hand, denn hier können wir den Fussball aus anderen Perspektiven sehen, da auch andere Teams als die üblichen südamerikanischen Rivalen analysiert werden können. Das ist sehr bereichernd."
José Catoya (Trainer der U-20-Auswahl Venezuelas)

"Das Seminar ist wichtig, um Arbeitserfahrungen auszutauschen und herauszufinden, auf welche Art und Weise und wie stark der Fussball in unserem Land wachsen kann. Manchmal ist man so sehr in sein eigenes Projekt vertieft, dass man das Wachstum gar nicht wahrnimmt, aber wir haben positive Schlüsse gezogen."
Luis Pescarolo (Trainer der A-Nationalmannschaft Ecuadors)

"Ich nehme viele wertvolle Dinge mit, beispielsweise alles, was mit der psychologischen Arbeit mit den Mädchen zusammenhängt. Dabei geht es nicht nur darum, wie man mit Niederlagen oder Siegen umgeht, sondern auch darum, wie die Spielerinnen die Arbeit zu Hause fortsetzen können. Das war etwas Innovatives."
Epifanía Benítez (Trainerin der U-20-Auswahl Paraguays)