FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Jordanien 2016

13 November - 1 Dezember

FIFA U-17 Frauen-Weltmeisterschaft 2016

Pressekonferenz vor dem Finale: Lob für Jordanien

Zwei Tage vor dem Finale der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Jordanien 2016 haben die FIFA und das Lokale Organisationskomitee (LOK) in Amman eine gemeinsame Pressekonferenz abgehalten.

Aus der Zentrale in der jordanischen Hauptstadt waren dabei ausgesprochen positive Töne zu hören. Zahlen belegen ein überragendes Interesse am Online-Angebot. In einem Video wurden zudem noch einmal die nachhaltigen Projekte hervorgehoben. Insgesamt lobte Tatjana Haenni, die Leiterin der FIFA-Abteilung für Frauen-Wettbewerbe, Jordanien 2016 als "perfektes Turnier". Bestätigt wurde zudem, dass FIFA-Präsident Gianni Infantino das Endspiel zwischen der DVR Korea und Japan am Freitag live im Stadion verfolgen wird.

Auf der Pressekonferenz waren neben Haenni auch Samar Nassar, CEO des Lokalen Organisationskomitees, sowie der LOK-Vorsitzende Salah Sabrah zugegen.

Tatjana Haenni
Zu Beginn möchte ich dem LOK und dem jordanischen Fussballverband für ihre wirklich großartige Arbeit danken. Von unserer Seite lässt sich sagen, dass das Turnier ein echter Erfolg war. Alle Beteiligten können stolz auf das Erreichte sein.

Wie Sie sich erinnern werden, war im Vorfeld viel von Nachhaltigkeit und Vermächtnis die Rede. Daher freut es mich sagen zu können, dass das, womit wir zu Beginn des Turniers gerechnet haben, eingetreten ist. Es hat sich sehr viel getan: Die Infrastruktur wurde verbessert, Stadien und Trainingsplätze modernisiert, es gibt Bildungs- und Entwicklungsprojekte, Live-Your-Goals-Kurse und soziale Projekte mit Flüchtlingen. All das wurde auf den Weg gebracht, damit wir ein echtes Vermächtnis hinterlassen.

Meine Hoffnung ist, dass Jordanien dies nur als einen Anfang betrachtet. Es gilt, Herausforderungen zu bewältigen, aber ich hoffe, dass jeder im Land seinen Beitrag zum weiteren Wachstum des Frauenfussballs leistet. Meiner Meinung nach ist Jordanien die treibende Kraft für den Frauenfussball in der Region und mein Wunsch wäre es, dass andere Länder und Entscheidungsträger im Nahen Osten diesem Beispiel folgen.

Zum Thema Ticketverkauf
Wenn der LOK-Vorsitzende sagt, er ist 100-prozentig zufrieden, kann ich mich dem nur anschließen. Ich sehe den Ticketverkauf tatsächlich als immensen Erfolg. Aus meiner Sicht konnte man bei diesem Turnier einen Kulturwandel beobachten. Meines Wissens sind zuvor ausschließlich Männer – wirklich eingefleischte Fussballfans – ins Stadion zu den Spielen gegangen. Nun waren viele Familien bei den Spielen zu sehen. Frauen, Mädchen und Jungen genossen Fussball in angenehmer Umgebung. Stadien bei einem Jugendturnier der Frauen voll zu bekommen, ist nirgendwo auf der Welt einfach. Angesichts der Gegebenheiten hier in Jordanien denke ich, dass das LOK in dieser Hinsicht sehr gute Arbeit geleistet hat. Ich hoffe, dass wir noch mehr Zuschauer sehen, wenn Jordanien 2018 die AFC Frauen-Meisterschaft ausrichtet.

Samar Nassar
Zwei Tage vor der Abschlussfeier möchte ich daran erinnern, dass damit ein Weg endet, auf den wir uns schon vor drei Jahren gemacht haben. Wir hatten dabei ein Vermächtnis zum Ziel, das wir erreichen wollten, und ich denke, wir haben einige sehr wichtige Schritte vollzogen. Unsere Infrastruktur, Stadien und 14 Trainingsplätze den Standards der FIFA entsprechend zu modernisieren, war ganz entscheidend. Zudem konnten wir viel Personal auf ein hohes Niveau schulen. Diese Schritte werden dem jordanischen Fussball auf seinem Weg in die Zukunft sicher dienlich sein und auch der Allgemeinheit zugutekommen.

Ich bin sehr stolz auf das Personal und die freiwilligen Helfer. Es hat mich auch sehr stolz gemacht, bei der Eröffnungsfeier und Jordaniens Auftaktspiel 14.000 Zuschauer im Stadion zu sehen, die geschlossen den Frauenfussball unterstützt haben. Aber unsere Aufgabe ist damit noch nicht erledigt. Dieses Turnier kann allenfalls der erste Schritt auf einer Reise von 1.000 Meilen sein, und wir brauchen jede Hilfe, um die Dynamik dieses Turniers dazu zu nutzen, neue Anhänger zu gewinnen und alte zu halten.

Salah Sabrah
Im Namen des LOK und des jordanischen Volkes möchte ich König Abdullah II., dem gesamten Königshaus und Prinz Ali bin Hussein dafür danken, dass sie diese glanzvolle Veranstaltung möglich gemacht haben. Es war ein sehr erfolgreiches und gedeihliches Turnier für uns. Mein aufrichtiger Dank gilt auch der FIFA und hier insbesondere dem Organisationsstab, den ich als ausgesprochen professionell erlebt habe. Von der FIFA haben wir alles Erdenkliche an Unterstützung, Anleitung und Schulung erfahren und sehr davon profitiert. Selbiges gilt für den jordanischen Fussballverband. Auch die Jordanierinnen und Jordanier standen wie erhofft hinter dem Turnier und haben sich als der zwölfte Mann bzw. die zwölfte Frau erwiesen. Es besteht kein Zweifel daran, dass dieses Turnier dem Land viel gegeben hat.

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