FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Jordanien 2016

13 November - 1 Dezember

FIFA U-17 Frauen-Weltmeisterschaft 2016

"Kiwis" mit makellosem Triumph

© Others

Neuseeland wird auch bei der bevorstehenden Auflage der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft dabei sein, die in Jordanien stattfindet. Beim ozeanischen Qualifikationsturnier auf den Cook-Inseln setzten sich die Neuseeländerinnen souverän durch. Die erste Auflage des Turniers hatte das Land 2008 selbst ausgerichtet. Neuseeland gehört zu den wenigen Ländern, die seitdem stets mit dabei waren, wenn das Turnier 2016 in Jordanien beginnt.

Auch beim elftägigen Qualifikationsturnier auf der Hauptinsel Rarotonga ließen die jungen Football Ferns nichts anbrennen. Die Neuseeländerinnen gewannen alle fünf Partien und erzielten dabei nicht weniger als 55 Tore. Gleichzeitig kassierten sie nicht ein einziges Gegentor. Mit dem 8:0-Kantersieg gegen Papua-Neuguinea im Finale am Samstag untermauerten sie ihre Vormachtstellung zum Abschluss noch einmal mehr als eindrücklich.

Papua-Neuguinea weiterhin die Nummer zwei
Die Schlagzeilen gehörten zwar den Neuseeländerinnen, doch bei den anderen pazifischen Nationen waren deutliche Fortschritte zu erkennen. Vor zwei Jahren hatte es gar keinen Qualifikationswettbewerb gegeben und bei den zwei anderen Turnieren hatten und jeweils nur vier Teams teilgenommen. Dieses Mal hingegen waren acht Nationen dabei, darunter Fidschi, Vanuatu und Samoa als Debütanten. Zudem war es die erste OFC U-17-Frauen-Meisterschaft, die außerhalb Neuseelands ausgerichtet wurde.

Papua-Neuguinea, der Gastgeber der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft in diesem Jahr, untermauerte seinen Status als Nummer zwei im ozeanischen Frauenfussball. Lisa Cole, die U-20-Trainerin von Papua-Neuguinea, wird ihren Kader für das Weltturnier sicher durch die ein oder andere Spielerin aus der U-17-Auswahl verstärken. Besonders große Hoffnungen darf sich Belinda Giada machen, die bereits bei den Pazifikspielen im vergangenen Jahr bei den Seniorinnen dabei war. Giada lag in der vergangenen Woche im Rennen um den Goldenen Schuh kurzzeitig an der Spitze und schloss das Turnier am Ende mit acht Treffern ab. Damit war sie die erfolgreichste nicht-neuseeländische Torjägerin.

Das Team von Papua-Neuguinea erreichte den Spielort nach einer komplizierten Anreise erst fünf Stunden vor Anpfiff. Trotzdem gewann die Mannschaft die ersten vier Spiele, bis sie dann im Finale gegen Neuseeland unter die Räder kam. Auch Fidschi kann mit dem dritten Platz durchaus zufrieden sein. Zudem wurde Francine Lockington als beste Torhüterin des Turniers ausgezeichnet. Die Mannschaft aus Neukaledonien zeigte ebenfalls ansprechende Leistungen und untermauerte damit den Aufwärtstrend. Bei den letzten beiden Auflagen der Pazifikspiele hatte das Team jeweils das Finale erreicht.

Kiwis blicken optimistisch in die ZukunftFür Neuseeland bestand das Ziel natürlich von vornherein in der Qualifikation für Jordanien 2016. Daneben ist die U-17-Auswahl allerdings auch ein wichtiger Baustein bei der Förderung der nächsten talentierten Generation. Daher nahm ein Großteil der Mannschaft unter der Bezeichnung NZF Development Squad in der vergangenen Saison am Spielbetrieb der nationalen Liga teil. Der mannschaftliche Zusammenhalt und die Ergebnisse zeigen deutlich, wie sehr dies dem Team genützt hat.

Auf dem Spielfeld gerieten die Neuseeländerinnen vor dem eigenen Tor nie ernsthaft unter Druck. Besonders beeindruckend war indes die Ausbeute am anderen Ende des Spielfelds. Schon in den drei Gruppenspielen brachte es die Mannschaft auf 36 Tore und in den verbleibenden zwei K.o.-Spielen kamen noch einmal 19 Treffer hinzu. Erfolgreichste Torjägerin war Hannah Blake, die es auf insgesamt 14 Treffer brachte, darunter ein Hattrick im Finale.

Allerdings hatte Papua-Neuguinea in der ersten halben Stunde des Endspiels noch gut mitgehalten. Erst dann fiel das erste Tor, bevor dann im zweiten Durchgang alle Dämme brachen.

"Wir haben auch im Finale unsere Tore erzielt, und zwar gegen ein entschlossen auftretendes Team von Papua-Neuguinea, das mit einer massierten Abwehr spielte und auch im Angriff für Gefahr sorgte", so Neuseelands Trainer Gareth Turnbull. "Ich bin sehr stolz darauf, wie sich die Mädchen bei diesem Turnier präsentiert haben und freue mich jetzt auf die nächste Etappe unseres Weges."

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