FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Uruguay 2018

13 November - 1 Dezember

FIFA U-17-Frauen-WM 2018

Jaidy Gutiérrez – Allrounderin und Elfmeterheldin

© Getty Images
  • Die Torfrau zählt in Uruguay zu den Leistungsträgerinnen Mexikos
  • Nach dem Sieg gegen Ghana im Viertelfinale sprach sie mit FIFA.com
  • Thema war unter anderem ihre Technik beim Elfmeterschießen

"Jaidy, Jaidy, Jaidy!"

In der mexikanischen Kabine geht es hoch her. Jaidy Gutiérrez hat im Elfmeterschießen gegen Ghana zwei Elfer gehalten und wird von ihren Teamkameradinnen frenetisch gefeiert. Dazu haben sie auch allen Grund, denn sie ist maßgeblich mitverantwortlich dafür, dass Mexiko zum ersten Mal überhaupt ins Halbfinale einer FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft einziehen konnte.

"Für mich ist es eine Ehre, dass ich diese Elfmeter halten und mit meiner Nationalmannschaft Geschichte schreiben konnte ... Ich weiß gar nicht, was ich sonst noch sagen soll!", meint die Torhüterin schüchtern am Mikrofon von FIFA.com. Wir sprechen in den Katakomben des Estadio Charrúa mit ihr – ohne Schuhe und noch immer gefangen in den Ereignissen auf dem Platz.

Wir fragen sie nach ihrer Technik im Elfmeterschießen. "Es gehört natürlich immer Glück dazu, aber es gibt auch ein paar Erfolgsgeheimnisse", erklärt die 17-Jährige.

"Ich achte auf zwei Dinge: auf die Körperhaltung der Schützinnen – wie sie sich positionieren – und auf den Blick. Der Blick ist das Entscheidende. Und wenn sie geschossen haben, verliere ich den Ball nicht aus den Augen", so die Nummer eins, die während der Gruppenphase 220 Minuten lang ungeschlagen blieb und nur einen einzigen Gegentreffer kassierte.

"Für mich ist Jaidy diejenige, die der Mannschaft Stabilität verleiht, Ordnung ins Team bringt und das Spiel eröffnet", erklärt Trainerin Mónica Vergara. "Vor dem Elfmeterschießen habe ich ihr nur gesagt, dass sie die beste Elfmeterkillerin ist, die wir haben, und dass ich ihr vertraue."

Mit dem Sieg gegen Ghana, das die drei vorherigen Partien allesamt gewonnen hatte, über die beste Torjägerin des Turniers verfügt und sich als Titelkandidat abzeichnete, untermauern die Mexikanerinnen ihre Ambitionen in diesem Turnier.

Gutiérrez dazu: "Wir haben immer an unsere Fähigkeiten und an Mónicas Arbeit in den letzten drei Jahren geglaubt. Diese WM könnte unsere sein."

© Getty Images

Gutiérrez über ihre Position

  • Warum Torfrau? "Bis zum Alter von elf Jahren war ich Allrounderin. Ich habe auf jeder Position gespielt, auf der ich eingesetzt wurde, vor allem im defensiven Mittelfeld und in der Abwehr. Ich spielte in einer Jungenmannschaft, und eines Tages fiel der Torhüter aus. Da ich vor nichts Angst habe, stellte ich mich ins Tor."
  • Eine Tugend? "Das Spiel mit dem Ball am Fuß und meine Gelassenheit"
  • Vorbilder? "Bei den Frauen Cecilia Santiago, bei den Männern [Marc-André] Ter Stegen, [Claudio] Bravo und [Agustín] Marchesín."

Wissenswertes

  • "Ich bin die Tochter von Miguel Alejandro 'Jalisco' Gutiérrez, einem ehemaligen Profifussballer, der als Innenverteidiger gespielt hat."
  • "Meine jüngere Schwester Jana ist Verteidigerin und gehörte bei dieser WM zum vorläufigen Kader, hat den Sprung in den endgültigen Kader aber nicht geschafft."
  • "Auf Vereinsebene spiele ich für Club América."

Ein Hobby

  • "Ich sammle Plüschtiere und habe wohl etwa 70. Meine Mama hat gesagt, wenn ich noch ein weiteres bringe, müsse ich mich zwischen ihr und den Plüschtieren entscheiden ... Aber ich habe schon das Maskottchen der WM gekauft."

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