FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Jordanien 2016

FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Jordanien 2016

2 November - 21 November

FIFA U-17 Frauen-Weltmeisterschaft 2016

Abu Hantash: "Jordanien will guten Eindruck hinterlassen"

Die FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft Jordanien 2016 rückt immer näher und die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Das Gastgeberland ist zuversichtlich, dass das erste internationale Frauenfussballturnier im Nahen Osten ein großer Erfolg wird. Obwohl der jordanische Frauenfussball nicht die gleiche Erfahrung in die Waagschale werfen kann wie die meisten teilnehmenden Teams, wünschen sich die einheimischen Fans, dass ihre Auswahl bei der ersten Teilnahme an diesem Wettbewerb die zweite Runde erreicht.

Im Gegensatz zu vielen anderen Teams besteht auch der Betreuerstab ausschließlich aus Einheimischen. Er verfügt indes über die erforderliche Erfahrung, um die Mannschaft in einen solch bedeutenden Wettbewerb zu führen. *FIFA.com *hat sich die Vorbereitung der jordanischen Auswahl aus nächster Nähe angesehen und stattete dem technischen Leiter Maher Abu Hantash einen Besuch im Training ab. Der Coach macht kein Hehl aus seiner Freude, diesen Wettbewerb austragen zu dürfen: "Wir haben uns sehr darüber gefreut, den Zuschlag für die WM erhalten zu haben. Es ist unser Wunsch, bei allen Beteiligten einen positiven Eindruck von unserem Königreich zu hinterlassen, ob es nun die Mannschaften, die Fans oder die Besucher sind. Jordanien gehört im Nahen Osten zu den Pionieren des Frauenfussballs. Wir wollen unsere technischen und organisatorischen Fähigkeiten, insbesondere aber unsere grenzenlose Liebe zum Fussball zeigen."

Intensive Vorbereitung
Abu Hantash hat in den letzten elf Jahren eine wichtige Rolle für die Entwicklung und den zunehmenden Erfolg des Frauenfussballs in Jordanien gespielt. Er selbst leitete die Frauenauswahl, die inzwischen mehrere regionale Titel gewinnen konnte und die Asien- sowie Olympiaqualifikation bestritt. Nach einem Gastspiel in Bahrain, wo er ebenfalls in der Entwicklung des Frauenfussballs tätig war, kehrte Abu Hantash nach Jordanien zurück und übernahm die Leitung der Auswahl, die das Königreich bei der WM vertreten wird. Er hat keine Zeit vergeudet und sich sofort ans Werk gemacht. "Wir haben uns sehr schnell an die Arbeit gemacht und im Juni 2015 mit der ersten Phase der Vorbereitung begonnen. In dieser Etappe haben wir mehrere Trainingslager in der Region, in Deutschland und Usbekistan abgehalten. Wir haben sechs Begegnungen bestritten, um Erfahrung zu sammeln. Unsere Mädchen stehen noch am Anfang, nachdem sie die AFC Asienmeisterschaft bestritten haben", erklärt der Trainer.

"Seit Anfang 2016 absolvieren wir das Vorbereitungsprogramm bis zum Beginn des Turniers", so Abu Hantash weiter. "Wir werden auf Abwechslung achten und Trainingslager in Jordanien abhalten, gegen andere Nationalteams mit verschiedenen Stilen spielen, Vier-Nationen-Turniere bestreiten und Trainingslager im Ausland mit intensiven Trainingseinheiten absolvieren. Wir haben begonnen, mit der ägyptischen Nationalmannschaft zu spielen und erhoffen uns die Zusage von anderen Auswahlen. Es ist uns wichtiger, das Niveau der technischen und körperlichen Vorbereitung zu heben als auf die Ergebnisse zu achten."

Großer Fortschritt
Es besteht kein Zweifel daran, dass die FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft für den jordanischen Fussball die Möglichkeit darstellen wird, einen großen Sprung nach vorne zu machen. Seit den Anfängen 2005 wurde ein langer Weg zurückgelegt. Die WM soll weitere und nachhaltige Fortschritte bringen. "Wir erhoffen uns sehr viel von diesem Wettbewerb, unabhängig von den sportlichen Ergebnissen", sagt Abu Hantash diesbezüglich. "Ich erinnere mich an unsere Anfänge vor elf Jahren, als wir vorschlugen, eine Nationalmannschaft und eine Vereinsmeisterschaft zu gründen. Das war etwas Neues für die Gesellschaft und einige Menschen haben zunächst nicht akzeptiert, dass junge Mädchen wie die Männer Fussball spielen. Wir haben die ersten Hindernisse erfolgreich überwunden, indem wir junge talentierte Mädchen ausgewählt haben und anschließend ihr technisches Niveau weiterentwickelt haben. Dadurch konnten wir die Westasienmeisterschaft der Frauen gewinnen. Das war der Grundstein für den Aufbau einer soliden Basis. Die Ansichten über den Frauenfussball haben sich schon bald verändert."

"Ohne die Motivation der jungen Mädchen, die Unterstützung durch ihre Familien und das Vertrauen des jordanischen Verbandes hätten wir das nicht erreichen können. Mit den Jahren hat sich fast alles geändert. Wir haben mehrere Vereine gegründet, die an einer Frauenmeisterschaft teilnehmen, welche sich großer Beliebtheit erfreut. Wir haben inzwischen U-14, U-17- und U-19-Auswahlen. Die Prinz-Ali-Zentren rekrutieren vielversprechende junge Spielerinnen und vermitteln ihnen die Grundlagen des Spiels. Es macht mich sehr stolz, in einer solchen Organisation zu arbeiten."

Ehrgeiz und Herausforderungen
Der erfahrene Abu Hantash weiß, dass das Niveau bei einer WM höher ist als in allen Turnieren, an denen er mit seiner Mannschaft bisher teilgenommen hat. "Wir sind uns dessen bewusst, dass wir vor einer schweren Aufgabe stehen. Der Unterschied an Erfahrung zwischen unseren Spielerinnen und den anderen Teams, die an solche Wettbewerbe gewöhnt sind, ist beträchtlich. Die meisten der anderen 15 Länder, die nach Jordanien kommen werden, haben großes Gewicht im weltweiten Fussball. Wir sind vielleicht die einzige Mannschaft, die noch nie an einem bedeutenden internationalen Wettbewerb teilgenommen hat."

"Doch im Fussball ist nichts unmöglich. Man darf die Dinge nicht als gegeben hinnehmen. Wir müssen Spaß haben an dem, was wir tun. Um uns gut aus der Affäre zu ziehen, haben wir keine andere Möglichkeit, als uns auf die technische Vorbereitung zu konzentrieren, Erfahrung zu sammeln und Länderspiele zu bestreiten. Wir werden mehr als 25 Spiele auf dem Konto haben, wenn wir in den Wettbewerb starten. Wir werden weiter an unserem Ehrgeiz und unserer Entschlossenheit arbeiten und müssen an uns glauben. Es sind noch einige Wochen Zeit, bevor wir unsere Gegner erfahren und ihr Spiel studieren können. Wir hoffen, unsere Mission erfolgreich abschließen zu können."

Abu Hantash hofft außerdem auf die Hilfe der jordanischen Bevölkerung: "Wir erwarten die Unterstützung aller Jordanier, denn wir brauchen sie. Der wahre Sieg, den wir bereits jetzt errungen haben, ist die Austragung dieses Wettbewerbs und die begonnene Aufbauarbeit an einer glänzenden Zukunft für den Frauenfussball in Jordanien."

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